FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 03.05.2014:

Ausbaggerung kostet rund 900 000 Euro

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Mit 900 000 Euro wird die Sanierung des Grundstücks der ehemaligen chemischen Reinigung „Nieveler“ an der Rheiner Straße in Lingen zu Buche schlagen. Der gesamte auszutauschende Boden, der mit Chlorkohlenwasserstoff (CKW) belastet ist, umfasst nach Angaben der Verwaltung 4500 Kubikmeter oder 9500 Tonnen.
Das hat Reinhard Lömker, Leiter Untere Wasserbehörde, den Mitgliedern des Umweltausschusses der Stadt Lingen mitgeteilt. Seinen Angaben zufolge soll das Vorhaben Ende Juni abgeschlossen sein.

Im Verlauf der Sitzung erläuterte Lömker weiter, dass erste Schäden bereits Mitte der 80er-Jahre festgestellt worden seien und es eine starke Belastung in unmittelbarer Nähe der Eisenbahn linie gibt. „Wir graben dort 2,50 Meter tief bis knapp über den Grundwasserspiegel“, erklärte der Chef der Unteren Wasserbehörde den Verlauf der Baggerarbeiten. „Die Durchführung gestaltet sich aber ausgesprochen schwierig, weil auf dem Grundstück sehr beengte Verhältnisse herrschen.“

Des Weiteren führte Lömker aus, dass sich der Schaden aber nicht nur auf das Grundstück an der Rheiner Straße beschränke. „Die verunreinigte Grundwasserfahne zieht sich inzwischen im Boden bis in das Gebiet des Alten Hafens und ist als Belastungsschwerpunkt zu werten.“ Dieser besondere Schwerpunkt werde deshalb auch ständig beobachtet.

Die Untere Wasserschutzbehörde erhofft sich durch den Sandabbau an der Rheiner Straße auch einen Rückgang oder Abbau der kontaminierten Grundwasserfahne. „Mit dem Versiegen der Quelle ist davon eigentlich auszugehen“, erklärte Lömker hoffnungsvoll den Sachverhalt. Gleichzeitig schob der Fachmann aber auch nach, dass man im Gebiet des Alten Hafens etwas unternehmen müsse, wenn sich die Hoffnungen nicht erfüllten.

Auf die Frage von Godula Süßmann von der Liberalen Fraktion, ob man deshalb auch die geplante Bebauung in diesem Quartier offen halten müsse, weil man ja sonst nicht mehr an den Herd der Verunreinigung käme, antwortete Lömker, dass dieses nicht nötig ist. Das kontaminierte Grundwasser werde über eigens mit Wasser angereicherten Bakterien herausgefiltert. „Dieser chemisch-biologische Abbau findet unterirdisch statt“, erläuterte der städtische Angestellte und ergänzte: „Deshalb bleibt die städtische Bebauung davon auch unberührt.“ Für die SPD wollte Stefan Wittler wissen, ob es auch im angrenzenden Bögengebiet Messstellen gebe und was die zuständige Behörde machen wolle, wenn hier im Grundwasser Verunreinigungen festgestellt würden. „Dann müssen wir handeln“, war die knappe Antwort vom Chef der Unteren Wasserbehörde, nachdem er versichert hatte, dass es auch hier Messstellen gäbe.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


FREI-BRIEF

Mitglied werden