FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 27.07.2016:

Geschäftsmann ärgert sich über Verwaltung -Thomas Vocasek: Erst aus der Zeitung von Baumaßnahme am Kreisverkehr erfahren

Lingener Tagespost - Lokales

Thomas Vocasek ist verärgert. Nicht, weil im Kreisverkehr an der Lingener Burgstraße gebaut wird. Der Geschäftsmann, der unmittelbar neben dem Kreisel einen Handyladen betreibt, fühlt sich nicht zeitgerecht über die Baumaßnahme informiert.

Von Wilfried Roggendorf

Lingen. „Ich merke einen Kundenrückgang“, sagt Vocasek, der sich das Ladenlokal direkt neben dem Fußgängerüberweg an der Wilhelmstraße bewusst ausgesucht hat. „Ich rechne mit der Laufkundschaft. Sonst hätte ich mein Geschäft ja auch in meinen Privaträumen in Laxten eröffnen können“, erklärt er. Seit der Kreisverkehr gesperrt sei, kämen gefühlt 50 Prozent weniger Kunden.

Dabei habe er nichts gegen die Baustelle als solche, betont Vocasek. „Manche Maßnahmen sind nun einmal notwendig.“ Aber er hätte sich gefreut, wenn er früher informiert worden wäre. „Ich habe erst zwei Tage vor Beginn der Arbeiten aus der Lingener Tagespost davon erfahren.“ Wäre Vocasek deutlich früher informiert worden, hätte er seinen Urlaub in die Bauphase gelegt. Jetzt schließt er für zwei Wochen, wenn die Bauarbeiten beendet sein werden.

Hätte er früher Bescheid gewusst, hätte er mit entsprechenden Werbemaßnahmen dem Kundenrückgang entgegengesteuert. Auch eine bessere Ausschilderung an den Absperrungen, welche Geschäfte und Parkmöglichkeiten erreichbar sind, hätte sich Vocasek gewünscht. „Nur ‚Frei bis Baustelle‘ reicht da nicht aus“, sagt er.

Seine Anmerkungen hatte er Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Martin Gall am 19. Juli 2016 per E-Mail mitgeteilt. Doch auf eine Antwort wartete er zunächst vergeblich. Ulrich Boss, ebenfalls Geschäftsführer der Stadtwerke Lingen, erklärt auf Nachfrage unserer Redaktion: „Hans-Martin Gall ist im Urlaub, eine automatische Abwesenheitsnotiz war nicht eingestellt und das Büro nicht besetzt.“ Dies sei ein Fehler der Stadtwerke, für den er um Entschuldigung bitte.

Eine Entschuldigung, die mittlerweile auch Vocasek erreicht hat. „Ulrich Boss hat mich unmittelbar nach der Anfrage der Tagespost angerufen“, berichtet Vocasek. In der Sache wolle er sich jetzt noch einmal mit den Stadtwerken zusammensetzen und die „Angelegenheit konstruktiv besprechen“.

Schreiben vom 10. Juni

Boss hatte zuvor erklärt, dass alle unmittelbaren Anlieger des Kreisverkehres mit einem Schreiben vom 10. Juni einen Monat vor Beginn über die Baumaßnahme informiert worden seien. „Herr Vocasek hat wohl keins erhalten, weil sein Geschäft ein Stück in der Wilhelmstraße liegt“, sagt Boss. Der Stadtwerke-Geschäftsführer weist aber auf eine Zeitungsanzeige vom 2. Juli hin. „Darin haben wir die Maßnahme öffentlich angekündigt.“

Die Stadt Lingen, die in einer wenige Zeilen umfassenden Mitteilung auf ihrer Homepage auf die Bauarbeiten hingewiesen hatte, erklärt, dass für die Information der Anwohner immer diejenigen zuständig seien, welche die Arbeiten auch ausführen würden. In diesem Fall seien das die Stadtwerke. Die Absperrungen mit mehr konkreten Hinweisen zu versehen hält die Verwaltung für problematisch. Dies würde leicht unübersichtlich, könnte Autofahrer ablenken und die Verkehrsicherheit gefährden, hieß es aus dem Lingener Rathaus.

Bereits am Montag, 1. August, übernimmt dann das Tiefbauamt der Stadt die Baustelle. „Sobald es eine Einschränkung für einen Anlieger gibt, beispielsweise eine Zufahrt stundenweise nicht genutzt werden kann, wird der Betroffene persönlich angesprochen“, versichert der Leiter des Tiefbauamtes, Georg Tieben. Dies werde dann der Polier der mit den Arbeiten beauftragten Bauunternehmung Jansen aus Aschendorf machen.
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