FDP Emsland-Süd

Ein langer Atem ist unerlässlich - Perspektiven für 14-jährige Schulverweigerer und Menschen über 60

Lingener Tagespost - Lokales vom 22.09.2017

Eine Werkhalle des gemeinnützigen sozialen Wirtschaftsbetriebs Reholand ist Sitzungsort des Ausschusses für Familie, Soziales und Integration des Stadtrates Lingen gewesen. Auf dem Greiwehof in Darme wurden Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte vorgestellt.

Von Thomas Pertz

Lingen. Zielgruppe sind Menschen mit besonderen sozialen Problemen oder anderen Hemmnissen, die eine Aufnahme in den Arbeitsmarkt erschweren. Wie Geschäftsführer Alfons Hennekes erläuterte, sind aktuell 190 Arbeitnehmer bei Reholand beschäftigt. Davon gehören 67 zum Stammpersonal. Die anderen verteilen sich auf unterschiedliche Qualifizierungsmaßnahmen, Betreuungsformen und Beschäftigungsprojekte, mit denen verschiedene Ziele verknüpft sind. Die Stabilisierung der Persönlichkeit gehört ebenso dazu wie eine Vorbereitung auf ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis.

Was das im Einzelnen für einen Aufwand bedeutet, machten Hennekes und sein Kollege, Sozialpädagoge Stefan Käser, bei der Beschreibung ihrer Arbeit mit straffällig gewordenen jungen Menschen, Flüchtlingen und Schülern deutlich. Drei von ihnen sind gerade 14 Jahre alt und Schulverweigerer. „Unzuverlässig, arbeitsentwöhnt, fehlende Tagesstruktur“, fasste Hennekes Problemlagen zusammen.

Der soziale Wirtschaftsbetrieb bietet verschiedene Möglichkeiten an, eine davon ist die Jugendwerkstatt. Aber auch freizeitpädagogische Maßnahmen gehören dazu. Stefan Käser berichtete über eine Gruppe, die sich gemeinsam mit SKM-Mitarbeiter Georg Albers auf den Berlin-Marathon für Skater am kommenden Samstag vorbereitet. „So eine Aktion stärkt das Selbstbewusstsein“, betonte der Sozialpädagoge.

Käser und Hennekes verwiesen darauf, dass aufgrund der erheblichen persönlichen Defizite einzelner Teilnehmer an den Maßnahmen Rückschläge nicht ausbleiben würden, aber auch Erfolge zu verzeichnen seien wie die Aufnahme in ein festes Arbeitsverhältnis oder der Beginn einer Ausbildung. Erforderlich sei ein langer Atem. „Wir sind dankbar, dass Sie diese Arbeit machen“, würdigte Jens Beeck diesen Einsatz.

Dass sich dieser über alle Altersgruppen erstreckt, machte Hennekes am Beispiel des Projekts „Weiterbeschäftigung älterer Arbeitnehmer“ deutlich. Konkret geht es dabei um vier Frauen um die 60, die im Sozialen Kaufhaus auf dem Greiwehof von Reholand in Darme beschäftigt sind. Eine „Win-win“-Situation für alle, betonte der Geschäftsführer. Die Beschäftigungsförderung sichere die Arbeitsplätze der vier Mitarbeiterinnen, der Verkauf gebrauchter Waren wie Textilien, Hausrat etc. unterstützte Menschen mit geringem Einkommen, und die Aufarbeitung gebrauchter Werkstoffe sei ein Beitrag zum Umweltschutz. Die Personalkosten belaufen sich auf 84.560 Euro. An Einnahmen stehen 50.700 Euro zu Buche, Eigenmittel von Reholand belaufen sich auf 22.700 Euro. Der Förderanteil der Stadt beträgt 11.050 Euro. Der Ausschuss empfahl einstimmig eine städtische Förderung.

Das galt ebenso für das Projekt „Straffälligenhilfe“. Hier soll durch Qualifizierungsmaßnahmen eine Perspektive für ein späteres sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis geschaffen werden. Den Ausgaben in Höhe von 64.000 Euro stehen Einnahmen und Eigenmittel von 65. 500 Euro gegenüber. Der städtische Anteil umfasst 7.500 Euro. Auch hier votierte der Ausschuss einstimmig für eine entsprechende Förderung.

