FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 27.03.2015:

Schleusen kosten 450 Millionen Euro

Startschuss in Gleesen – Baurecht gegeben – „Wichtiges Infrastrukturprojekt“

Lingener Tagespost - Kreis Emsland

Emsbüren. Fast eine halbe Milliarde Euro werden die fünf neuen Schleusen auf der Nordstrecke des Dortmund-Ems-Kanals (DEK) kosten. Der Startschuss für dieses ehrgeizige und teure Projekt wurde am Donnerstagnachmittag mit der Übergabe des Planfeststellungsbeschlusses an der Schleuse in Gleesen gegeben.
Für die Schleusen Gleesen, Hesselte und Venhaus liegt der Planfeststellungsbeschluss nunmehr vor. Ein zweites Planfeststellungsverfahren wird für die Schleusen Rodde und Bevergern in NRW derzeit durchgeführt. Die über 100 Jahre alten Schleusen werden durch neue Schleusen mit zukunftsgerechten Abmessungen von 140 Meter Länge und 12,5 Metern Breite ersetzt.

„Das ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die Region. Wir sind sehr froh, dass es jetzt wirklich losgeht“, betonte der emsländische Landrat Reinhard Winter. Der Ausbau der Nordstrecke des Dortmund-Ems-Kanals komme damit einen entscheidenden Schritt voran.

Damit hätten künftig moderne Großmotorgüterschiffe freie Fahrt auf der Strecke des DEK. „Und wir sind natürlich sehr froh, dass der Bund ohne Wenn und Aber zu diesem Projekt steht“, betonte der Landrat mit Blick auf Peter Seus vom Bundesministerium Verkehr und digitale Infrastruktur. „Der Dortmund-Ems-Kanal ist für das Ruhrgebiet bis hoch nach Emden so wichtig, weil auf dieser Straße heute 3,7 Millionen Tonnen Stückgut gefahren werden. Bis 2030 sollen es sogar 4,5 Millionen Tonnen sein“, betonte Seus.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Schleusen erläuterte der Verkehrsexperte weiter, dass durch größere Schiffe auch die Transportkosten billiger würden. „Wir wollen mit dem Ausbau des Kanals erreichen, dass mehr Güter von den bereits übervollen Straßen auf das Wasser verlagert werden“, unterstrich der Vertreter vom Bundesministerium Verkehr.

Dass mit dem Planfeststellungsbeschluss nun auch Baurecht vorliegt, untermauerte Birgit Mamann als Projektleiterin: „Unsere Planungen sehen vor, dass die Baumaßnahmen für den ersten Schleusenbau in Gleesen noch in diesem Jahr beginnen können. 2019 wollen wir die neue Schleuse dann in Betrieb nehmen.“

Auch Lingens Stadtbaurat Lothar Schreinemacher zeigte sich sehr erfreut, dass der Schleusenneubau nun endlich losgehe. „Das ist auch für den Hafen der BP-Raffinerie in Holthausen ein wichtiger Meilenstein zur Standort sicherung.“

Projektpartner aus der Region unterstützten mit sechs Millionen Euro das Projekt mit zusätzlichem Planungspersonal, wodurch der Planungsprozess deutlich verkürzt werden konnte.

In 2012 war der Baubeginn Schleuse Gleesen noch für 2014 vorgesehen.
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