FDP Emsland-Süd

Immer weniger niedrigschwellige Angebote - Sozialverbände machen in Lingen auf Armut aufmerksam

Text und Foto: Christiane Adam
Text und Foto: Christiane Adam
Lingener Tagespost - Lokales vom 20.10.2017

Lingen. Warme Socken kann sich doch jeder leisten, oder? Einen Stand unter diesem Motto und mit selbstgestrickten Socken haben am 18. Oktober 2017 Mitarbeiterinnen der drei katholischen sozialen Verbände am Rande des Lingener Wochenmarktes aufgestellt.

Die Geschäftsführer der Verbände Hermann-Josef Schmeinck (SKM), Marita Theilen (SKF) und Marcus Drees (Caritas) hatten Vertreter aus Politik und Kirche zu einem Austausch dazu gebeten. Monika Schwegmann, Dezernentin der Stadt Lingen für Jugendhilfe, Arbeit und Soziales, der neugewählte FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Beeck sowie Dekanatsreferent Holger Berentzen als Vertreter der katholischen Kirche sind der Einladung gefolgt.

Acht Prozent der Kinder im Emsland von Armut betroffen

„Trotz guter Zahlen und Prognosen im Emsland sind acht Prozent von Armut betroffene Kinder noch zu viel“, berichtete Theilen vom SKF. „Auch ist das Risiko für Frauen durch Erziehungszeiten und Geringverdienst zu verarmen, hoch. Mit diesem Aktionsstand möchten wir heute auf diese und alle anderen von Armut betroffenen oder bedrohten Menschen hinweisen.“

Wohnungsnot treibt Menschen um

Schmeinck vom SKM erläuterte: „Armut ist mehr als die Abwesenheit von Geld. Arm sein bedeutet, man kann nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und man ist öfter krank.“ Caritasvertreter Drees ergänzte: „Strukturelle Fragen, insbesondere die Wohnungsnot, treiben nicht nur die Menschen in Ballungsgebieten um, sondern immer mehr auch hier im Emsland.“

Wohnungsbau und Teilhabe

Die Stadt Lingen habe das Problem erkannt und beschäftige sich mit dem Thema sozialer Wohnungsbau. Auch habe die Stadt ein Bildungs- und Teilhabepaket für Jugendliche bis zu 18 Jahren geschnürt, erklärte Schwegmann. „Man muss aber darüber wissen“, schränkte sie ein.

Mit- und nicht gegeinander

Beeck, Geschäftsführer der Aids-Hilfe Emsland und Vorstandsmitglied im Seniorenverein Gelingen, bescheinigte weitgehende Einigkeit innerhalb der städtischen Einrichtungen, was den Bedarf der Menschen betrifft. „Trotz mancher Überschneidung unserer Klientel arbeiten die vielen Vereine in der Stadt immer mit- und nicht gegeneinander. Was aber zusehends fehlt, sind niedrigschwellige Angebote“, betonte er.

Leute kommen einfach rein

Sabine Bröker, beim SKM in der allgemeinen sozialen Beratung tätig und ihre Kollegin Brigitte Hellen mit derselben Tätigkeit beim SKF können dies aus ihrem Berufsalltag als zutreffend beschreiben. „Die Leute entscheiden oft ganz kurzfristig, sich Hilfe zu holen. Auch, wenn nicht gleich alles gelöst werden kann, ist dann schon mal etwas ins Rollen gebracht worden“, schildert Bröker. „Es ist unser Alltag, dass die Leute einfach reinkommen und es einfach so losbrodelt, zum Beispiel:Ich lasse mich scheiden, und wovon soll ich denn jetzt leben“, beschreibt Hellen.

Überbordende Bürokratie

„Bei jeder dritten Anfrage geht es inzwischen um bezahlbaren Wohnraum“, bekräftigt Bröker die von Drees angesprochenen Überlegungen. Auch der Abbau überbordender Bürokratie gehört für Beeck dazu, wenn es um die Beseitigung von Hindernissen bei der Hilfe für Betroffene geht. „Selbst ich als Anwalt weiß gar nicht mehr, wem was zusteht“, beklagt er die undurchschaubaren Vorschriften.