Wahlaufruf Jens Beeck

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Wir erleben es täglich: Deutschland verliert den Anschluss. Ganz wortwörtlich, wenn wir heute selbst in größeren Städten nicht mehr stabil mobil telefonieren können oder Tee durchgezogen ist, bis eine große Datei online versandt ist. Aber auch in unseren Strukturen, voll von Regeln und Bürokratie für alles und jeden. Manchmal sinnlos, oft völlig überzogen aber immer zeitraubend, enervierend und träge. Kehren wir zurück in unsere Tradition eines Landes der freien Dichter und Denker - machen wir Deutschland wieder flexibel, schnell und fit für die Herausforderungen der Zukunft. Mit weniger Bürokratie und mehr Herzblut für Frieden und Freundschaft in Europa und der Welt. Die Zukunft ist immer ungewiss: Aber sie bietet uns mindestens so viele Chancen wie Risiken. Nutzen wir sie. Zweitstimme FDP!

Glasfaser schlägt Kupferkabel

V.l.n.r. Marcel Büter (Regional Assistent), Jan van Veldhuizen (Regional Manager), Thomas Breer (Projektleiter FTTH Vertrieb), Jens Beeck, Rainer Levelink. Foto: Ingo Lüttecke
V.l.n.r. Marcel Büter (Regional Assistent), Jan van Veldhuizen (Regional Manager), Thomas Breer (Projektleiter FTTH Vertrieb), Jens Beeck, Rainer Levelink. Foto: Ingo Lüttecke
FDP-Kandidaten besuchen Deutsche Glasfaser

Meppen. Der FDP-Kandidat zur Bundestagswahl Jens Beeck aus Lingen und der FDP-Kandidat zur Landtagswahl Rainer Levelink aus Meppen informierten sich beim Unternehmen Deutsche Glasfaser über deren Projekte zum Thema Glasfaserausbau im Emsland. Auch die Technologie Glasfaser war Bestandteil des Gedankenaustauschs in der Meppener Niederlassung. Regional Manager Jan van Veldhuizen und Thomas Breer (Projektleiter FTTH Vertrieb) stellten die Vorzüge eines Glasfaseranschlusses dar: „Glasfaser erreicht so hohe und konstante Übertragungsgeschwindigkeiten wie sonst keine andere Technologie und ist deshalb das einzige Übertragungsmedium, das den Breitbandanforderungen der Digitalisierung gerecht wird.“ Das Unternehmen Deutsche Glasfaser investiert gezielt im ländlichen Raum in den Netzausbau, im Emsland u.a. in Geeste und in der Samtgemeinde Lengerich. Innerhalb definierter Gebiete, zumeist Ortskerne, wird bis in jedes Haus bzw. jede Wohnung eine Glasfaser verlegt.

Jens Beeck begrüßte die Investitionen des Unternehmens, stellte aber auch klar dass der flächendeckende Glasfaserausbau auch außerhalb dieser Ortskerne das Ziel sein muss. „Die Freien Demokraten möchten deshalb weg von den kurzfristig gedachten Förderungen durch den Bund in den Ausbau des Telekomnetzes“, so Beeck. „Stattdessen sollten auch Privatunternehmen von den Fördergeldern des Netzausbaus profitieren. So entsteht Wettbewerb und so gelingt auch die langfristige Finanzierung der Infrastrukturinvestitionen“, erklärte Rainer Levelink weiter. „Wir müssen den Weg ins Gigabitzeitalter mit einem eigenen Digitalisierungsminister gehen, der sich des Themas angemessen annimmt und für Glasfaserkabel an jede Haustür und mobiles Internet auch auf dem letzten Bauernhof sorgt“, fasste Jens Beeck zusammen.

