FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 13.12.2014:

Stadt will ein Bild von Marieta Chirulescu - Ausgewähltes Werk steht nicht zur Verfügung

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. In diesem Jahr ist der 21. Lingener Kunstpreis an Marieta Chirulescu verliehen worden. Üblicherweise kauft die Stadt Lingen eine oder mehrere Arbeiten des Preisträgers für ihre Kunstsammlung. Die Mitglieder des Kulturausschusses haben sich am Dienstag für ein Bild der Rumänin entschieden. Allerdings steht dieses Werk gar nicht zur Verfügung, wie Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle, am Freitag mitteilte.
In einem Gespräch mit unserer Redaktion erläuterte Behm am Freitag, dass es bei der Auswahl des Bildes zu einem Abstimmungsfehler zwischen ihr und der Galerie gekommen sei. Der Ausschuss hatte sich am Dienstag für den Ankauf des Bildes ausgesprochen, obwohl der Preis mit 5000 Euro um 1000 Euro über dem zunächst vorgesehenen Betrag lag. Eine Mehrheit von sieben zu vier hatte sich für das Werk entschieden, das nun jedoch doch nicht zum Verkauf steht. Wie Behm auf Anfrage erläuterte, müssten die Ausschussmitglieder in ihrer nächsten Sitzung nunmehr ein weiteres Mal über den Ankauf eines anderen Werkes entscheiden.
Am Dienstag hatte Meike Behm einige Werke der Preisträgerin, die in der Kunsthalle präsentiert werden, vorgestellt. Dabei ist sie auch auf den Werdegang der Künstlerin eingegangen, die mit 18 Jahre nach Deutschland kam und nach Stationen in Nürnberg, Budapest und wieder Nürnberg jetzt aktuell in Berlin lebt und arbeitet. Mit Ende des Studiums in 2004 erfülle sie gerade noch das Kriterium, dass ein Träger des Lingener Kunstpreises nicht länger als zehn Jahre nach diesem Abschluss vorgeschlagen werden dürfe.
Chirulescu habe sich mit ihrer Teilnahme an verschiedenen Ausstellungen, darunter „made in Germany 2“, bereits international einen Namen gemacht. Im nächsten Jahr werde die 40-Jährige für ein Jahr nach Rom gehen, weil sie zu den Stipendiaten der Villa Massimo zähle. Dieses Stipendium der Deutschen Akademie Rom richte sich an Künstler, die über außergewöhnliche Qualifikationen und großes Talent verfügten, erklärte Behm.

Obwohl er auch für den Ankauf gestimmt hatte, plädierte Jens Beeck (FDP) in der Ausschusssitzung am Dienstag dafür, mit dem nächsten Kunstpreis wieder eine Person zu fördern, die in der Kunstszene noch nicht so etabliert ist. Dem schlossen sich die anderen Ausschussmitglieder an.

Zudem regte Irene Vehring (CDU) an, eine Ausstellung mit Werken der ehemaligen Preisträger zu veranstalten, und verwies auf die Homepage der Stadt Lingen, wo eine Reihe von Bildern und Preisträgern aus der rund 200 Werke umfassenden Sammlung aufgelistet ist. Die Erste Bürgermeisterin Monika Heinen schlug vor, zu ermitteln, inwiefern es inzwischen eine Wertsteigerung bei den Exponaten gegeben habe.
Ein Katalog zu der Künstlerin Marieta Chirulescu und der Ausstellung soll laut Meike Behm am 14. Februar 2015 präsentiert werden.
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