FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 30.05.2013:

Sanierung des Marktplatzes wird verschoben

Fachausschuss trägt neue Überlegungen mehrheitlich mit – Noch keine genauen Zahlen

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Einstimmig hat der Planungs- und Bauausschuss (PBA) der Stadt Lingen am Dienstagabend entschieden, die Sanierung des Marktplatzes um sechs bis acht Monate (nach dem Kivelingsfest 2014) zu verschieben.
Dabei soll auf den generellen Austausch des vorhandenen Pflasters verzichtet, die vorhandenen Bäume weitestgehend erhalten und eine deutliche Steigerung der Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz erreicht werden.
Ferner waren die Mitglieder des PBA nicht nur der Meinung, dass der Arbeitskreis (Politik, Verwaltung, Anlieger) bei den Planungen beteiligt werden sollte, sondern die Wünsche der Anlieger unbedingt zu berücksichtigen seien.
Nachdem Georg Tieben, Leiter Tiefbauamt, einen Rückblick auf die Historie der Innenstadtsanierung mit ihren neu aufgebauten Einkaufsstraßen geworfen hatte, machte er deutlich, dass insbesondere der Marktplatz eine hohe Investitionssumme verschlinge. Vor diesem Hintergrund und aufgrund notwendiger Einsparungen sei die Verwaltung unter anderem zu der Überlegung gelangt, auf eine komplette Entfernung der Pflastersteine auf dem Marktplatz zu verzichten. Stattdessen solle nur partiell, bei besonders schadhaften Stellen, neues Pflaster eingesetzt werden.
Weiteren Ausführungen der Verwaltung zufolge soll im Rahmen der Baumaßnahmen die „Heilemann-Terrasse“ barrierefrei umgestaltet werden. Weitere Maßnahmen wie neues Mobiliar (Bänke), die Beleuchtung und die Stromversorgung sollen zur Attraktivitätssteigerung vorgenommen werden.
Ergänzend dazu erläuterte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone, dass für eine komplette Sanierung des Marktplatzes rund 1,2 Millionen Euro in die Hand genommen werden müssten, wobei alleine 570 000 Euro für den Austausch der Pflaster-Klinker veranschlagt worden seien.
„Das ist sehr viel Geld, und weil wir erst im nächsten Jahr mit der Sanierung beginnen werden, haben wir nun Zeit, uns in Ruhe mit der Politik und den Anliegern zusammenzusetzen, um die neuen Planungen miteinander zu diskutieren“, betonte Krone und ergänzte: „Wir wollen aus der guten Stube Lingens mit weniger Geld eine noch bessere machen.“

Seitens der CDU machte Uwe Hilling deutlich, dass trotz aller vorgestellten Sparmaßnahmen die Verkehrssicherheit auf dem Marktplatz hergestellt sein müsse. Außerdem seien bei den neuen Planungen zwingend die Wünsche der Anlieger zu berücksichtigen.
Als „gut und schön“ wertete Grünen-Ratsherr Michael Fuest den augenblicklichen Zustand des Marktplatzes, wobei es partiell natürlich Verbesserungen geben müsse. „Ganz wichtig“ sei vor diesem Hintergrund ein neues Beleuchtungskonzept.

Zweifel äußerte Jens Beeck, Liberale Fraktion, an dem neuen Sanierungskonzept der Verwaltung. Zwar trage man die Verbesserungen mit, doch sollte man am Marktplatz nicht mit Geld sparen, zumal es noch keine genauen Zahlen gebe. Beeck: „Wir haben die anderen Straßen saniert, und hier sollen wir jetzt aufhören?“

Keine Antwort vonseiten der Verwaltung, was denn eine Neuplanung koste und wie dann die Co-Finanzierung der Anlieger aussehe, bekam Margitta Hüsken, SPD. Sie befürchte, dass die späteren Kosten höher würden als die jetzt veranschlagten.
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