38 Kinder haben in Lingen noch keinen Kitaplatz

Lingener Tagespost - Lokales vom 7.9.2017

Lingen. Derzeit stehen 38 Kinder auf der Warteliste für einen Kitaplatz in der Stadt Lingen. Das hat Horst Flachmann, Fachdienstleiter Jugendarbeit, in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Kinder- und Jugendzentrum Alter Schlachthof mitgeteilt.
„Wir stehen in Kontakt mit den Eltern, um diese Zahl zu reduzieren“, sagte Flachmann. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingt, die Lage in den nächsten Monaten weiter zu entspannen. Gegenwärtig stünden sechs freie Plätze zur Verfügung, erläuterte er bei der Vorstellung der Kitausbauplanung von 2018 bis 2021. Er sah ebenso wie der Ausschuss dringenden Handlungsbedarf für Baumaßnahmen.

Zahl der Krippenplätze rasant gestiegen

Eingangs verwies der Fachdienstleiter darauf, dass sich die Anzahl der Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren von 206 Plätzen im Kita-Jahr 2008/2009 auf 670 Plätze im Kita-Jahr 2017/2018 erhöht und damit mehr als verdreifacht hat. Hinzugekommen sei die Betreuung von Kindern durch Tagespflegepersonen. Hier engagiere sich die Stadt bei deren Ausbildung, betonte Flachmann.

48,1 Prozent der unter Dreijährigen betreut

Insgesamt werden in Lingen nach Angaben der Verwaltung heute 48,1 Prozent der Kinder in den ersten drei Lebensjahren in Krippen oder durch Tagespflegepersonen betreut. Tatsächlich sei die Anzahl der unter dreijährigen Kinder in Lingen von 1296 Kindern im Jahr 2008 auf nunmehr 1568 (Stand 2017) gestiegen –das ist ein Plus von 272 Kindern.295 neue Plätze erforderlich
Um den Bedarf an Plätzen in Krippen und Kitas zu decken, sind nach Flachmanns Angaben bis zum Kindergartenjahr 2019/2020 149 neue Krippenplätze und 146 weitere Plätze für über Dreijährige erforderlich.Erweitert werden sollen die Kitas Regenbogen, Bäumerstraße, Don Bosco, St. Franziskus, St. Marien, St. Josef, St. Michael, St. Bonifatius und St. Barbara. Flachmann kündigte an, dass die Stadt Gespräche mit den Trägern aufnehmen wolle, um dann in den politischen Gremien die zum Ausbau erforderlichen Beschlüsse herbeizuführen. „Wenn die Maßnahmen an den bestehenden Kitas nicht ausreichen, müssen wir über den Bau neuer Einrichtungen nachdenken“, meinte Flachmann.

Beeck und Fühner drücken aufs Tempo

Dies sahen auch die Ausschussmitglieder Jens Beeck (FDP) und Christian Fühner (CDU) so. Mit Blick auf die erforderliche Planungszeit drückten sie aufs Tempo, damit eine neue Kita rechtzeitig fertiggestellt werden könne. Uwe Dietrich (CDU), der auch Ortsbürgermeister von Holthausen ist, wunderte sich, dass es keinerlei Ausbaupläne für die Kitas in den Ortsteilen gebe. „Eine große Unbekannte ist, wie sich der Zuzug von Flüchtlingsfamilien in die Stadt entwickeln wird“, bemerkte Erster Stadtrat Stefan Altmeppen.

Schwierig, qualifiertes Personal zu finden

Im Übrigen unterstrich Flachmann, dass die größte Herausforderung nicht Baumaßnahmen seien, sondern darin bestehe, qualifiziertes Personal für die Kitas zu finden. Das bestätigte Holger Berentzen, der dem Ausschuss als stimmberechtiges, sachkundiges Mitglied angehört und sich als Dekanatsreferent auch um die Kitas in Trägerschaft der katholischen Kirche kümmert. „In den Kitas der Stadt ist das Personal sehr engagiert“, lobte er.

Geld für Integration von Migrantenkindern

Sandra Sollmann, Fachbereichsleiterin Schule und Sport, stellte die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Qualität in Kitas vor. Das Land fördert Personalausgaben für zusätzliche Kräfte, um die Integration von Migrantenkindern von drei Jahren bis zum Schuleintritt zu erleichtern. Dafür erhält die Stadt für dieses und das nächste Jahr zusammen 350.000 Euro.

