FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 31.12.2014:

FDP will doppelt so viele Sprachklassen für Flüchtlingskinder

Antrag für Landtag geplant – Grüne sprechen von „gutem Vorstoß“ – Kosten: Zehn Millionen Euro

NOZ - Nordwest

Osnabrück. Die FDP im Niedersächsischen Landtag will sich für einen massiven Ausbau der Sprachförderung für Flüchtlingskinder stark-machen. Aus einem Antrag der Liberalen geht hervor, dass die Zahl der sogenannten Sprachlernklassen verdoppelt werden soll. Die Grünen im Landtag begrüßen den Vorstoß.
Bereits im Vorfeld der Beratungen für den Landeshaushalt 2015 waren die Liberalen mit einer ähnlichen Idee vorgeprescht, dann aber an der rot-grünen Regierungsmehrheit gescheitert. Nun legen sie nach und wollen das Thema per Antrag im Landtag zur Abstimmung stellen. Kostenpunkt für das Gesamtpaket nach Berechnungen der FDP: zehn Millionen Euro.
Aus dem Entwurf, der unserer Redaktion vorliegt, geht hervor, dass die Sprachlernklassen von derzeit 80 auf 160 aufgestockt werden sollen. In den Klassen soll Kindern von Flüchtlingen die deutsche Sprache vermittelt werden, sodass sie am regulären Unterricht teilnehmen können.
Zudem sollen die Lehrer nach dem Willen der Liberalen von pädagogischen Mitarbeitern unterstützt werden. Im Antrag wird auf die häufig traumatischen Erlebnisse der Kinder hingewiesen – eine „besondere Herausforderung“ für die Lehrkräfte. Darüber hinaus soll nach dem Willen der FDP das allgemeine Budget für die Spezialklassen erhöht werden, um beispielsweise bessere Lernmaterialien anzuschaffen.
Der schulpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling, sagt: „Die Kinder wollen lernen und wollen Teil unserer Gesellschaft werden. Die Sprache ist der Schlüssel dazu, und wir sollten alles daransetzen, ihnen diese Chance zu geben.“
Sein grünes Pendant, Heiner Scholing, sieht das genauso. Er spricht von einem „guten Vorstoß“ der FDP, der im Landtag debattiert werden würde. Allerdings habe er Zweifel an der soliden Finanzierung, so Scholing. „Ich versichere der FDP: Wir werden uns des Themas annehmen.“ Der schulpolitische Sprecher brachte im Gespräch mit unserer Redaktion ebenso einen flexibleren Start der Spezialklassen ins Spiel. Kinder müssten umgehend nach ihrer Ankunft in Niedersachsen Zugang zum Sprachunterricht erhalten und nicht erst mit Beginn eines neuen Schuljahres.
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