Raumsuche scheitert an Mieten

Berentzen ist Ansprechpartner für das Projekt „Kirche leben in Lingen“, das seit April als Teil des Netzwerkes Citykirchenprojekte besteht. „Ich suche jetzt ein Ladenlokal in der Stadt, um Menschen einen Anlaufpunkt zu bieten. Hier sollen Fragende einfach Unterstützung finden, ohne sich outen zu müssen“, erläutert er. Bislang scheitere es allerdings an den Mietpreisen. „Im Moment ist das Projekt noch in einem Raum im Turm der Kirche St. Bonifatius“, allerdings empfinde er dies auch eher als Hemmnis.

Stadt Lingen erneuert mehrere Spielplätze

Lingener Tagespost - Lokales vom 27.09.2017
Von Wilfried Roggendorf

Wilhelmshöhe bekommt ein besonderes Spielgerät im Oktober – Mehr als 100000 Euro für Unterhaltung

Mehr als 100000 Euro hat die Stadt Lingen 2016 für die Unterhaltung ihrer Spielplätze ausgegeben. In neue Geräte wurde nochmals der gleiche Betrag investiert. Dies hat Erster Stadtrat Stefan Altmeppen in der jüngsten Sitzung des Beirates Spielräume mitgeteilt.


Lingen. Neben wöchentlichen visuellen Kontrollen führt die Firma Reholand jährlich eine Hauptkontrolle durch zertifizierte Prüfer durch. Deren Vertreter erklärten, dass akut abgängige Geräte kurzfristig abgebaut würden. Viele der Lingener Spielplätze seien zwischen 14 und 17 Jahre alt, und das Ende der Lebensdauer vieler Geräte sei erreicht. Dies gelte grundsätzlich für alle Plätze.

Silke Hüter, in der Verwaltung für Spielräume zuständig, erläuterte, welche Maßnahmen die Stadt im Jahr 2016 getroffen habe. „Wir haben den Spielplatz Weser-/ Mainstraße für 35000 Euro saniert“, erklärte Hüter. Dabei seien teilweise gebrauchte Geräte verwendet worden. Gemeinsam von Stadt und Kirchengemeinde finanziert, sei zudem der Spielplatz an der Kita St. Alexander in Schepsdorf erneuert worden. Dieser ist auch außerhalb der Kita-Zeiten zugängig.

Neben vielen weiteren kleineren Maßnahmen sei im Emsauenpark der „Playground Schaukeln und Bewegung“ fertiggestellt worden. Marc Riße (Bürgernahe) kritisierte, dass die Geräte dort überwiegend nur von Kindern ohne Behinderung genutzt werden könnten.

Hüter verwies auf die hohen Kosten für behindertengerechte Spielgeräte. „Wenn man die Hälfte des Budgets für ein Gerät ausgibt, wird man allen anderen Kindern nicht mehr gerecht“, sagte sie. Zudem sei ein Karussell dort mit dem Rollstuhl befahrbar.

Altmeppen gab zu, dass die Stadt mehr machen könne. „Aber der Playground ist schon weit besser als der Standard“, erklärte der Erste Stadtrat. Beiratsvorsitzender Björn Roth (CDU) schlug vor, sich nach Zuschussmöglichkeiten für die Beschaffung behindertengerechter Spielgeräte zu erkundigen.

2017 sei geplant, den Bolzplatz am Dieksee mit vernünftigen Toren, einem Ballfangzaun und Sitzgelegenheiten zu versehen. Der Ortsrat Laxten übernehme die Hälfte der Kosten. Der Ortsrat Brögbern wolle sich den Kosten für eine Sanierung des Spielplatzes am Himbeerenweg beteiligen. Am Pirschweg in Altenlingen würden die Wasserspielanlage saniert, die Pumpe erneuert, eine gebrauchte Rutsche, ein neues Podest und ein Sandspielgerät installiert. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme betragen 14000 Euro. Im Emsauenpark sollen an den „Playgrounds“ weitere Sitzmöglichkeiten geschaffen werden.

