FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 29.11.2010:

Wasserkraftwerk: Strom für 1600 Haushalte - Ester: Frühestmöglicher Baubeginn im Spätsommer 2011 - Kosten: Sechs Millionen Euro

So ähnlich soll das Wasserkraftwerk Hanekenfähr nach seiner Fertigstellung aussehen. Bildrechte: Stadtwerke Lingen
So ähnlich soll das Wasserkraftwerk Hanekenfähr nach seiner Fertigstellung aussehen. Bildrechte: Stadtwerke Lingen
Lingener Tagespost - Lokales
lj Lingen. Frühestmöglicher Baubeginn für die Wasserkraftanlage an der Wehranlage Hanekenfähr soll im Spätsommer des nächsten Jahres sein. Das teilte Arno Ester, Geschäftsführer der Stadtwerke Lingen, in der Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Lingen mit. Er bezifferte die Kosten mit sechs Millionen Euro. Inzwischen wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.
Da die Anlage auf Elberger Seite (Gemeinde Emsbüren) liegt, mussten die Stadtwerke das Einvernehmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises herstellen. „Die Behörde begrüßt das Vorhaben ausdrücklich“, betonte Ester. Zustimmend äußerte sich auch Grünen-Ratsherr Michael Fuest. „Schade ist nur, dass die Anlage nicht schon vor zehn oder 15 Jahren gebaut wurde.“
Nach Angaben von Ester soll die Anlage nach Fertigstellung Strom in einer Größenordnung liefern, die 1500 bis 1600 Haushalte versorgen kann. Laut Ester wird das Projekt den Fischen zum Vorteil gereichen. Vorgesehen sei die Anlegung eines Fischpasses, damit stromaufwärts ziehende Fische durch das Wehr nicht behindert werden. Die jetzige Lachstreppe erfülle nicht ihre Funktion.
„Äußerst enttäuscht“ reagierte Fuest auf die Antwort des Kernkraftwerkes Emsland (KKE) auf eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema „Geplante Reduzierung der Sicherheit bei Atomkraftwerken“ im Zusammenhang mit der geplanten Verlängerung der Laufzeiten von Atommeilern in Deutschland.
„Frechheit“
In einer kurzen Stellungnahme des KKE heißt es u.a.: „Die Anfrage beschäftigt sich weder mit den sogenannten neueren Reaktoren noch mit dem KKE im Besonderen. Gerne wollen wir aber bestätigen, dass im KKE alle bislang bundesweit diskutierten Nachrüstmaßnahmen zur weiteren Verbesserung der Sicherheit der Anlage umgesetzt wurden. Die Einrichtungen zur weiteren Reduzierung der Auswirkungen eines eventuellen terroristischen Flugzeugangriffs befinden sich im Genehmigungsverfahren. Das KKE wird auf der Grundlage der Betriebsgenehmigung betrieben.
Nach Meinung von Fuest grenzt „diese pauschale Antwort schon fast an Frechheit.“ Peter Scholz (CDU) sah dies nicht so. Er verwies auf die „offene Informationspolitik“ des Kernkraftwerks.
Fachbereichsleiter Hans-Josef Lis teilte mit, dass der Leiter der Kraftwerke am Standort Lingen, Dr. Hubertus Flügge, bereit wäre, im Ausschuss zu dem Thema zu referieren.
Nährstoffbelastung
Der Leiter der Unteren Wasserbehörde, Reinhard Lömker, nahm zur starken Nährstoffbelastung des Dieksees durch oberirdische Zuflüsse Stellung. Er schloss sich der Empfehlung eines Gutachters an, als erste Maßnahme den Gauerbach umzuleiten.
Fachbereichsleiter Lis gab bekannt, dass der Rückbau der beiden Sohlgleiten im Lingener Mühlenbach in Kürze abgeschlossen wird. Der Maßnahmenplan für den Teglinger Bach und seine Nebengewässer wird voraussichtlich zu Beginn des nächsten Jahres fertiggestellt. Auf Anfrage von Martin Koopmann (CDU) teilte die Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, Karin Schreiner, mit, dass die naturnahe Umgestaltung des Bramscher Mühlenbachs und des Südbachs in diesem Jahr noch nicht erfolgen konnte und auf 2011 verschoben werden musste.
Gärtnermeister Horst Feltrup vom Fachdienst Bauhof gab ausführliche Berichte über die Entnahme von städtischen Bäumen aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht und über die Grünanlagen- und Baumpflege 2010. Nach seinen Angaben waren 27 Bäume nach dem Sturm am 12. Juli nicht mehr zu retten.
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