FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 02.11.2016:

Eine weitere Ampel für den Lingener Langschmidtsweg - Diskussion über Ausdehnung eines Tempo-30-Bereichs

Lingener Tagespost - Lokales

Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Die Sanierung des Langschmidtswegs im Lingener Stadtteil Reuschberge hat begonnen. Über Details wurde jetzt im Verkehrsausschuss der Stadt Lingen diskutiert.

Die Verwaltung präsentierte einen Vorschlag, der den vom Planungs- und Bauausschuss (PBA) im September 2016 beschlossenen Sanierungsplan ergänzt. Dabei wurden auch Vorschläge, die von Anwohnern auf einer Bürgerversammlung gemacht worden waren, berücksichtigt.

An der südlichen Einmündung der Emsauenallee im Bereich des geplanten Nahversorgers ist eine sogenannte Dunkelampel geplant, die lediglich auf Anforderung eines Fußgängers umspringt. An den Einmündungen der Seitenstraßen soll der Asphalt der Fahrbahn von einer ebenen farbigen Pflasterfläche unterbrochen werden, um die Aufmerksamkeit der Autofahrer an diesen Stellen zu erhöhen. Im Bereich der Einmündung Josef-Terstiege-Straße soll sogar leicht aufgepflastert werden. Außerdem soll dort ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern gelten.

Uwe Hilling, CDU-Fraktionschef im Lingener Stadtrat und Vorsitzender der Interessengemeinschaft Reuschberge, beantragte, dieses Tempolimit bis hinter die in nördlicher Richtung nächste Kurve des Langschmidtweges auszudehnen. Doch an diesem Antrag schieden sich die Geister. Ralf Plaggenborg (SPD) sah dies skeptisch. „Der Langschmidtsweg ist mehr als eine reine Wohnstraße. Die Gestaltung ist schon jetzt grenzwertig“, lehnte der Sozialdemokrat die Ausdehnung des Tempolimits ab. Jens Beeck (FDP) schloss sich Plaggenborg an. „Man muss weiter für die Flüssigkeit des Individualverkehrs sorgen. Man kann Einschränkungen machen, muss aber überlegen, wo der Verkehr dann laufen soll“, forderte Beeck die Verwaltung auf, einmal Planungen für ein Vorfahrtsstraßennetz in Lingen insgesamt vorzulegen. Auch Marc Riße (Bürgernahe) war der Ansicht, dass eine Tempo-30-Zone „uns nicht weiterbringt“. Der Langschmidtsweg ist im städtischen Verkehrsentwicklungsplan als „verkehrswichtige Straße mit innerstädtischer Verkehrsfunktion“ festgeschrieben und dient auch als Entlastungsstraße für den Konrad-Adenauer-Ring.

Ansonsten wurden die Pläne fraktionsübergreifend gelobt. Hilling: „Der Ausbau ist zwingend erforderlich. Das Verfahren der Beratung im PBA, der Bürgerbeteiligung und der Beratung im Verkehrsausschuss ist vorbildlich.“ Plaggenborg sprach von einer „sehr guten Planung“, und Michael Fuest (Grüne) meinte, dass die „meisten Punkte sehr gut durchdacht“ seien.

Die Planungen der Verwaltung wurden im Verkehrsausschuss einstimmig beschlossen. Dem Antrag von Hilling, das Tempolimit auszudehnen, stimmte gegen das Votum der SPD eine Mehrheit zu.
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