„Ein besonderes Highlight wird im Oktober im Park an der Wilhelmshöhe aufgestellt“, kündigte Hüter ein „Hypar Net“ genanntes Spielgerät an. Die Anschaffung kostet 28000 Euro und sei mit dem Kinder- und Jugendparlament abgesprochen. Mit den Leuten, die im Park an der Wilhelmshöhe „gerne einmal ihr Bierchen trinken würden“, habe die Verwaltung gesprochen. „Die wollen demnächst woanders hingehen“, versicherte Hüter. Roth regte an, dass die Neugestaltung des Spielplatzes an der Wilhelmshöhe aus Restmitteln der allgemeinen Umgestaltung des Parks finanziert werden sollte. „Da waren Spielgeräte vorgesehen“, betonte der Christdemokrat.

Altmeppen erklärte, für den Haushalt 2018 seien 52000 Euro und 2019 dann wieder 104000 Euro zur Neuanschaffung von Spielgeräten angemeldet. FDP-Ratsherr Jens Beeck erkundigte sich bei Altmeppen, ob es für die Neuanschaffung eine Prioritätenliste gebe. Riße wollte diese Liste sehen. „Wir kürzen 2018 im Vergleich zu diesem Jahr um 50000 Euro. Was ist, wenn wir im April 2018 sehen, dass wir mit dem Geld nicht hinkommen?“, fragte der Bürgernahe.

Jens Beeck ist geerdet

Lingener Tagespost - Lokales vom 25.09.2017
Kommentar von Thomas Pertz

Viele Gratulanten bei der Wahlparty in Lingen
Viele Gratulanten bei der Wahlparty in Lingen
Mit Jens Beeck wird der Wahlkreis Mittelems im Allgemeinen und die Region Lingen im Besonderen eine starke zusätzliche Stimme im Bundestag haben. Eine emsländische Stimme noch dazu. Dass die Freien Demokraten, für die der Lingener angetreten ist, noch hinter der AfD lediglich viertstärkste Fraktion im neuen Bundestag geworden sind, schmälert Beecks Erfolg nicht. Seinen starken Listenplatz 2 in der niedersächsischen FDP, der ihm den Einzug in den Bundestag ermöglichte, hat er sich in den vergangenen Jahren hart erarbeitet.

Wer ihn und seine kommunalpolitische Arbeit vor Ort näher kennt, der traut ihm zu, dass er sich in der kommenden Legislaturperiode auch in Berlin Gehör verschaffen wird. Der Jurist hat insbesondere durch seine inzwischen 26-jährige Arbeit im Lingener Stadtrat, aber auch auf Kreisebene bewiesen, dass er sich in komplexe Fragestellungen einarbeiten kann – und seine Schlussfolgerungen daraus auch rhetorisch brillant weiterzugeben weiß.

Das mag mitunter etwas belehrend klingen, nie aber verletzend. Beeck ist außerdem geerdet. Das Ratsmandat für die FDP in Lingen will er behalten. Sein starkes soziales Engagement in Vereinen und Verbänden ist ein Beleg dafür, dass er bestimmte Themenfelder nicht nur vom Hörensagen her kennt. Dies alles sind nicht die schlechtesten Voraussetzungen für seine künftige politische Arbeit auf Bundesebene und im Wahlkreis Mittelems.

Die FDP ist drin – und Jens Beeck auch

Viele Gratulanten bei der Wahlparty in Lingen
Viele Gratulanten bei der Wahlparty in Lingen
Mit dem Einzug der Freien Demokraten in den Bundestag hat es auch der Lingener Rechtsanwalt geschafft.

Lingener Tagespost - Lokales vom 25.09.2017
Von Thomas Pertz

Lingen. Der 48-Jährige, auf Platz 2 der Landesliste Niedersachsens, ist neben Albert Stegemann (CDU) und Daniela De Ridder (SPD) der dritte Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Mittelems – und der einzige Emsländer in diesem Trio.

Beeck hatte den Sonntagabend mit Parteifreunden in der Gaststätte Klaas an der Frerener Straße verbracht, wo kurz nach 18 Uhr die Prognose der TV-Sender den Wiedereinzug der Liberalen in den Bundestag verkündeten. 2013 waren sie noch an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.

Der Lingener ist seit 1991 für die FDP im Stadtrat aktiv. Als 22-Jähriger war er damals jüngstes Ratsmitglied. Von 2006 bis 2011 übernahm er auch den Fraktionsvorsitz der FDP im Kreistag des Landkreises Emsland. Mit dem Vorsitz der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker in Niedersachsen kam im Jahre 2014 ein weiteres Amt hinzu.

