FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 07.06.2011:

Jusos „entsetzt“ über Wiedorn, Willigmann und Supritz - „Persönliche Frustrationen in der Presse ausgebreitet“

Lingener Tagespost - Lokales
pe Lingen. Deutliche Kritik am Lingener SPD-Fraktionsvorsitzenden Hajo Wiedorn, seinem Fraktionskollegen Heinz Willigmann und den zu den Grünen übergewechselten, bisherigen SPD-Ratsherrn Peter Supritz haben die Lingener Jusos geübt. Sie seien „entsetzt“ über die Äußerungen der drei Kommunalpolitiker, teilten die Jungsozialisten in einer Erklärung mit. „Ich bin sehr enttäuscht von unseren Genossen, die es vorgezogen haben, Halbwahrheiten in der Presse kundzutun, statt zunächst das offene Gespräch mit den eigenen Mitgliedern zu suchen“, empörte sich Tim Kornblum, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Lingen, in der Erklärung.
„In der Vergangenheit wurde es unter anderem von diesen Genossen sträflich versäumt, sich um die Mitgliedspflege und um eine breite Basis zu kümmern. Das hatte zur Folge, dass dem SPD-Ortsverein Lingen der Unterbau fehlte. Nach der Oberbürgermeisterwahl konnte die SPD jedoch seit Langem wieder großen Zulauf verzeichnen, sodass der Schnitt von Alt zu Jung/Neu nach außen nun wesentlich drastischer scheint, als er ist“, so Andreas Kröger, Vorsitzender der Jusos Lingen.
Wie Juso David Hagenbäumer in der Mitteilung hinzufügte, habe es auch keine Alternative gegeben, um die Lingener SPD zukunftsfähig zu machen. „Die SPD selbst befindet sich bereits wieder im Aufwind mit vielen neuen Mitgliedern, neuen Konzepten, neuen Ideen, neuen Vorgehensweisen, welche unsere jungen und älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in gleichem Maße ansprechen werden. Genau wie im Oberbürgermeisterwahlkampf 2010 waren auch hier die Jusos bei der Erneuerung der SPD eng mit eingebunden worden“, erklärte Sanjay Singh, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Lingen.
„Wie ein Schlag ins Gesicht“ wirkt es daher nach eigener Darstellung auf die Jusos, wenn das Aufstellen der Listen für die Kommunalwahl 2011 in demokratischen Wahlen als „Demontage“ bezeichnet werde. Dies hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Hajo Wiedorn gegenüber unserer Zeitung erklärt. Nicht akzeptabel ist nach Auffassung der Jusos auch, die Mitwirkung in offenen Arbeitskreisen als „Untergrund“, sowie das Verwirklichen von Konzepten zur Verjüngung und Neuorientierung der SPD als „Hatz“ zu bezeichnen. Letzteres hatte Heinz Willigmann in einem Gespräch mit der LT geäußert.
„Wie die Fahne im Wind“
Ebenso kein Verständnis haben die Jusos „für Ex-Genossen, welche die politische Richtung während der laufenden Legislaturperiode wie die Fahne im Wind wechseln und sich dadurch noch bei einer anderen Partei einen guten Listenplatz für die kommende Wahl erhoffen“. Diese heftige Kritik zielte auf Peter Supritz ab.
„Die Jusos haben stets zu den erfahrenen SPD-Mitgliedern aufgeblickt und sind sich deren große Verdienste für die Partei in früheren Zeiten bewusst“, hob Tim Kornblum hervor. Es sei umso bedauerlicher für die Jusos, mit ansehen zu müssen, „dass anscheinend persönliche Frustrationen in der Presse öffentlich ausgebreitet werden und dabei der Wille und die Interessen der absoluten Mehrheit der Partei bewusst ignoriert werden“, heißt es weiter.
Von derartigen Handlungsweisen und Äußerungen der Genossen, wie es in der letzten Woche zu lesen gewesen sei, würden sich die Jusos distanzieren. „Das ist nicht der Ton und die Art, den Jusos pflegen oder gar in Zukunft pflegen werden.“
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