„Mehr Transparenz durch Neuregelung“

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Flachmann die Änderung der Betriebskostenförderung der Kitas in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinden vor. Nach Darstellung von Holger Berentzen wird durch die Neuregelung mehr Transparenz hergestellt.

Weniger Bürokratie, mehr Bildung - Der Lingener Jens Beeck ist Bundestagskandidat der FDP

Auf der Internetseite der Lingener Tagespost ist auch ein Vorstellungsvideo zu sehen. Quelle: Lingener Tagespost. Foto: Caroline Theiling Brauhardt
Auf der Internetseite der Lingener Tagespost ist auch ein Vorstellungsvideo zu sehen. Quelle: Lingener Tagespost. Foto: Caroline Theiling Brauhardt
Lingener Tagespost - Südliches Emsland vom 06.09.2017

Lingen. Sollte die FDP bei der nächsten Bundestagswahl in den Bundestag einziehen, gehört der Lingener Rechtsanwalt Jens Beeck sicher zum Kreis der FDP-Abgeordneten, denn er steht auf der Landesliste auf Platz zwei.

Politik begleitet den 47-Jährigen seit vielen Jahren. Sein Interesse erwachte bereits während seiner Schulzeit an der Integrierten Gesamtschule Fürstenau, eine der wenigen Schulen, die in den 1980er Jahren ein Ganztagsangebot vorhielten. „Ein Politikkurs gab damals den Anstoß“, erinnert sich der Jurist. Obwohl sein Großvater eher Sozialdemokrat war, zog es den Lingener zu den Liberalen, bei denen er seit 1987 Mitglied ist. Zu seinen Vorbildern gehörte Hans-Dietrich Genscher, der für die FDP mehr als 30 Jahre im Bundestag saß. Oder auch Jürgen Möllemann, der mit Unterbrechungen auf knapp 30 Bundestagsjahre kam.

Seit 1991 im Stadtrat

Mit gerade einmal 22 Jahren kam Beeck, damals noch Jurastudent, 1991 in den Rat der Stadt Lingen, dem er seitdem angehört. Von 2006 bis 2011 übernahm er auch den Fraktionsvorsitz der FDP im Kreistag des Landkreises Emsland. Mit dem Vorsitz der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker in Niedersachsen kam im Jahre 2014 ein weiteres Amt hinzu. Einstimmig hatte der FDP-Kreisverband Emsland und Grafschaft Bentheim im März 2017 den Lingener zum Kandidaten für den Wahlkreis 31-Mittelems nominiert.

Schlanke Verwaltung

„Entbürokratisierung“ ist eines der vorrangigen Anliegen, die sich Beeck auf die Fahne geschrieben hat. „Eine schlanke Verwaltung wäre erstrebenswert. Man muss schneller, besser und flexibler reagieren“, so der Liberale. Seiner Meinung nach ist Deutschland zu behäbig geworden. In vielen Bereichen dauere es zu lange von einer Planung bis zur Ausführung.

Mehr Transparenz

Ein weiteres kritisches Thema ist in den Augen des Juristen die Umsatzsteuer. Zu wenig Transparenz sorge bei vielen Bürgen für Frust und Politikverdrossenheit. „Für Fruchtsaft gilt ein anderer Satz als die Frucht; bei Tierfutter ermäßigter, bei Babynahrung und Medikamenten der volle Steuersatz.“ Das sei einfach nicht nachvollziehbar.

Sozialrecht vereinfachen

Veränderungen wünscht sich der Politiker auch im Sozialrecht. So hätten seriöse Schätzungen ergeben, dass rund ein Drittel aller Hartz- IV-Bescheide falsch seien. Zahlreiche Widersprüche müssten vor Gericht entschieden werden. Weil aber die Regelungen so kompliziert geworden sind und ständig Änderungen unterworfen sind, vergehen oft Jahre, bis das Ende eines Verfahrens erreicht ist. Was bei der Bürokratie eingespart werden kann, muss seiner Meinung nach in bessere Bildung ab der Kita, in Infrastruktur und die soziale, innere und äußere Sicherheit investiert werden.