Entbürokratisierung, Digitalisierung und Bildung sind die Politikfelder, auf die sich Beeck in der kommenden Legislaturperiode konzentrieren will. Erste Gedanken dazu kann er sich an diesem Montag ab sechs Uhr morgens im Zug nach Berlin machen. „Um 11 Uhr tagen bereits der Bundesvorstand und die neue Fraktion der FDP im Bundestag“, sagte Beeck am Sonntagabend.

Viele Gratulanten

Zahlreiche Parteifreunde hatten ihm in der Gaststätte gratuliert. Er selbst gab den Dank für die große Unterstützung in den vergangenen Wochen zurück. „Wenn uns vor zweieinhalb Jahren jemand angeboten hätte, dass die FDP 2017 mit 5,2 Prozent in den Bundestag kommt, hätte ich eingeschlagen“, sagte Beeck. Jetzt haben wir doppelt so viel, das freut uns sehr“, unterstrich der frisch gewählte Bundestagsabgeordnete unter dem Beifall seiner Parteifreunde. Darunter waren mit Ingrid Hermes und Anna Matern-Bandt auch Wegbegleiter in den sozialen Ehrenämtern, die Beeck bekleidet: Aidshilfe, Tierschutzverein, Hospizverein und der Seniorenverein „Gelingen“ sind Beispiele. Die will er auch in neuer Funktion als Abgeordneter in Berlin nicht aus den Augen verlieren, ebenso wenig wie sein Mandat im Lingener Stadtrat.

Mit politischen Versprechen hielt sich der Lingener am Sonntagabend zurück. Solche Versprechungen, die dann nicht gehalten worden seien, hätten vor vier Jahren dazu geführt, dass die FDP nicht wieder in den Bundestag eingezogen sei. Dies dürfe nicht noch einmal passieren. Entsprechend ausweichend antwortete Beeck auch auf die Frage, ob er sich eine „Jamaika-Koalition“ im Bund, bestehend aus CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen, vorstellen könne. „Ich kann mir heute nur vorstellen, dass wir allen Grund zum Feiern haben“, meinte Beeck schlagfertig und mit verschmitztem Lächeln.

Zum Lachen zumute war wenige Kilometer weiter im Konrad-Adenauer-Haus der CDU niemandem so recht. Die Christdemokraten hatten bei der Bundestagswahl ein Debakel erlebt, Ratlosigkeit kennzeichnete die Gesichter im Saal. Eine ordentliche Portion Ketchup hatte Christian Fühner zum Schnitzel auf den Teller gedrückt. Ansonsten hatte Fühner, der in drei Wochen als Nachfolger von Heinz Rolfes in den Landtag einziehen will, mit der Farbe Rot nichts am Hut. „Ich finde es nicht gut, dass die SPD nur wenige Minuten nach den ersten Ergebnissen sagt, dass sie eine Regierungsbeteiligung ausschließt“, sagte der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes.

Um 20 Uhr brandete dann Beifall auf, die Stimmung besserte sich. Albert Stegemann, der sein Direktmandat im Wahlkreis verteidigte und ein besseres Ergebnis erzielte als die CDU bei den Zweitstimmen, dankte allen für die Unterstützung im Wahlkampf. Erleichtert äußerte er sich darüber, dass die AfD im Wahlkreis deutlich schlechter abgeschnitten hatte als auf Bundesebene. „Darauf können wir stolz sein; wir haben hier eine funktionierende Sozialstruktur“, betonte Stegemann.

Ein langer Atem ist unerlässlich - Perspektiven für 14-jährige Schulverweigerer und Menschen über 60

Lingener Tagespost - Lokales vom 22.09.2017

Eine Werkhalle des gemeinnützigen sozialen Wirtschaftsbetriebs Reholand ist Sitzungsort des Ausschusses für Familie, Soziales und Integration des Stadtrates Lingen gewesen. Auf dem Greiwehof in Darme wurden Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte vorgestellt.

