FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 04.12.2015:

Marienschule will nicht größer werden - Diskussion über 40-Prozent-Quote

Lingener Tagespost - Lokales

pe Lingen. Der Leiter der Marienschule, Marko Witt-
struck, hat Befürchtungen als unbegründet zurückgewiesen, eine höhere Aufnahmequote bei nicht katholischen Schülern durch die Marienschule würde zu einer Schwächung des städtischen Schulzentrums Friedensschule führen.
„Die Marienschule hat nicht das Bestreben, noch größer zu werden“, sagte Wittstruck im Schulausschuss. Eine Zahl zwischen 550 und 600 Schülern entspreche den räumlichen Möglichkeiten der Marienschule. Es habe in den letzten Jahren ein gutes Einvernehmen mit der Friedensschule gegeben.
SPD-Ratsfrau Susanne Janßen sagte, dass die Sozialdemokraten zwar der Anhebung der Quote von 30 auf 40 Prozent zustimmen würden. Es sei aber unbedingt darauf zu achten, dass die Marienschule nicht auch noch andere, zum Beispiel evangelische Kinder aufnehme, was zulasten der Friedensschule gehen würde. Auch Vertreter der anderen Fraktionen teilten diese Befürchtungen der Sozialdemokraten. So schlug Jürgen Herbrüggen (CDU) vor, die Quote auf 35 Prozent zu begrenzen. Die Leiterin der Friedensschule, Ulla Maaß-Brüggemann, sprach sich dafür aus, es beim Einschulungsjahrgang in die Klasse 5 bei den 30 Prozent zu belassen. Auch Jens Beeck von der Liberalen Fraktion empfand die 40-Prozent-Quote als zu hoch. Er habe im Übrigen seine Zweifel, ob angesichts der weiter steigenden Flüchtlingszahlen die derzeit praktizierten Lösungen in den Schulen überhaupt gangbar seien. Zu fragen sei, ob nicht nach Lösungen außerhalb der Regelschulen geschaut werden solle.
„Wir nehmen die Sorgen der Friedensschule, die sich in Trägerschaft der Stadt befindet, sehr ernst“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling. Bei der Abstimmung wurde zwar ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung von Jens Beeck die 40-Prozent-Quote empfohlen. Der Ausschuss machte aber gleichzeitig deutlich, dass er regelmäßig über die weiteren Entwicklungen an den Lingener Schulen bei der Aufnahme von Kindern, insbesondere solchen mit Migrationshintergrund, unterrichtet werden möchte.
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