Für gleiche Bedingungen in Stadt und Land

Sollte der Schritt nach Berlin gelingen, möchte sich der Lingener für gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land einsetzen. Dazu gehören für ihn ein entsprechendes Mobilfunknetz, Breitbandanschlüsse und eine Infrastruktur mit besseren Anschlüssen über Schiene, Straße und Wasser. „Wenn wir hier die gleichen Chancen bekommen, können wir den Rest allein“, sieht er großes Potenzial im Emsland.

Kontakt zur Heimat erhalten

Den Kontakt in seine Heimat, mit der er sich eng verbunden fühlt, möchte der Lingener, einziger Emsländer unter den Kandidaten im Wahlkreis 31, ohnehin pflegen. Seine Kanzlei soll, wenn auch im geringeren Umfang, weiterlaufen. Erhalten bleiben sollen ebenfalls sein Ratsmandat sowie sein ehrenamtliches Engagement in sozialen Einrichtungen wie dem Hospizverein, dem Seniorenverein Gelingen, dem Tierschutzverein und der Aids-Hilfe.

Beschluss im Verkehrsausschuss - Kostenloses Parken für Elektroautos in Lingen

Lingener Tagespost - Lokales vom 06.09.2017

Lingen. Elektrofahrzeuge dürfen demnächst in Lingen maximal vier Stunden lang auf von der Stadt bewirtschafteten Parkplätzen kostenlos parken. Dies hat der Verkehrsausschuss der Stadt Lingen in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Nach zwei Jahren soll diese Maßnahme ausgewertet werden.

Die SPD-Fraktion hatte den Antrag eingebracht, dass Elektrofahrzeuge unbegrenzt kostenlos auf städtischen Parkplätzen parken dürfen. Zudem sollten Parkplätze mit kompatiblen Ladesäulen ausgestattet werden. Dieser Antrag wurde von der CDU so nicht mitgetragen. „Dies sollte nur für die oberirdischen städtischen Parkplätze mit einer maximalen Parkdauer von vier Stunden sowie nur für reine Elektrofahrzeuge und nicht für Hybridautos gelten“, erklärte CDU-Ratsherr Thomas Wilbers. Zudem solle ein entsprechender Beschluss nach zwei Jahren evaluiert werden. „Wir unterstützen die Förderung der Elektromobilität im notwendigen Maße. Es soll aber nicht dazu kommen, dass solche Parkplätze von Dauerparkern genutzt werden“, ergänzte Karl-Heinz Schwarz die Haltung der Christdemokraten.

41 Elektroautos in Lingen

Erster Stadtrat Stefan Altmeppen schlug ebenfalls vor, sich an der Höchstparkdauer auf den städtischen Parkplätzen zu orientieren. Er wies darauf hin, dass es am Pferdemarkt und bei den Stadtwerken schon zwei nur gering genutzte Ladestationen für Elektroautos gebe. „Die Stadtwerke haben einen Antrag gestellt, vier weitere mit jeweils zwei Ladepunkten aufstellen zu können“, erklärte Altmeppen. In Lingen seien aktuell 41 der insgesamt 31.000 Fahrzeuge Elektroautos.

Kritik an Antrag von Liberalem

Dirk Meyer (FDP) äußerte sich kritisch: „Nur weil etwas modern ist, muss das nicht richtig sein.“ Der Liberale wies mit Blick auf die Emissionen bei der Stromproduktion darauf hin, dass die Ökobilanz zwischen einem Elektro- und einem Dieselfahrzeug bis zu einer Fahrleistung von 100.000 Kilometern nahezu gleich sei. Zudem würden bei der Produktion der Batterien Ressourcen verbraucht, beispielsweise Feinerden, die im Kongo von Kindern abgebaut würden. Meyer erklärte zunächst, den Antrag der SPD abzulehnen, auch, weil durch eine Förderung der höherpreisigen Elektrofahrzeuge Leute subventioniert würden, die sowieso bessergestellt seien. Elektromobilität würde von anderer Seite schon mehr als genug gefördert.

