FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 30.09.2015:

Ausschuss gewährt Zuschuss für neues Voltigierpferd - Förderrichtlinien geändert

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Der Verein zur Förderung des Schießsports Lingen und der Reit- und Fahrverein Lingen können sich über Zuschüsse freuen. Diese hat der Sportauschuss der Stadt jetzt genehmigt. Außerdem sind die Sportförderrichtlinien geändert worden.
2900 Euro erhält der Verein zur Förderung des Schießsportes, in dem fünf Schützen- und sieben Schießsportvereine Mitglied sind. Der Verein betreibt die Schießsportanlage an der Wilhelmshöhe. Dort ist die elektronische Schießtechnik auf den Kleinkaliberständen in die Jahre gekommen. Die Rechner arbeiten noch auf DOS-Ebene, drei Rechner sind nicht mehr nutzbar.
Manfred Schonhoff (CDU) wollte wissen, ob es sich bei dem Verein überhaupt um einen Sportverein handele. Auch Godula Süßmann (Liberale Fraktion) fand die Mischung aus Schützen- und Schießsportvereinen „etwas irritierend“. Bernd Walterbach vom Sportamt erläuterte, dass es sich um einen eingetragenen Verein handele, der Schießsportvereine, die Mitglied des Kreissportbundes seien, und Schützenvereine bündele. Vor dem Bau der zentralen Schießsportanlage habe die Stadt 1997 auf der Gründung eines solchen Trägervereins bestanden.
Uwe Diedrichs (CDU) begrüßte die Doppelnutzung der Schießsportanlage ausdrücklich. Atze Storm (Bürgernahe) erklärte, dass er der Förderung ebenfalls zustimme, obwohl die 2900 Euro bei Kosten von 7500 Euro über die sonst üblichen 25 Prozent hinausgingen. „Gerade weil so viele Vereine beteiligt sind, geht das.“ Der Ausschuss genehmigte den Zuschuss einstimmig.
Eigentlich unterliegt die Förderung eines Vereins für die Neuanschaffung gleicher Sportgeräte in Lingen einer fünfjährigen Sperrfrist. Doch beim Reit- und Fahrverein liegt ein besonderer Fall vor. Das 2013 angeschaffte Voltigierpferd des Vereins lahmt, wie kürzlich bei den Deutschen Meisterschaften festgestellt wurde. Für den Reitsport ist es auf Dauer nicht mehr einsetzbar. Die Verwaltung hatte das Problem erkannt: „Zwar unterliegen die klassischen Sportgeräte einer begrenzten Nutzungsdauer, aber diese ist durch zwischenzeitliche Reparaturmaßnahmen (Austausch von abgenutzten Teilen durch Ersatzteile) durchaus beeinflussbar“, heißt es in der Vorlage für den Ausschuss.
Aber bei einem Pferd? Der Ausschuss sah den Härtefall und genehmigte für ein 5600 Euro teures neues Voltigierpferd einstimmig einen Zuschuss von 1400 Euro. Walterbach gab bekannt, dass der Landkreis Emsland sich ebenfalls mit circa 1500 Euro an der Anschaffung beteiligen werde.
Mietkosten für Arena
Sandra Sollmann, Fachbereichsleiterin Schule und Sport der Stadt Lingen, erläuterte die geplanten Änderungen der Sportförderrichtlinien. Neben einigen redaktionellen schlug Sollmann dem Ausschuss zwei inhaltliche Änderungen vor: Zum einen sollten Sportvereine einen Zuschuss von maximal 4000 Euro je Veranstaltungstag zu den Mietkosten für die Emslandarena erhalten können, wenn sie dort Veranstaltungen von überregionaler Bedeutung abhalten.
Zum anderen sollten aus der Liste der förderungswürdigen Traditionsveranstaltungen das Internationale Tischtennis-Osterturnier und das Radrennen „Großer Preis von Lingen“ gestrichen werden. Beide Veranstaltungen des ESV haben schon länger nicht mehr stattgefunden. Dafür sollten der „LIN-Cup“ des Handballclubs und der von der Lingener Rudergesellschaft ausgerichtete Drachenbootcup neu aufgenommen werden.
Alle Traditionsveranstaltungen sollten zukünftig einheitlich mit 600 Euro bezuschusst werden. Werde eine Traditionsveranstaltung in drei aufeinanderfolgenden Jahren nicht durchgeführt, solle sie ihren förderungswürdigen Status verlieren. Der Sportausschuss beschloss die Änderungen einstimmig.
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