FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 02.09.2016:

Nicht nur politische Kümmerer - Viele Ehrenämtler bei der FDP

Lingener Tagespost - Lokales

„Hören was ist – machen was geht“: So ist das Programm der FDP in Lingen zur Kommunalwahl am 11. September überschrieben.

Von Thomas Pertz

Bewerben sich für die Freien Demokraten um ein Mandat (von links): Ingrid Hermes, Anna Matern-Bandt und der FDP-Vorsitzende Jens Beeck. Foto: Thomas Pertz
Bewerben sich für die Freien Demokraten um ein Mandat (von links): Ingrid Hermes, Anna Matern-Bandt und der FDP-Vorsitzende Jens Beeck. Foto: Thomas Pertz
Lingen. Natürlich ist Jens Beeck nicht das einzige Gesicht der FDP in Lingen, aber das Bekannteste gleichwohl. Wobei nicht jeder, der den Juristen kennt, ihn sofort mit seinem kommunalpolitischen Engagement in der Stadt Lingen verbindet. Beeck ist nämlich ehrenamtlich auch in sozialen Bereichen unterwegs, ob in der Aidshilfe, beim Seniorenverein „Gelingen“ oder im Tierschutzverein. Es ist ohnehin ein typisches Merkmal auch für andere FDP-Kandidaten in Lingen wie Anna Matern-Bandt oder Ingrid Hermes, dass sie nicht nur politische Kümmerer sind.

Beeck, seit 1991 im Lingener Stadtrat für die Liberalen aktiv, hat dort in all den Jahren immer nur wenige Mitstreiter gehabt. Das politische Handtuch zu werfen ist aber seine Sache nicht. Seine Wortbeiträge im Rat und in den Ausschüssen sind auch für diejenigen hörenswert, die seine Meinung nicht teilen. Es sei die profunde Sachkenntnis bei der FDP gewesen, die es nicht nötig habe, polemisch zu werden, die sie zu einer Kandidatur um ein Mandat bewegt habe, sagt Anna Matern-Bandt. Für Ingrid Hermes, die neues Mitglied in der FDP ist, ist es auch eine bewusste Entscheidung gewesen. Gerade der ehrenamtliche Einsatz der Mitglieder sei ein Punkt, der sie besonders anspreche, sagt die Vorsitzende des Vereins Gelingen.

Auf knapp 20 Seiten haben die Freien Demokraten in Lingen zusammengefasst, für was sie stehen und wohin sie wollen. „Es ist auch für einen selbst ein guter Leitfaden“, sagt Beeck.

Und wofür stehen die Liberalen? Ihre Einsatzfelder sehen sie unter anderem in Aktivitäten für mehr Bürgerservice in der Verwaltung, für die Erhaltung der vielfältigen Vereins- und Ehrenamtskultur, eine Betreuung und Bildung auf Topniveau und beim Thema Flüchtlinge in Maßnahmen, die von einer Willkommens- zur Weiterkommenspolitik führen.

Dass dies alles nur mit soliden Finanzen der Stadt Lingen zu realisieren ist, versteht sich für die FDP von selbst. Beeck ist ein regelmäßiger Mahner im Finanzausschuss, was einen sorgsamen Blick auf die Entwicklung der Schulden der Stadt anbelangt. Rechne man die Eigenbetriebe der Stadt hinzu, habe sich deren Verschuldung in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Entscheidungswege im Rathaus zu verkürzen, könne auch Gelder einsparen, so der Rechtsanwalt.

Aufgaben aus Spargründen abzugeben, wie zum Beispiel das Jugendamt oder die Untere Naturschutzbehörde, das wollen er, Matern-Bandt und Hermes aber nicht. Die kurzen Wege für Alleinerziehende, Familien, Vereine und Verbände zum Rathaus seien in der Summe das, was zum Lebensgefühl in Lingen beitragen würde. Knapp drei Prozent hat die FDP bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren bekommen. „Die wollen wir nicht wiederhaben“, betont Beeck und hofft auf größeren Zuspruch. Zumal alle Kandidaten der Freien Demokraten durch ihre ehrenamtliche Einbindung in Vereinen und Verbänden gut vernetzt sind. Große politische Mehrheiten hätten es am Ende nicht mehr nötig, um die beste politische Lösung zu ringen, meint Anna Matern-Bandt. Dabei hätten alle Parteien und Gruppierungen Ideen, die es gelte wertzuschätzen.

„Absolute Mehrheiten erdrücken so manches“, betont auch Beeck und erinnert an eine Veranstaltung, die die CDU vor einiger Zeit im Strootgebiet organisiert habe. Sie habe dort den Eindruck erweckt, sich zu kümmern, aber der Zuschuss für die Umgestaltung des Brunnenparkes sei auf 2017 verschoben worden, ebenso die Planung für den Ausbau des Stadtteiltreffs Stroot.

Was die Liberalen bei ihren Gesprächen mit den Bürgern am Wahlstand verstärkt wahrnehmen, sind Fragen zum Thema Flüchtlinge. Die Position der Freien Demokraten: Ein humanitärer Schutz für Bürgerkriegsflüchtlinge bis zum Kriegsende, verbunden mit der klaren Perspektive, Deutschland dann wieder verlassen zu müssen, und ein Einwanderungsgesetz, das klar definiert, wer dauerhaft in Deutschland bleiben kann und wer nicht. „Es werden Ängste formuliert, die auch erlaubt sein müssen“, erklärt Ingrid Hermes. Wichtig sei, dass darüber gesprochen werde und eine klare Haltung zum Ausdruck komme.
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