Neues Instrument zur Förderung der Elektromobilität

Ralf Plaggenborg (SPD) verteidigte den Antrag seiner Fraktion: „Die Haltung der CDU knüpft daran an, dass sich Deutschland schwer damit tut, Elektromobilität zu fördern“, sagte er. In skandinavischen Städten betrage der Anteil von Elektroautos bis zu 60 Prozent. „Unser Antrag ist ein erster Denkanstoß. Uns geht es darum, dass Elektroautos auf ganz normalen Parkplätzen kostenlos parken dürfen“, erklärte Plaggenborg. Dies sei ein neues Instrument in Lingen, um Elektromobilität zu fördern.
Einstimmiger Beschluss

Ibrahim Hassan (Grüne) begrüßte den Antrag der SPD, schlug jedoch vor, die Abstimmung zu verschieben, um in der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses einen Kompromiss zu finden. Nachdem Ausschussvorsitzender Marc Riße (Bürgernahe) der SPD eine Sitzungsunterbrechung anbot, um über diesen Vorschlag nachzudenken, stimmten die Mitglieder des Verkehrsausschusses dann doch einstimmig dem Vorschlag von Verwaltung und CDU zu. Erster Stadtrat Altmeppen erklärte auf Nachfrage unserer Redaktion, dass dieser Beschluss noch vor Ende des Jahres umgesetzt werden könnte.

Wirtschaftsbetriebe wollen 2018 weitere Ladesäulen in Lingen und Lohne aufstellen

Wie eine Sprecherin der Wirtschaftsbetriebe Lingen auf Nachfrage mitteilte, sei es in den von ihrem Unternehmen bewirtschafteten Parkgaragen zeitnah nicht geplant, Elektroautos kostenlos parken zu lassen. Zunächst solle dort die notwendige Infrastruktur für Ladesäulen geschaffen werden. 2018 sei vorgesehen, jeweils in der Nähe des Linus, der Emslandarena, des Bonifatius-Hospitals und des Rathauses sowie in Lohne Ladesäulen aufzustellen.

Kuiter weltweit tätig - Jens Beeck (FDP) besucht Werkstätten für Innenausbau

Zu Besuch in Thuine
Zu Besuch in Thuine
Thuine. Mit ihren ca. 100 Mitarbeitern hat sich das Unternehmen Kuiter aus Thuine als kompetenter Zulieferspezialist im internationalen Messebau etabliert. Davon konnte sich Jens Beeck (Bundestagskandidat der FDP) im Gespräch mit dem Geschäftsführer Ansgar Kuiter und Adrian Kuiter vom Einkauf/Marketing überzeugen. Im Anschluss folgte eine Betriebsführung durch die Werkstätten für Innenausbau. Begleitet wurde er u.a. von Dirk Meyer aus Lingen (Landtagskandidat der FDP).

„Trotz der guten Auftragslage haben Handwerkunternehmen wie wir mit einigen schlechten Rahmenbedingungen der Politik zu kämpfen“, so Ansgar Kuiter im Gespräch. Zum einen verhindert eine schlechte digitale Infrastruktur den technologischen Fortschritt in der digitalen Welt. „Technische Zeichnungen werden von den Zulieferer und Auftraggeber digital an unsere Maschinen per Internet übertragen und direkt verarbeitet“ erklärte Adrian Kuiter. Ein weiteres Problem ist das Nachwuchsproblem im Handwerk. „Obwohl wir stolz sind fast alle unsere Mitarbeiter selbst ausgebildet zu haben, wird es zunehmend schwieriger Ausbildungsstellen zu besetzen.“ Hier wünscht sich das Unternehmen eine Stärkung der beruflichen Ausbildung, z.B. Ausbau und Förderung der dualen Ausbildung. Der wichtigste Knackpunkt in der täglichen Arbeitswelt sei aber die zunehmende Bürokratisierung. Ein Bespiel dafür sei die seit dem 1. August geltende Gewerbeabfallverordnung, welche eine noch strengere Mülltrennung und neue Dokumentationspflichten erfordert. „Es stehe zu befürchten, dass die Betriebe Dokumentationen „für die Schublade” erstellen. Die Behörden greifen allenfalls im Einzelfall darauf zu, die Belastung gerade für kleinere Unternehmen könnte aber sehr viel höher ausfallen.

