FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 29.02.2012:

Keine Mehrheit im Ausschuss für die „Sonnengrundschule Bramsche“

Lingener Tagespost - Lokales

Schulleiterstelle in Schepsdorf wird zum dritten Mal ausgeschrieben
lj Lingen. Mit großer Mehrheit hat der Schulausschuss des Rates den Antrag der Grundschule Bramsche abgelehnt, die Schule künftig „Sonnengrundschule Bramsche“ zu nennen. Zuvor hatte sich bereits der Ortsrat einstimmig dagegen gewandt.
Vonseiten der CDU (Heinz Tellmann und Uwe Hilling) sowie der Verwaltung wurde darauf verwiesen, dass die Grundschulen außerhalb der Innenstadt die Namen der jeweiligen Ortsteile tragen. Von dieser bewährten Regelung solle man nicht abweichen. Dr. Godula Süßmann (Fraktion „Die Liberalen“), Volker Becker (Die Bürgernahen) sowie Birgit Kemmer (Grüne) votierten für eine Namensänderung, um die Identifikation der Kinder mit ihrer Schule zu stärken.
Die kommissarische Leiterin der Grundschule, Anika Feldmann, erklärte gegenüber unserer Zeitung: „Parallel zu unserer Leitbildentwicklung ist die Namensgebung entstanden und daher für die Schulentwicklung von großer Bedeutung. Es ist kein willkürlicher Name, sondern er ist dadurch entstanden, dass die Werte, die wir als wichtig erachten, am stärksten gleichzusetzen sind mit den Elementen, die die Sonne betreffen.“
Zur Sprache kam in der Sitzung auch der Sanierungsbedarf an der Grundschule Damaschke. Reinhold Möddel, Fachbereichsleiter Schule und Sport, teilte mit, dass bis zum Sommer Pläne für die Erweiterung der Grundschule bzw. für eine gemeinsame Lösung mit dem Kindergarten vorgelegt werden sollen. Möddel äußerte die Hoffnung, dass das Vorhaben im Jahr 2013 umgesetzt wird.
Er gab ferner bekannt, dass die Schulleiterstelle der Grundschule Schepsdorf zum dritten Mal ausgeschrieben worden ist. Nach den Worten von Ausschussmitglied Werner Hartke (CDU) ist es ein unhaltbarer Zustand, dass sich die Leitung der Grundschule Darme auch um die Schule in Schepsdorf kümmern muss. Er kritisierte, dass Schulleiterstellen offenbar nicht lu-
krativ seien.
Auf Nachfrage von Elternvertreterin Dr. Andrea Thiel räumte Birgit Feld, Mitarbeiterin des Fachbereiches, ein, dass es Probleme mit der veralteten Heizungsanlage in der Pestalozzischule gibt. „Die Techniker sind aber schnell zur Stelle, um die Heizung wieder zum Laufen zu bringen.“
Schulbudget gebilligt
Bei drei Stimmenthaltungen billigte der Ausschuss das Schulbudget 2012. Es weist einschließlich der Abschreibungen einen Zuschussbedarf von über 5,5 Millionen Euro aus. Nach den Worten von Möddel beinhaltete der Eckwertebeschluss 2011 einen Zuschussbedarf von rund 3,8 Millionen Euro. „Die erhebliche Differenz ist den im Rahmen der doppelten Haushaltsführung erfolgten Veränderungen geschuldet.“
Heinz Tellmann (CDU), kritisierte, dass die SPD versucht habe, den Ende 2011 gefassten Beschluss, den auf Mittwoch, 5. September, festgelegten Termin für die Einschulung der Erstklässler zu korrigieren (siehe LT vom 30. Januar). Ausschussvorsitzender Hermann-Otto Wiegmann meinte hingegen, dass es legitim gewesen sei, über ein Thema zu diskutieren, wenn es neue Erkenntnisse gebe. Laut Birgit Feld hat die Landesschulbehörde am 12. Januar mitgeteilt, dass auch Samstag, 8. September, möglich sei. Mittlerweile hätten sich aber sämtliche Schulleiter für den 5. September ausgesprochen. Dabei bleibe es.

