FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 18.08.2014:

Elke Müller nach langer Krankheit gestorben

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Die langjährige Lingener SPD-Landtagsabgeordnete Elke Müller ist nach langer schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren im Thuiner Krankenhaus gestorben. Im Januar dieses Jahres hatte ihr Oberbürgermeister Dieter Krone wegen ihres herausragenden Wirkens im Auftrag des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz im Historischen Rathaus verliehen.
Ohne den beharrlichen Einsatz der SPD-Politikerin würde es weder den Standort Lingen der Hochschule Osnabrück noch die Gesamtschule Emsland mit Sitz in Lingen geben. Zudem ist es ihrem Engagement zu verdanken, dass Lingen als größte Stadt im Emsland weiter Sitz der Polizeiinspektion blieb und es keinen Wechsel nach Meppen gab.
Die Trägerin der Willy-Brandt-Medaille setzte sich unermüdlich für die Menschen ein und fand – auch über Parteigrenzen hinweg – Verbündete bei der Umsetzung wichtiger Anliegen.
Elke Müller wurde in Osnabrück geboren. In den 80er-Jahren kam sie nach Lingen, weil ihr Ehemann Reiner, ein Bundeswehroffizier, vom Niederrhein in die Emsstadt versetzt worden war. Bereits zu diesem Zeitpunkt war die SPD die politische Heimat von Elke Müller. Im SPD-Ortsverein Lingen verschaffte sie sich schnell Anerkennung und Respekt. Von 1986 bis 1999 war sie im Lingener Stadtrat vertreten.
Mit kurzen Unterbrechungen gehörte Elke Müller dem niedersächsischen Landtag von 1990 bis 2008 an. Sie war Vorsitzende des Unterausschusses Strafvollzug und setzte sich nachdrücklich für die Belange der Bediensteten und der Gefangenen ein.
Elke Müller drängte sich nie ins Rampenlicht. Vielmehr überzeugte sie durch Fleiß und Verlässlichkeit. „Wenn ich eine Aufgabe annehme, mache ich sie so gut wie möglich“, sagte sie einmal. Nicht nur in der Politik, auch im niedersächsischen Strafvollzug werden sich alle, die sie kannten, mit Hochachtung an die Sozialdemokratin erinnern. „Gefangene sind nicht zum Verlust ihrer Menschenwürde verurteilt worden“, äußerte sie.
Elke Müller war Mutter von vier Kindern. Im Januar hatte sie ihrem Ehemann Reiner öffentlich gedankt: „Ohne dich hätte ich das alles nicht geschafft.“ lj

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Die Nachricht vom Tode Elke Müllers macht betroffen und sehr traurig. Schon als Ratsfrau in Lingen war Sie immer offen für gute Ideen, mit allen im Gespräch und eine verlässliche Kollegin. Das blieb auch in den Jahren im Niedersächsischen Landtag so. Unser Mitgefühl gilt der Familie. Den Verlust erleidet auch unsere Region. Mit der IGS Lingen, der Außenstelle der Hochschule Osnabrück und Landesbehörden bleibt Ihr Wirken in Lingen sichtbar. In Erinnerung bleibt vor allem ein Mensch, der immer offen und zuweilen sehr direkt war, dabei aber immer auch herzlich, ehrlich und fair.

Jens Beeck, f.d. FDP Lingen
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