Jens Beeck verdeutlichte abschließend dazu: „Wir Freie Demokraten wollen unternehmerische Freiräume stärken und bürokratische Belastungen vermindern. In dieser Legislaturperiode sind zusätzliche Belastungen, unter anderem durch die Mindestlohndokumentationspflichtenverordnung, die Arbeitsstättenverordnung und das Entgeltgleichheitsgesetz entstanden. Dies gilt es zu korrigieren.“ Die FDP strebe in der kommenden Wahlperiode mindestens einen Bürokratieabbau unter dem Motto „One in, two out“ an. Einzelne Bereiche müssten aber völlig neu geregelt werden. Etwa das Vergaberecht. Selbst oberste Behörden könnten dies nicht mehr rechtssicher anwenden, wie aktuelle Fälle aus dem Nds. Wirtschaftsministerium ebenso zeigten, wie die gescheiterte Bestellung von 5 Korvetten für die Bundesmarine durch das Bundesverteidigungsministerium. Für Kommunen sei Vergabe häufig nur noch mit externen Fachberatern möglich - das kostet Zeit und Geld, hat mit den Zielen fairen Wettbewerbs nur noch wenig zu tun und belastet die Teilnehmer von Ausschreibungen mit dicken Ordnern einzureichender Unterlagen. „Das können wir uns schlicht nicht mehr leisten - jetzt nicht, und im Zuge völlig neuer Wettbewerbssituationen durch die Digitalisierung noch weniger in der Zukunft“, so Beeck abschließend.

Jens Beeck (FDP) zu Besuch bei Schulte Trockenbau in Langen

Von links nach rechts: Norbert Brüggemann (Ratsherr Samtgemeinde Lengerich), Rainer Levelink (FDP-Landtagskandidat), Otto Schulte, Jens Beeck (FDP-Bundestagskandidat), Beate Laake (Vorstandsmitglied FDP Emsland), Ingo Lüttecke (Ratsherr Gemeinde Langen)
Von links nach rechts: Norbert Brüggemann (Ratsherr Samtgemeinde Lengerich), Rainer Levelink (FDP-Landtagskandidat), Otto Schulte, Jens Beeck (FDP-Bundestagskandidat), Beate Laake (Vorstandsmitglied FDP Emsland), Ingo Lüttecke (Ratsherr Gemeinde Langen)
Langen. Zu einem konstruktiven Gedankenaustausch kam es nun zwischen dem Bundestagskandidaten der FDP Jens Beeck aus Lingen und dem Unternehmen Schulte Trockenbau aus Langen. Begleitet wurde Beeck von Rainer Levelink (FDP-Kandidat zur Landtagswahl), Norbert Brüggemann (Ratsherr der Samtgemeinde Lengerich), Ingo Lüttecke (Ratsherr der Gemeinde Langen) und Beate Laake (Vorstandsmitglied der FDP Emsland).

Geschäftsführer Otto Schulte stellte sein Handwerksunternehmen, welches für kompetente Betreuung rund um den Trockenbau und Innenausbau steht, den interessierten Gästen vor. Mit über 20 hoch qualifizierten Mitarbeitern in der Montage verbindet das mittlerweile 19 jährige Unternehmen traditionelles Handwerk mit modernster Technik. Neben der Vorstellung des Unternehmens wurde auch über aktuelle Probleme des Handwerks gesprochen. „Das Handwerk hat derzeit ein Nachwuchsproblem, denn viele Schulabgänger bevorzugen ein Studium anstatt einer beruflichen Ausbildung“, erklärte Otto Schulte. Jens Beeck und die FDP möchte daher das in Deutschland erfolgreiche berufliche Bildungssystem stärken, zu dem die duale Ausbildung und die Abschlüsse der Höheren Beruflichen Bildung (zum Beispiel: Meister, Fachwirte und Betriebswirte) gehören. Auch die zunehmende Bürokratisierung kam zur Sprache. „Für eine Entbürokratisierung nicht nur im Handwerk, werden wir uns auf Landes- und Bundesebene einsetzen", versprach Beeck abschließend.