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Stadt hofft auf Zustimmung der Eltern
Büring: Zusammenlegung von Erich-Kästner-Schule und Overbergschule einzig vernünftige Lösung

Lingen. Die Stadt Lingen hofft darauf, dass die angestrebte Zusammenlegung der Erich-Kästner-Schule mit der benachbarten Overbergschule in Lingen zustande kommt.
Lingens Erster Stadtrat Dr. Ralf Büring appellierte in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses dringend an die Eltern, deren Kinder derzeit die beiden Schulen besuchen, sich an diesem Mittwoch noch an der Abstimmung über die Zukunft der beiden Grundschulen zu beteiligen. Die Schreiben können heute bis 24 Uhr in den Briefkasten des Rathauses am Haupteingang eingeworfen werden. Dann endet die Frist für die Abstimmung. Am morgigen Donnerstag wird ausgezählt. Büring empfahl den Eltern, einer Zusammenlegung der beiden Grundschulen als einzig vernünftiger Lösung zuzustimmen. Auch das Bistum habe sich zwischenzeitlich dafür ausgesprochen.
Derzeit besuchen 218 Kinder die beiden Schulen (178 die Overbergschule und 40 die Erich-Kästner-Schule). Pro Kind haben die Eltern eine Stimme. Haben diese mehr Kinder in einer der beiden Schulen, gibt es entsprechend mehr Stimmen, erläuterte der Erste Stadtrat.
Bis Dienstag lagen bei der Stadt rund 160 Schreiben vor, die Donnerstag geöffnet werden. Die Stadt sorgt sich nach Darstellung von Büring darum, dass die Zusammenlegung nicht zustande kommt, denn jede nicht abgegebene Stimme zählt als Neinstimme. Es bleibe festzuhalten, dass jeweils mehr als die Hälfte der Eltern beider Schulen zustimmen müssten, betonte Büring.
Er verwies darauf, dass es Handlungsbedarf gebe, weil die Einschulungszahlen für die Erich-Kästner-Schule (Gemeinschaftsschule) stark rückläufig sind. Seit diesem Schuljahr gibt es bereits kein erstes Schuljahr mehr. Für die Einschulung im August liegen nur fünf Anmeldungen vor; für die Overberg-schule als Grundschule für Schüler katholischen Bekenntnisses hingegen 52.
Nach den Worten des Ersten Stadtrates gilt der Grundsatz, dass die öffentliche Gemeinschaftsschule Vorrang vor der Bekenntnisschule hat. Jedes Kind müsse eine Gemeinschaftsschule auf zumutbarem Weg erreichen können. Büring berief sich dabei auf das Niedersächsische Schulgesetz. In Lingen gelte der Grundsatz: Kurze Wege für kurze Beine. Der stellvertretende Verwaltungschef hob noch einmal die Vorteile einer Zusammenlegung der Overberg-
schule mit der Erich-Kästner-Schule zu einer Schule für Schüler aller Bekenntnisse hervor. Das bedeute: Der bisherige Einzugsbereich der Erich-Kästner-Schule werde von dieser gemeinsamen Schule übernommen. Nach den derzeitigen Erkenntnissen sei eine Zweizügigkeit gesichert. Die Weiterführung des Namens Overbergschule sei möglich.
Gibt es keine Mehrheit für eine Zusammenlegung, müssen die städtischen Gremien über zwei Alternativen entscheiden: Zusammenlegung der Overbergschule mit einer weiteren Schule für Schüler katholischen Bekenntnisses oder Aufhebung der Erich-Kästner-Schule und Aufteilung des bisherigen Schuleinzugsbereiches auf die umliegenden Grundschulen.
Der Schulausschuss soll am 19. März zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über das Ergebnis der Elternabstimmung zu beraten.
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