FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 31.07.2014:

Erneute Kritik an der Verwaltung

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Harsche Kritik hagelte in erster Linie aus den Reihen der Bürgernahen (BN) auf die Verwaltung während einer Sitzung des Kulturausschusses der Stadt Lingen nieder.
Nach Auffassung des BN-Fraktionsvorsitzenden Robert Koop, hat man sich bei der Stadt „zu wenig oder gar nicht“ um den 75. Jahrestag des Beginns der Zweiten Weltkrieges und dem 25. Jahrestag der friedlichen Revolution in der ehemaligen DDR Gedanken gemacht. Eine Ansicht, die zwar nicht so drastisch wie von Koop, aber doch überwiegend auch von den anderen Parteien im Ausschuss geteilt wurde.

Im Vorfeld hatten die BN darum gebeten, mit Vorschlägen seitens der Stadtverwaltung zu erläutern, wie man gedenke, an diese beiden Jahrestage zu erinnern.

Auf die Frage von Koop an Rudolf Kruse, Fachbereichsleiter Kultur, ob es Beiträge in der Stadt oder städtische Beiträge zum Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges geben werde, antwortete Kruse: „Wir hatten keine Zeit etwas in dieser Richtung vorzubereiten, weil wir unter anderem das Weltkindertheaterfest in unserer Stadt haben. Aus diesem Grund wird es auch keine zentralen Gedenkfeiern geben.“

Zudem verwies der Fachbereichsleiter zwischen den Zeilen darauf, dass es auch aufgrund der Mannschaftsstärke im Fachbereich Kultur nicht mehr zu schaffen sei.
Eine Antwort, die Koop nicht gelten ließ und darauf verwies, dass man in der Sache auf freie Verbände, Parteien und etwa den DGB zurückgreifen könne. „Wenn man denn das nötige Engagement hat“, schimpfte Koop in Richtung Verwaltung.
Das gleiche Prozedere auch im Hinblick auf den Fall der Mauer: Hier erklärte Kruse, dass man in der Sache ein Theaterstück eingekauft habe und auch der Oberbürgermeister den Jahrestag der friedlichen Revolution in der DDR mit einer Rede würdigen wolle. Für den Ausschuss zu wenig Überlegungen.

Ideen aus dem Ausschuss
Ursula Ramelow, Sachkundige Person im Ausschuss, erinnerte daran, dass man Gäste aus der Partnerstadt Marienberg einladen könne, um deren Sichtweise auf den Fall der Mauer zu erfahren. Jens Beeck, Liberale Fraktion, wünschte sich Zeitzeugen aus dem ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen und das beratende Mitglied Michael Sänger einen prominenten Redner, um eine höhere „Breitenwirkung“ zu erzielen.

Für die Verwaltung brach die Vorsitzende des Ausschusses, Edeltraut Sänger, eine Lanze. Aufgrund von Personalwechsel und unbesetzter Stellen in der Verwaltung sollte man diese auch nicht überfordern.
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