FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 17.08.2016:

FDP Emsland: Dozenten werden ausgebeutet

Lingener Tagespost - Kreis Emsland

Von Hermann-Josef Mammes

Meppen. 180 Mitglieder zählt die FDP im gesamten Emsland. Die Anzahl sei seit Jahren konstant. In einem Pressegespräch stellten sechs Kandidaten ihre Ziele für die Kreistagswahl am 11. September vor.

FDP-Vorstandsmitglied und Kreistagsabgeordneter Tobias Kemper erläuterte in einem Pressegespräch mit Parteifreunden in Meppen wichtige Ziele für die kommende Wahlperiode. Vorab kritisierte er die schlechte Informationspolitik der Kreisverwaltung. Hier würden die Oppositionsparteien auch von Landrat Reinhard Winter häufig erst nach der CDU-Mehrheitsfraktion informiert. Kemper wünscht sich ein Vorgehen wie im Meppener Stadtrat: „Hier informiert Bürgermeister Helmut Knurbein die Fraktionsvorsitzenden in Sondersitzungen immer gleichzeitig über wichtige Angelegenheiten.“

Zu den Forderungen der Liberalen gehört weiterhin die Abschaffung der Jagdsteuer auf Kreisebene. FDP-Kandidat Franz Bröker aus Stavern erinnerte daran, dass Jäger bereits häufig „selbst viel Geld zum Beispiel für die Pflege und das Anlegen von Grünstriefen in die Hand nehmen“. Für diesen aktiven Naturschutz würden sie durch die Steuer noch bestraft.

Abgeschafft gehört für den FDP-Bewerber Berthold Schligten auch das Nachtangelverbot in Teilen des Landkreises. Gerade für viele Jugendliche sei der Angelsport eine sehr sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Der FDP-Kandidat Clemens Paul Schulte fordert den Landkreis Emsland zudem auf, seine Ausschreibungen für Fortbildungsmaßnahmen zu ändern. Aufgrund der niedrigen Honorarsätze seien Bildungsträger wie die Volkshochschulen gezwungen, Dozenten „sehr schlecht zu bezahlen“. „Freie Mitarbeiter der VHS werden auf diesem Weg ausgebeutet“, sagte Schulte. Sie müssten mit 1200 Euro netto im Monat auskommen. Dies führe auch zu erheblichen Qualitätsverlusten bei Fortbildungsmaßnahmen.

Die FDP-Politiker monierten in diesem Zusammenhang auch die Ausschreibungen für die Reinigungen der kreiseigenen Schulen und Verwaltungsgebäude. Auch hier führten die Konditionen der Ausschreibungen dazu, dass „Putzfrauen finanziell ausgequetscht werden“.
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