Von Thomas Pertz

Lingen. Zielgruppe sind Menschen mit besonderen sozialen Problemen oder anderen Hemmnissen, die eine Aufnahme in den Arbeitsmarkt erschweren. Wie Geschäftsführer Alfons Hennekes erläuterte, sind aktuell 190 Arbeitnehmer bei Reholand beschäftigt. Davon gehören 67 zum Stammpersonal. Die anderen verteilen sich auf unterschiedliche Qualifizierungsmaßnahmen, Betreuungsformen und Beschäftigungsprojekte, mit denen verschiedene Ziele verknüpft sind. Die Stabilisierung der Persönlichkeit gehört ebenso dazu wie eine Vorbereitung auf ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis.

Was das im Einzelnen für einen Aufwand bedeutet, machten Hennekes und sein Kollege, Sozialpädagoge Stefan Käser, bei der Beschreibung ihrer Arbeit mit straffällig gewordenen jungen Menschen, Flüchtlingen und Schülern deutlich. Drei von ihnen sind gerade 14 Jahre alt und Schulverweigerer. „Unzuverlässig, arbeitsentwöhnt, fehlende Tagesstruktur“, fasste Hennekes Problemlagen zusammen.

Der soziale Wirtschaftsbetrieb bietet verschiedene Möglichkeiten an, eine davon ist die Jugendwerkstatt. Aber auch freizeitpädagogische Maßnahmen gehören dazu. Stefan Käser berichtete über eine Gruppe, die sich gemeinsam mit SKM-Mitarbeiter Georg Albers auf den Berlin-Marathon für Skater am kommenden Samstag vorbereitet. „So eine Aktion stärkt das Selbstbewusstsein“, betonte der Sozialpädagoge.

Käser und Hennekes verwiesen darauf, dass aufgrund der erheblichen persönlichen Defizite einzelner Teilnehmer an den Maßnahmen Rückschläge nicht ausbleiben würden, aber auch Erfolge zu verzeichnen seien wie die Aufnahme in ein festes Arbeitsverhältnis oder der Beginn einer Ausbildung. Erforderlich sei ein langer Atem. „Wir sind dankbar, dass Sie diese Arbeit machen“, würdigte Jens Beeck diesen Einsatz.

Dass sich dieser über alle Altersgruppen erstreckt, machte Hennekes am Beispiel des Projekts „Weiterbeschäftigung älterer Arbeitnehmer“ deutlich. Konkret geht es dabei um vier Frauen um die 60, die im Sozialen Kaufhaus auf dem Greiwehof von Reholand in Darme beschäftigt sind. Eine „Win-win“-Situation für alle, betonte der Geschäftsführer. Die Beschäftigungsförderung sichere die Arbeitsplätze der vier Mitarbeiterinnen, der Verkauf gebrauchter Waren wie Textilien, Hausrat etc. unterstützte Menschen mit geringem Einkommen, und die Aufarbeitung gebrauchter Werkstoffe sei ein Beitrag zum Umweltschutz. Die Personalkosten belaufen sich auf 84.560 Euro. An Einnahmen stehen 50.700 Euro zu Buche, Eigenmittel von Reholand belaufen sich auf 22.700 Euro. Der Förderanteil der Stadt beträgt 11.050 Euro. Der Ausschuss empfahl einstimmig eine städtische Förderung.

Das galt ebenso für das Projekt „Straffälligenhilfe“. Hier soll durch Qualifizierungsmaßnahmen eine Perspektive für ein späteres sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis geschaffen werden. Den Ausgaben in Höhe von 64.000 Euro stehen Einnahmen und Eigenmittel von 65. 500 Euro gegenüber. Der städtische Anteil umfasst 7.500 Euro. Auch hier votierte der Ausschuss einstimmig für eine entsprechende Förderung.

Wahlaufruf Jens Beeck

Für mehr Informationen klicken Sie bitte auf das Bild #DenkenWirNeu
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Wir erleben es täglich: Deutschland verliert den Anschluss. Ganz wortwörtlich, wenn wir heute selbst in größeren Städten nicht mehr stabil mobil telefonieren können oder Tee durchgezogen ist, bis eine große Datei online versandt ist. Aber auch in unseren Strukturen, voll von Regeln und Bürokratie für alles und jeden. Manchmal sinnlos, oft völlig überzogen aber immer zeitraubend, enervierend und träge. Kehren wir zurück in unsere Tradition eines Landes der freien Dichter und Denker - machen wir Deutschland wieder flexibel, schnell und fit für die Herausforderungen der Zukunft. Mit weniger Bürokratie und mehr Herzblut für Frieden und Freundschaft in Europa und der Welt. Die Zukunft ist immer ungewiss: Aber sie bietet uns mindestens so viele Chancen wie Risiken. Nutzen wir sie. Zweitstimme FDP!

