FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 15.10.2014:

Karbon-Produktion soll Ende 2016 beginnen

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Ende 2016 soll die Produktion von Karbonfasern im Dralon-Werk Lingen beginnen. Davon gehen Oberbürgermeister Dieter Krone und Dralon-Geschäftsführer Dieter Heinkes aus.
Darüber hinaus gab es im Wirtschafts- und Grundstücksausschuss (WGA) der Stadt Lingen bei einem Vortrag von Heinkes keine wesentlichen neuen Informationen zu den Plänen von Dralon, das Werk im Industriepark Lingen-Süd von der Produktion von Textil- auf Karbofasern umzustellen. Bereits im Dezember 2013 hatten Geschäftsführung und Stadt über diesen Plan informiert (wir berichteten). Demnach sollen durch die Karbonproduktion, in die Dralon 150 Millionen Euro investieren möchte, 80 neue Arbeitsplätze in Lingen geschaffen werden.

Noch steht die Investition nicht endgültig fest. „Doch jetzt sind die Informationen für die Öffentlichkeit geeignet“, erklärte Heinkes. Pläne, die das Unternehmen nach Dezember 2013 im Juli im Gespräch mit unserer Redaktion schon erneut erläutert hatte.

Zu Detailfragen der WGA-Mitglieder äußerte sich Heinkes nur zum Teil konkret. „Zwischen dem Anfahren der Produktion und Volllast werden etwa 18 Monate vergehen“, antwortete er auf eine Frage von Uwe Dietrich (CDU), der wissen wollte, wie es um die Auslastung des geplanten Karbonfaser-Werkes bestellt sei. Eine Kooperation mit der Hochschule am Campus Lingen würde sich anbieten, aber konkrete Gespräche gebe es nicht, erklärte der Dralon-Geschäftsführer auf Nachfrage von Jens Beeck (Liberale Fraktion). Marc Riße, Bürgernahe, wollte wissen, wie sich die Verkehrsbelastung entwickeln werde. „Wir produzieren auf einer Textillinie derzeit 10 000 Tonnen, auf einer Karbonlinie etwa 1500 Tonnen im Jahr. Das abgehende Transportvolumen wird also sinken“, erklärte Heinkes.

Weitere Fragen von Riße nach den Risiken der Karbonproduktion und dem Entsorgungsproblem von Karbonfasern beantwortete er eher ausweichend: „Das Sicherheitskonzept ist Teil unseres Gesamtkonzeptes“ und „Es gibt sinnvolle Verwendungen“, lauteten die Antworten des Dralon-Geschäftsführers.

Edeltraud Graeßner (SPD) wollte von Heinkes wissen, wie konkret die Planungen seien: „Was darf nicht passieren, damit nicht noch etwas schiefgeht?“ Heinkes äußerte sich allgemein, dass sein Unternehmen im positiven Sinne in den letzten Verhandlungen sei. Das gelte auch für die Verhandlungen mit den Versorgungsunternehmen für die energieintensive Produktion der Karbonfaser. „Die Energiepreisentwicklung ist noch eine kritische Geschichte. Details zur Sicherung der Energieversorgung werden gerade noch mit den Versorgern geklärt“, sagte Heinkes auf Nachfrage unserer Redaktion.
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