FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 23.01.2015:

Berning will sich vergrößern - Auf insgesamt 30 000 Quadratmeter an Rheiner Straße

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Dem Einrichtungshaus Berning an der Rheiner Straße in Lingen stehen mit dem Bau- und Gartenfachmarkt Obi und dem „Fressnapf“ größere Umstrukturierungen und Umbaumaßnahmen bevor. Das Einrichtungshaus möchte sich auf insgesamt 30 000 Quadratmeter vergrößern.
Zum Vergleich: Heute hat Berning eine Verkaufsfläche von rund 12 000 Quadratmetern, Obi von etwa 5100 Quadratmetern plus einem Gartensortiment von rund 1200 Quadratmetern.

Nach Angaben von Stadtbaurat Lothar Schreinemacher soll es neben einer Steigerung der Attraktivität des Möbelhauses auch um eine wirtschaftlich erforderliche Vergrößerung der Verkaufsflächen gehen. Zudem erläuterte der Stadtbaurat während einer gemeinsamen Sitzung des Planungs- und Bauausschusses (PBA) der Stadt und des Ortsrates Darme am Mittwochabend, dass das Grundstück an der Rheiner Straße diese Vergrößerung zu ebener Erde nicht hergebe. „Das heißt, dass wir mit dem Möbelhaus in die Höhe gehen müssen“, erläuterte Schreinemacher. Zudem machte der Stadtbaurat deutlich, dass innerhalb der Obergrenze von 30 000 Quadratmetern die Kontingente zum Teil hin- und hergeschoben werden könnten. Das heißt: Sollte der Möbelmarkt für sich 23 000 Quadratmeter beanspruchen, stünden Obi und dem Fressnapf insgesamt nur noch 7000 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund lang anhaltender Diskussionen zur Eröffnung des Obi-Marktes im Frühjahr des vergangenen Jahres betonte der Stadtbaurat auch, dass es natürlich die „größte Betroffenheit innerhalb Lingens“ geben werde. Insbesondere erwähnte Schreinemacher dabei unter anderem die Betriebe an der Meppener und Schillerstraße. Daneben machte der Stadtplaner allerdings auch deutlich, dass man erst am Anfang der Planungen stehe. „Die wirklich feine Abstimmung muss noch ausführlich erarbeitet werden.“

Allerdings ließ Schreinemacher auch nicht unerwähnt, dass die Absicht der Familie Berning, sich zu vergrößern, der Stadt Lingen gut zu Gesicht stehe: „Damit sind wir gut aufgestellt, weil es wichtig ist, ein so großes Möbelhaus in der Stadt zu haben.“

Diesen Standpunkt teilte auch Darmes Ortsbürgermeister Werner Hartke: „Berning muss sich vergrößern, um gegenüber Mitbewerbern konkurrenzfähig zu bleiben.“ Der Ortsrat Darme habe die Planungen einstimmig befürwortet.

Für die CDU erklärte Uwe Hilling, dass es gut sei, dass Berning sich vergrößern wolle. Es sei auch zu befürworten, dass man eine Obergrenze von 30 000 Quadratmetern festgelegt habe. „Wir müssen auch die anderen Unternehmen in der Stadt berücksichtigen“, betonte der Christdemokrat.

Im Zusammenhang mit einer möglichen Erweiterung des „Obi-Marktes“ erklärte Jens Beeck, Liberale Fraktion, dass er dies als einen „Frontalangriff“ auf inhabergeführte Unternehmen in der Stadt bewerte. „Ich sehe das sehr kritisch“, betonte Beeck und ergänzte: „Wir müssen genau schauen, was in Lingen verträglich ist und was nicht.“

Dem konnte auch Stefan Wittler für die SPD folgen. Während er einer Vergrößerung des Möbelhauses zustimmen könne, müsse man eine mögliche Erweiterung des Obi-Marktes „kritisch“ begleiten.

Seitens der Grünen befürwortete auch Birgit Kemmer die geplante Vergrößerung des Lingener Möbelhauses. Das Haus sei eh in die Jahre gekommen und es sei gut, in die Höhe zu gehen.
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