FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 13.06.2018:

Kurzfristige Sperrungen - Eichenprozessionsspinner macht vor Lingener Spielplätzen nicht halt

Lingener Tagespost - Lokales vom 13.06.2018
Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Bei ihren wöchentlichen Sichtkontrollen der Lingener Spielplätze finden die Mitarbeiter der Firma Reholand häufig Nester des Eichenprozessionsspinners. Die Härchen der Raupen können allergische Reaktionen auslösen.

„Wir finden fast jeden Tag Nester – und nicht nur eines“, schilderte Herbert Kuer von Reholand jetzt die Situation in der jüngsten Sitzung des Beirates Spielräume der Stadt Lingen. Bei Gefahr würden die Spielplätze kurzfristig bis zur Beseitigung der Nester durch eine Fachfirma gesperrt. „Das haben wir kürzlich beim Spielplatz am Jägerplatz so gemacht“, erklärte Kuer. Reholand würde das Auftreten des Eichenprozessionsspinners sofort an die Stadt Lingen beziehungsweise deren Bauhof melden. „Die schicken sofort jemanden“, versicherte Kuer auf Nachfrage von Ratsherr Marc Riße (Bürgernahe).

Vom Juckreiz bis zu lebensbedrohlichen Reaktionen

Wie gefährlich die Raupe für den Menschen sein kann, sagte Dr. Michael Adams, CDU-Ratsherr und Arzt, im Beirat Spielräume: „Das reicht bei Berührung oder Kontakt mit durch die Luft fliegenden Härchen von einem starken und länger andauernden Juckreiz bis hin zu lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen“, erklärte der Mediziner.

Menschen über das Problem aufklären

FDP-Ratsherr Dirk Meyer schlug angesichts dessen vor, die Menschen besser über das Problem aufzuklären. Dies sah auch Georg Lohmann (CDU) so: „Wir können nicht alle Nester des Eichenprozessionsspinners sofort bekämpfen.“

Vorkommen online melden

Riße forderte, eine Telefonnummer zu nennen, unter der auch am Wochenende Nester der Raupe gemeldet werden könnten. „Im Zweifel ist am Wochenende die Polizei der richtige Ansprechpartner“, erklärte Andreas Witt vom Fachdienst Schule und Sport. Diese würde städtische Stellen dann verständigen. Frank Botterschulte, Leiter des Fachbereiches Jugendhilfe, Arbeit und Soziales, bat die Bürger darum, auch am Wochenende, per Meldeformular auf der Homepage der Stadt Vorkommen von Nestern des Eichenprozessionsspinners mitzuteilen.

Fachfirmen zur Beseitigung sind ausgelastet

In Gesprächen mit unserer Redaktion am Rande der Sitzung wurde deutlich, dass nicht jedes Nest des Eichenprozessionsspinners sofort bekämpft werden kann. Die entsprechenden Fachfirmen, die die Nester Absaugen würden, seien aktuell sehr stark ausgelastet, hieß es.
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