FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 25.05.2016:

Halten oder verkaufen? Diskussion über die Lingener RWE-Aktien

Lingener Tagespost - Lokales vom 25.05.2016

Lingen. 61.995 RWE-Aktien gehören der Stadt Lingen. Buchungstechnisch sind sie beim Eigenbetrieb Emslandhallen „geparkt“. In dessen Betriebsausschuss wurde auf der jüngsten Sitzung angesichts des massiven Kurseinbruches der Aktie und dem Wegfall der Dividende erneut die Frage „Halten oder verkaufen?“ diskutiert.

Uwe Hilling (CDU), der die beim Empfang des Bundespräsidenten für Lokalpolitiker weilende Ausschussvorsitzende Birgit Kemmer (Grüne) vertrat, betonte: „Wenn die Sonderabschreibung von rund 866.000 Euro für die RWE-Aktien nicht gewesen wäre, hätten wir 2015 ein leichtes Plus gegenüber unserem Ansatz gehabt.“ Stadtkämmerin Monika Schwegmann wies darauf hin, dass es sich nur um einen Bilanzverlust, nicht jedoch um einen Liquiditätsverlust handele.

Jahrelang Dividende bekommen

Atze Storm (Bürgernahe) erklärte, dass die Aktien rund drei Viertel ihres ursprünglichen Wertes verloren hätten. „Aber wir haben auch jahrelang 125.000 Euro Dividende bekommen und daraus die Neugestaltung des Außengeländes ohne städtische Zuschüsse finanziert“, gab der ehemalige Betriebsleiter der Emslandhallen zu bedenken. „Ob der Kurs noch einmal steigt, weiß ich nicht“, legte sich Storm nicht fest, ob er einen Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt für sinnvoll hält.

Beeck: Das war finanziell nicht erfolgreich

Der Liberale Jens Beeck betonte, dass es am Energiestandort Lingen gute Gründe gebe, mit RWE zusammenzuarbeiten. „Ich bezweifele jedoch, dass wir mit unseren 61.000 bei insgesamt 614 Millionen ausstehenden RWE-Aktien auch nur jemals einen Gesprächstermin schneller bekommen haben.“ Dafür bräuchte die Stadt die Aktien nicht. Damit widersprach er Hilling, der auf die Mitspracherechte der Stadt bei RWE verwiesen hatte. „Das war finanziell nicht erfolgreich“, beurteilte der Liberale das städtische Engagement auf dem Aktienmarkt.

Fuest: Im Aktienmarkt nichts verloren

Dieser Meinung schloss sich Michael Fuest (Grüne) an. „Wir hätten die Aktien abstoßen sollen, dann würde es uns heute finanziell besser gehen.“ Bei den Aktien gehe es um Finanzen und nicht darum, dass die Stadt nahe bei der RWE stehe. „Und wir haben als Stadt im Aktienmarkt nichts verloren“, so Fuest.

Thema im Finanzausschuss beraten

Günter Reppien (CDU) hielt es für einen Fehler, wenn die Aktien beim derzeitigen niedrigen Kurs verkauft würden. Zugleich gab er zu, dass Beeck in der Vergangenheit mit dem Vorschlag, die Aktien zu verkaufen, „vielleicht Recht gehabt“ habe. Reppien schlug vor, das Thema im Finanzausschuss der Stadt weiter zu diskutieren und dort einen Fachmann hinzuzuziehen.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


FREI-BRIEF

Mitglied werden