FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 14.11.2014:

Volksbank in Lingen will größer werden – Tedi und Steinofenbäckerei schließen

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Schon bald soll es in Lingen ein neues Geschäfts- und Bürogebäude geben: Die Volksbank will sich in der Lookenstraße 16 erweitern. Dafür werden, weil die Mietverträge im Januar 2015 auslaufen, Tedi und die Steinofenbäckerei (Schäfer’s Brotstuben) weichen.
Während im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss der Einzelhandel einen Platz finden soll, möchte sich die Volksbank in den darüberliegenden Etagen vergrößern. Die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses (PBA) begrüßten das Vorhaben. Das galt aber nicht für alle Planungsdetails.

Nach Angaben von Stadtbaurat Lothar Schreinemacher soll sich das Gebäude in etwa an den Höhen der bereits vorhandenen Gebäudesubstanz orientieren. Es soll aber statt vier Geschosse nur noch drei Geschosse aufweisen, die aber für sich jeweils höher sind. Auf die im Obergeschoss favorisierte Wohnbebauung müsse allerdings verzichtet werden, weil die Volksbank unter anderem dort versicherungstechnisch Probleme sehe. Deshalb wolle sich das Geldhaus an anderer Stelle in der Stadt an einer zukünftigen Wohnbebauung beteiligen.

Diese Bewertung der Dinge stieß nicht bei allen Mitgliedern des Planungs- und Bauausschusses auf Gegenliebe. Wenig Verständnis hatte man zudem für die Aussage von Ludger Preun, Vorstand der Volksbank Lingen, dass er zurzeit aufgrund vertraglicher Zugeständnisse noch nicht sagen dürfe, wer als Einzelhändler zukünftig in das Gebäude einziehen werde.

Für die CDU bewertete Uwe Hilling das Engagement der Volksbank in der Stadt als gut, und er könne auch, wenn auch nur bedingt, damit leben, dass die Volksbank jetzt noch nicht sagen wolle, wer der zukünftige Mieter dieser Immobilie sein werde. „Ich verlasse mich in dieser Aussage auf Herrn Preun, der gesagt hat, dass es sich bei der Neunutzung um einen höherwertigen Einzelhandel handelt.“ Auch der Verzicht auf neue Wohnungen im Obergeschoss war für die CDU im Einklang mit der Neubebauung nachvollziehbar und verständlich. Während sich auch die SPD und die Grünen mit einem klaren „Ja“ zu den gesamten Planungen äußerten, wollten die Bürgernahen mit Robert Koop und die Liberale Fraktion mit Jens Beeck die vorgestellten Planungen in Gänze nicht gutheißen. Koop: „Es ist ohne Wenn und Aber gut, dass wir eine Bank im Zen trum der Stadt haben. Allerdings müssen wir auch zur Kenntnis nehmen, dass wir erst 2009 den Bebauungsplan für dieses Quartier unter der Maßgabe geändert haben, dass die Dachgeschosse für Wohnzwecke frei gehalten werden sollten. Dass das jetzt wieder aufgeweicht werden soll, hinterlässt bei mir einen schalen Beigeschmack“, kritisierte der Bürgernahe.

„Wer auch abends eine belebte Stadt möchte und sich nicht mit leeren Straßen zufriedengeben will, wenn die Geschäfte geschlossen haben, muss Wohnungen in der der City vorhalten“, betonte Beeck. „Warum sollte ein gültiger Bebauungsplan aufgegeben werden, wenn dieser Wohnungsbau doch der Stadt guttut?“, fragte der Liberale und ergänzte: „Wenn wir dem Wunsch der Bank nachgeben, eröffnen wir auch weiteren Investoren in der Stadt die Möglichkeit, auf neuen Wohnungsbau zu verzichten.“
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