FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 12.09.2015:

Zuschüsse für Vereine auf dem Prüfstand - Kulturausschuss diskutiert Finanzen

Lingener Tagespost - Lokales

ct Lingen. Die Gewährung von Zuschüssen sowie die Beratung des Teilhaushaltes sind in der vergangenen Sitzung des Lingener Kulturausschusses Thema gewesen.
Dabei war sich der Ausschuss einig, die institutionelle Förderung des Centralkinos in Lingen ebenso wie in den vergangenen Jahren mit jährlich 8000 Euro fortzusetzen.
Vertagt wurde die Entscheidung über den Antrag des Kunstvereins, den institutionellen Zuschuss zur Abdeckung der Personalkosten um 11 600 Euro zu erhöhen. Irene Vehring hatte für die CDU-Fraktion betont, dass für eine Beschlussvorlage zunächst eine Prüfung vonseiten der Verwaltung vorliegen müsse. Erst dann sollte darüber abgestimmt werden. Dieses Vorgehen habe nichts mit der geleisteten Arbeit des Kunstvereins zu tun, die sie sehr wohl wertschätze.
Für die Grünen betonte Michael Fuest, dass man die Erhöhung grundsätzlich mittragen könne, und bat die Verwaltung, den Antrag „wohlwollend“ zu prüfen. Auch die SPD könne sich dem Antrag des Kunstvereins anschließen, betonte Edeltraut Graeßner, wenn die betriebswirtschaftliche Prüfung nichts anderes ergebe.
Dem hielt Jens Beeck (Liberale Fraktion) entgegen, dass man diesen Antrag nicht isoliert betrachten dürfe. Die öffentliche Förderung für die zahlreichen Vereine, in denen viele Ehrenamtliche und nur wenige Hauptamtliche aktiv seien, stagniere seit Jahren. „Den lobenden Worten der Anerkennung sollten auch Taten in Form von finanzieller Unterstützung folgen,“ forderte Beeck. Das unterstützte auch Björn Roth (CDU): „In der Verantwortung, die wir als Rat haben, sollten wir in allen Bereichen gleichberechtigt schauen.“ Der Ausschuss beschloss, die Verwaltung mit der Prüfung zu beauftragen.
Keine Gegenstimme gab es bei der Beratung über den Teilhaushalt, den Rudolf Kruse, Leiter des Fachdienstes Kultur, in kompakter Form vorstellte. Der Etat umfasse nahezu den gleichen Rahmen der letzten Jahre. Neu aufgenommen sei ein Betrag von 10 000 Euro für
eine Studie zur Neupositionierung der Stadtbibliothek. Das fast 30 Jahre alte Gebäude sei in die Jahre gekommen und müsse sich der veränderten Medienlandschaft anpassen, erläuterte Josef Lüken, Leiter der Einrichtung. Auch im energetischen und sanitären Bereich müssten Veränderungen erfolgen.
Bei den erforderlichen Maßnahmen sollte auch der Landkreis „mit ins Boot“ geholt werden, forderte Michael Fuest. Die Bibliothek übernehme schließlich auch Aufgaben, die nicht nur die Stadt Lingen beträfen.
Ein weitere Veränderung liege in einem Zuschuss für das Emslandmuseum, das laut Kruse „aus allen Nähten platzt“. Für 52 000 Euro soll ein Anbau erfolgen. Der Landkreis, der ebenfalls Träger des Museums ist, werde sich mit 26 000 Euro an den Kosten beteiligen.
Der Rückgang der verkauften Theaterkarten (wir berichteten) müsse weiter beobachtet und analysiert werden, so Kruse abschließend.
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