Glasfaser schlägt Kupferkabel

V.l.n.r. Marcel Büter (Regional Assistent), Jan van Veldhuizen (Regional Manager), Thomas Breer (Projektleiter FTTH Vertrieb), Jens Beeck, Rainer Levelink. Foto: Ingo Lüttecke
V.l.n.r. Marcel Büter (Regional Assistent), Jan van Veldhuizen (Regional Manager), Thomas Breer (Projektleiter FTTH Vertrieb), Jens Beeck, Rainer Levelink. Foto: Ingo Lüttecke
FDP-Kandidaten besuchen Deutsche Glasfaser

Meppen. Der FDP-Kandidat zur Bundestagswahl Jens Beeck aus Lingen und der FDP-Kandidat zur Landtagswahl Rainer Levelink aus Meppen informierten sich beim Unternehmen Deutsche Glasfaser über deren Projekte zum Thema Glasfaserausbau im Emsland. Auch die Technologie Glasfaser war Bestandteil des Gedankenaustauschs in der Meppener Niederlassung. Regional Manager Jan van Veldhuizen und Thomas Breer (Projektleiter FTTH Vertrieb) stellten die Vorzüge eines Glasfaseranschlusses dar: „Glasfaser erreicht so hohe und konstante Übertragungsgeschwindigkeiten wie sonst keine andere Technologie und ist deshalb das einzige Übertragungsmedium, das den Breitbandanforderungen der Digitalisierung gerecht wird.“ Das Unternehmen Deutsche Glasfaser investiert gezielt im ländlichen Raum in den Netzausbau, im Emsland u.a. in Geeste und in der Samtgemeinde Lengerich. Innerhalb definierter Gebiete, zumeist Ortskerne, wird bis in jedes Haus bzw. jede Wohnung eine Glasfaser verlegt.

Jens Beeck begrüßte die Investitionen des Unternehmens, stellte aber auch klar dass der flächendeckende Glasfaserausbau auch außerhalb dieser Ortskerne das Ziel sein muss. „Die Freien Demokraten möchten deshalb weg von den kurzfristig gedachten Förderungen durch den Bund in den Ausbau des Telekomnetzes“, so Beeck. „Stattdessen sollten auch Privatunternehmen von den Fördergeldern des Netzausbaus profitieren. So entsteht Wettbewerb und so gelingt auch die langfristige Finanzierung der Infrastrukturinvestitionen“, erklärte Rainer Levelink weiter. „Wir müssen den Weg ins Gigabitzeitalter mit einem eigenen Digitalisierungsminister gehen, der sich des Themas angemessen annimmt und für Glasfaserkabel an jede Haustür und mobiles Internet auch auf dem letzten Bauernhof sorgt“, fasste Jens Beeck zusammen.

38 Kinder haben in Lingen noch keinen Kitaplatz

Lingener Tagespost - Lokales vom 7.9.2017

Lingen. Derzeit stehen 38 Kinder auf der Warteliste für einen Kitaplatz in der Stadt Lingen. Das hat Horst Flachmann, Fachdienstleiter Jugendarbeit, in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Kinder- und Jugendzentrum Alter Schlachthof mitgeteilt.
„Wir stehen in Kontakt mit den Eltern, um diese Zahl zu reduzieren“, sagte Flachmann. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingt, die Lage in den nächsten Monaten weiter zu entspannen. Gegenwärtig stünden sechs freie Plätze zur Verfügung, erläuterte er bei der Vorstellung der Kitausbauplanung von 2018 bis 2021. Er sah ebenso wie der Ausschuss dringenden Handlungsbedarf für Baumaßnahmen.

