FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 12.07.2016:

FDP-Kritik an Gerstener CDU-Bürgermeister

Lingener Tagespost - Lokales vom 13.07.2016
Carsten van Bevern

Kritisiert den Gerstener CDU-Bürgermeister Karl Köbbe:  Der FDP-Ratsherr und Ansprechpartner der Gewerbetreibenden in Gersten Norbert Brüggemann. Beim offiziellen Antrittsbesuch bei der direkt neben seinem Geschäft liegenden Firma Pikantum wäre er gerne dabei gewesen. Foto: Carsten von Bevern
Kritisiert den Gerstener CDU-Bürgermeister Karl Köbbe: Der FDP-Ratsherr und Ansprechpartner der Gewerbetreibenden in Gersten Norbert Brüggemann. Beim offiziellen Antrittsbesuch bei der direkt neben seinem Geschäft liegenden Firma Pikantum wäre er gerne dabei gewesen. Foto: Carsten von Bevern
Gersten. Mit einem CDU-Kandidaten und CDU-Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn hat Gerstens Bürgermeister Karl Köbbe (CDU) vor einigen Tagen die neu im Ort angesiedelte Firma Pikantum besucht. „Warum war aber kein Vertreter der Gewerbetreibenden dabei?“, kritisiert Norbert Brüggemann. Er ist Ansprechpartner der Gewerbetreibenden in Gersten – und Mitglied der FDP.

Gersten. Mit einem CDU-Kandidaten und CDU-Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn hat Gerstens Bürgermeister Karl Köbbe (CDU) vor einigen Tagen die neu im Ort angesiedelte Firma Pikantum besucht. „Warum war aber kein Vertreter der Gewerbetreibenden dabei?“, kritisiert Norbert Brüggemann. Er ist Ansprechpartner der Gewerbetreibenden in Gersten – und Mitglied der FDP.

Kräuter und Gewürze der Firma Pikantum werden seit wenigen Tagen vom neuen Standort im Gewerbegebiet Gersten verschickt. „Als Ansprechpartner der Gewerbetreibenden in Gersten freue ich mich sehr, dass Simone Wertz und Thomas Becker mit ihrer Firma jetzt in unserer Gemeinde ansässig sind. Dies unterstreicht einmal mehr die Standortqualität von Gersten, für die Gewerbetreibende und Politik gemeinsam streiten“, erklärte Brüggemann gegenüber unserer Redaktion. Er pflegt nach eigener Aussage auch eine gute Nachbarschaft zu dem neuen Unternehmen, liegt das Pikantum-Gebäude doch im Gewerbegebiet direkt neben seiner Firma unter anderem für Telekommunikationsdienstleistungen.

Erster Firmenbesuch
Vom offiziellen Besuchstermin habe er aber erst am Montag durch den Bericht in der Lingener Tagespost erfahren. „Warum aber war kein Vertreter der Gewerbetreibenden dazu eingeladen?“, fragt er. Gleichzeitig kritisiert Brüggemann den Umgang mit neuen Firmen in Gersten: „Dass sich gegen Ende der Kommunalwahlperiode auch Bürgermeister Karl Köbbe für dieses Thema interessiert findet meine ganz besondere Zustimmung. Er ist bei seinem ersten medienwirksamen Firmenbesuch in rund 57 Monaten deswegen auch völlig zu Recht vom Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn begleitet worden.“

So sei laut Brüggemann der Samtgemeindebürgermeister sicher auch angehalten, Mandatsträger zu aktivieren, deren Wirken in und für die Gemeinde bislang nicht richtig wahrnehmbar waren. „So verstehe ich den gemeinsamen Besuch Lühns mit dem geschätzten Kollegen Köbbe und dem geschätzten Ratskollegen Beestermöller, der sich ja in wenigen Wochen für ein Kreistagsmandat bewirbt. Und so verstanden bedanke ich mich ausdrücklich dafür, als Ansprechpartner der Gewerbetreibenden, als Ratsmitglied und Mitglied des Samtgemeinderates zu diesem Termin weder eingeladen noch informiert worden zu sein.“

„Das war etwas unglücklich mit der Nicht-Einladung, man hätte einen Vertreter der Gewerbetreibenden sicher gut dazu einladen können. Das werde ich künftig sicher bedenken“, erklärt denn auch Bürgermeister Köbbe auf Nachfrage unserer Redaktion.

Firma muss einladen
So werden neue Betriebe nach Aussage des Bürgermeisters aber in Gersten zum Start immer nur dann von der Gemeinde besucht, wenn die Firmen dies auch wünschen und von sich aus dazu einladen. „Das war bei Pikantum der Fall. Und das habe ich im Mai auf der letzten Gemeinderatssitzung auch erklärt. Da hätte sich Norbert Brüggemann ja auch melden können, dass er dazu gerne eingeladen werden will.“


Kommentar von Carsten von Bevern:
Etwas mehr Fingerspitzengefühl des Bürgermeisters wäre gut gewesen. In Gersten besuchen Vertreter der Gemeinde Gewerbetreibende zum Geschäftsstart nur, wenn sie von den neuen Firmen auch eingeladen werden. Das kann man so machen. Muss man aber nicht. Eine sinnvolle Vorgehensweise ist es sicher nicht. Wenn es dann aber zwei Monate vor Ende der laufenden Wahlperiode und kurz vor den Kommunalwahlen zu einem ersten solchen Besuch kommt, sollte man sich auf jeden Fall mehr Gedanken zur Zusammensetzung der Besuchergruppe machen. So hätte ein Vertreter der örtlichen Gewerbetreibenden schon eingeladen werden sollen und nicht „nur“ ein weiterer CDU-Kreistagskandidat. Oder lag dies etwa an der FDP-Zugehörigkeit des Gewerbevertreters? So ist jetzt auf jeden Fall auch in der 1200-Einwohner-Gemeinde Gersten offensichtlich der Wahlkampf angelaufen.
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