CDU-Kritik an Hausplan in Laxten 15 Wohneinheiten an Kiesbergstraße geplant – Beeck: Genau das, was wir wollen

Lingener Tagespost - Lokales vom 12.10.2017
Von Thomas Pertz

Eine längere Diskussion im Planungs- und Bauausschuss hat ein Bauvorhaben an der Kiesbergstraße 31 in Lingen ausgelöst. Auf dem Gelände des früheren Parkplatzes der Gärtnerei Dust entsteht ein Mehrfamilienhaus mit 15 Wohnungen.

Lingen. Wie Baudezernent Lothar Schreinemacher in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses erläuterte, ist ein lang gestreckter Baukörper entlang der Kiesbergstraße mit insgesamt 15 Wohnungen im Erdgeschoss, Ober- und Dachgeschoss vorgesehen. Die geplante Baumaßnahme entspreche dem geltenden Bebauungsplan dort und sei genehmigungsfähig.

Für die CDU-Fraktion erwiderte Uwe Hilling, dass die CDU „nicht sehr glücklich“ sei mit der Planung. Der Fraktionsvorsitzende bezog dies insbesondere auf die Länge des Gebäudes. „Wir hätten uns da durchaus eine Teilung gewünscht“, sagte der Fraktionsvorsitzende. Ähnlich äußerte sich sein Kollege Jürgen Herbrüggen. Es sei schwer vorstellbar, dass das Bauvorhaben „die Nachbarschaft bereichert“. Stadtbaurat Schreinemacher verwies darauf, dass die Alternative zur Bebauung dieses Grundstücks eine Bebauung im Außenbereich wäre. „Bevor ich aber nach außen gehe, ist es richtig, nach innen zu entwickeln“, sagte der Baudezernent.

Verwundert über die Kritik aus der CDU zeigte sich der FDP-Fraktionsvorsitzende Jens Beeck. „Es entsteht dort genau das, was wir wollen“, sagte Beeck zu dieser Bebauung von freien Grundstücken in bestehenden Wohnlagen der Stadt. Wenn dann aber konkret geplant werde nach den Maßstäben des bestehenden Bebauungsplans, sei es den Christdemokraten zu massiv. „Wenn wir an innerörtlichen Erschließungsstraßen nicht bauen dürfen – wo dann noch?“, fragte der Liberale abschließend.

Das Areal rund um die ehemalige Gärtnerei Dust erschließt der Lingener Investor Christoph Stöckler, der seine Pläne 2011 im Ortsrat Laxten vorstellte.

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Kommentar von Thomas Pertz:

Dass die CDU Probleme mit dem geplanten Mehrfamilienhaus an der Kiesbergstraße hat, ist verwunderlich. Denn was dort stattfindet, ist nichts anderes als Nachverdichtung: die Bebauung noch freier Grundstücke innerhalb einer Wohnsiedlung nämlich oder, wie an der Kiesbergstraße, die Umwandlung von Gewerbeflächen in neue Wohngebiete.

Eine solche Vorgehensweise ist sinnvoll, um den zunehmenden Flächenverbrauch einzudämmen und zugleich neue Wohnungen bauen zu können. Sie wurde in Lingen schon an verschiedenen Stellen umgesetzt. Darüber besteht auch Einigkeit zwischen den Ratsfraktionen. Wichtig ist natürlich, dass die Maßstäblichkeit des jeweiligen Bauvorhabens beachtet wird. Was maßstäblich ist oder nicht, lässt allerdings viel Interpretationsspielraum zu. Hier darf die Politik in Lingen aber ruhig auf die Fachkenntnis und das Fingerspitzengefühl von Stadtbaurat Schreinemacher vertrauen.

Die Lingener CDU führt viele gute Gründe an, wenn sie sich für eine weitere, behutsame Wohnbauentwicklung in den Ortsteilen einsetzt. Der Flächenverbrauch dort ist aber nur dann akzeptabel, wenn gleichzeitig auch Bauvorhaben wie die an der Kiesbergstraße möglich bleiben. Dies mag nicht jedem Nachbarn dort gefallen. Aber wer in der Stadt wohnt, kann nicht davon ausgehen, dass er aus dem Fenster stets auf unverbautes Land schaut.


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