Zahl der Krippenplätze rasant gestiegen

Eingangs verwies der Fachdienstleiter darauf, dass sich die Anzahl der Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren von 206 Plätzen im Kita-Jahr 2008/2009 auf 670 Plätze im Kita-Jahr 2017/2018 erhöht und damit mehr als verdreifacht hat. Hinzugekommen sei die Betreuung von Kindern durch Tagespflegepersonen. Hier engagiere sich die Stadt bei deren Ausbildung, betonte Flachmann.

48,1 Prozent der unter Dreijährigen betreut

Insgesamt werden in Lingen nach Angaben der Verwaltung heute 48,1 Prozent der Kinder in den ersten drei Lebensjahren in Krippen oder durch Tagespflegepersonen betreut. Tatsächlich sei die Anzahl der unter dreijährigen Kinder in Lingen von 1296 Kindern im Jahr 2008 auf nunmehr 1568 (Stand 2017) gestiegen –das ist ein Plus von 272 Kindern.295 neue Plätze erforderlich
Um den Bedarf an Plätzen in Krippen und Kitas zu decken, sind nach Flachmanns Angaben bis zum Kindergartenjahr 2019/2020 149 neue Krippenplätze und 146 weitere Plätze für über Dreijährige erforderlich.Erweitert werden sollen die Kitas Regenbogen, Bäumerstraße, Don Bosco, St. Franziskus, St. Marien, St. Josef, St. Michael, St. Bonifatius und St. Barbara. Flachmann kündigte an, dass die Stadt Gespräche mit den Trägern aufnehmen wolle, um dann in den politischen Gremien die zum Ausbau erforderlichen Beschlüsse herbeizuführen. „Wenn die Maßnahmen an den bestehenden Kitas nicht ausreichen, müssen wir über den Bau neuer Einrichtungen nachdenken“, meinte Flachmann.

Beeck und Fühner drücken aufs Tempo

Dies sahen auch die Ausschussmitglieder Jens Beeck (FDP) und Christian Fühner (CDU) so. Mit Blick auf die erforderliche Planungszeit drückten sie aufs Tempo, damit eine neue Kita rechtzeitig fertiggestellt werden könne. Uwe Dietrich (CDU), der auch Ortsbürgermeister von Holthausen ist, wunderte sich, dass es keinerlei Ausbaupläne für die Kitas in den Ortsteilen gebe. „Eine große Unbekannte ist, wie sich der Zuzug von Flüchtlingsfamilien in die Stadt entwickeln wird“, bemerkte Erster Stadtrat Stefan Altmeppen.

Schwierig, qualifiertes Personal zu finden

Im Übrigen unterstrich Flachmann, dass die größte Herausforderung nicht Baumaßnahmen seien, sondern darin bestehe, qualifiziertes Personal für die Kitas zu finden. Das bestätigte Holger Berentzen, der dem Ausschuss als stimmberechtiges, sachkundiges Mitglied angehört und sich als Dekanatsreferent auch um die Kitas in Trägerschaft der katholischen Kirche kümmert. „In den Kitas der Stadt ist das Personal sehr engagiert“, lobte er.

Geld für Integration von Migrantenkindern

Sandra Sollmann, Fachbereichsleiterin Schule und Sport, stellte die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Qualität in Kitas vor. Das Land fördert Personalausgaben für zusätzliche Kräfte, um die Integration von Migrantenkindern von drei Jahren bis zum Schuleintritt zu erleichtern. Dafür erhält die Stadt für dieses und das nächste Jahr zusammen 350.000 Euro.

„Mehr Transparenz durch Neuregelung“

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Flachmann die Änderung der Betriebskostenförderung der Kitas in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinden vor. Nach Darstellung von Holger Berentzen wird durch die Neuregelung mehr Transparenz hergestellt.

Weniger Bürokratie, mehr Bildung - Der Lingener Jens Beeck ist Bundestagskandidat der FDP

Auf der Internetseite der Lingener Tagespost ist auch ein Vorstellungsvideo zu sehen. Quelle: Lingener Tagespost. Foto: Caroline Theiling Brauhardt
Auf der Internetseite der Lingener Tagespost ist auch ein Vorstellungsvideo zu sehen. Quelle: Lingener Tagespost. Foto: Caroline Theiling Brauhardt
Lingener Tagespost - Südliches Emsland vom 06.09.2017

Lingen. Sollte die FDP bei der nächsten Bundestagswahl in den Bundestag einziehen, gehört der Lingener Rechtsanwalt Jens Beeck sicher zum Kreis der FDP-Abgeordneten, denn er steht auf der Landesliste auf Platz zwei.

Politik begleitet den 47-Jährigen seit vielen Jahren. Sein Interesse erwachte bereits während seiner Schulzeit an der Integrierten Gesamtschule Fürstenau, eine der wenigen Schulen, die in den 1980er Jahren ein Ganztagsangebot vorhielten. „Ein Politikkurs gab damals den Anstoß“, erinnert sich der Jurist. Obwohl sein Großvater eher Sozialdemokrat war, zog es den Lingener zu den Liberalen, bei denen er seit 1987 Mitglied ist. Zu seinen Vorbildern gehörte Hans-Dietrich Genscher, der für die FDP mehr als 30 Jahre im Bundestag saß. Oder auch Jürgen Möllemann, der mit Unterbrechungen auf knapp 30 Bundestagsjahre kam.

Seit 1991 im Stadtrat

Mit gerade einmal 22 Jahren kam Beeck, damals noch Jurastudent, 1991 in den Rat der Stadt Lingen, dem er seitdem angehört. Von 2006 bis 2011 übernahm er auch den Fraktionsvorsitz der FDP im Kreistag des Landkreises Emsland. Mit dem Vorsitz der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker in Niedersachsen kam im Jahre 2014 ein weiteres Amt hinzu. Einstimmig hatte der FDP-Kreisverband Emsland und Grafschaft Bentheim im März 2017 den Lingener zum Kandidaten für den Wahlkreis 31-Mittelems nominiert.

Schlanke Verwaltung

„Entbürokratisierung“ ist eines der vorrangigen Anliegen, die sich Beeck auf die Fahne geschrieben hat. „Eine schlanke Verwaltung wäre erstrebenswert. Man muss schneller, besser und flexibler reagieren“, so der Liberale. Seiner Meinung nach ist Deutschland zu behäbig geworden. In vielen Bereichen dauere es zu lange von einer Planung bis zur Ausführung.

Mehr Transparenz

Ein weiteres kritisches Thema ist in den Augen des Juristen die Umsatzsteuer. Zu wenig Transparenz sorge bei vielen Bürgen für Frust und Politikverdrossenheit. „Für Fruchtsaft gilt ein anderer Satz als die Frucht; bei Tierfutter ermäßigter, bei Babynahrung und Medikamenten der volle Steuersatz.“ Das sei einfach nicht nachvollziehbar.

Sozialrecht vereinfachen

Veränderungen wünscht sich der Politiker auch im Sozialrecht. So hätten seriöse Schätzungen ergeben, dass rund ein Drittel aller Hartz- IV-Bescheide falsch seien. Zahlreiche Widersprüche müssten vor Gericht entschieden werden. Weil aber die Regelungen so kompliziert geworden sind und ständig Änderungen unterworfen sind, vergehen oft Jahre, bis das Ende eines Verfahrens erreicht ist. Was bei der Bürokratie eingespart werden kann, muss seiner Meinung nach in bessere Bildung ab der Kita, in Infrastruktur und die soziale, innere und äußere Sicherheit investiert werden.

Für gleiche Bedingungen in Stadt und Land

Sollte der Schritt nach Berlin gelingen, möchte sich der Lingener für gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land einsetzen. Dazu gehören für ihn ein entsprechendes Mobilfunknetz, Breitbandanschlüsse und eine Infrastruktur mit besseren Anschlüssen über Schiene, Straße und Wasser. „Wenn wir hier die gleichen Chancen bekommen, können wir den Rest allein“, sieht er großes Potenzial im Emsland.

Kontakt zur Heimat erhalten

Den Kontakt in seine Heimat, mit der er sich eng verbunden fühlt, möchte der Lingener, einziger Emsländer unter den Kandidaten im Wahlkreis 31, ohnehin pflegen. Seine Kanzlei soll, wenn auch im geringeren Umfang, weiterlaufen. Erhalten bleiben sollen ebenfalls sein Ratsmandat sowie sein ehrenamtliches Engagement in sozialen Einrichtungen wie dem Hospizverein, dem Seniorenverein Gelingen, dem Tierschutzverein und der Aids-Hilfe.


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