FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 13.06.2014:

Strittiges Bauprojekt „auf Eis“ gelegt An der Waldstraße – Lob für Hotelbau in Burgstraße

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Das geplante Bauvorhaben an der Waldstraße in Lingen, das wegen der Massivität des Baukörpers für Diskussion sorgt, ist vorerst „auf Eis“ gelegt.
Die CDU sprach sich in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses für die Aufstellung eines Bebauungsplanes, verbunden mit einer Veränderungssperre für das Areal, aus. SPD, Grüne und Bürgernahe befürworteten diesen Schritt, die Liberale Fraktion äußerte Bedenken.

Wie mehrfach berichtet, sollen auf dem Grundstück an der Waldstraße 14 b und 14 c zwei Häuser mit insgesamt zehn Wohnungen entstehen. Sie sind zweigeschossig mit jeweils einem Staffelgeschoss und einer Tiefgarage konzipiert. Nachbarn üben Kritik an der massiven Bauweise auf dem schmalen Grundstück. Für diesen Bereich der Innenstadt gibt es derzeit keinen Bebauungsplan. In einem solchen Fall regelt der Paragraf 34 des Baugesetzbuches die Bebauung. Danach ist ein Vorhaben zulässig, wenn es sich unter anderem in die nähere Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist.

Die Stadtverwaltung sieht die Zulässigkeit des Bauvorhabens gegeben. Eine nachverdichtende Bebauung in diesem Bereich der Innenstadt sei sinnvoll, sagte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher. Er verwies aber auch auf ein Gespräch mit dem Investor, bei dem die von den Nachbarn aufgeführten kritischen Punkte zur Sprache gekommen seien. Im Randbereich der geplanten Bebauung wolle der Bauherr Kompromisse eingehen. „Er ist aber nicht bereit, das Dachgeschoss aufzugeben“, sagte der Baudezernent.

CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling sprach von einer „grenzwertigen Bebauung“ und auch von einer intensiven Diskussion innerhalb der Fraktion. Das Ergebnis: Die CDU wird seinen Worten zufolge in der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich und eine Veränderungssperre beantragen.

Damit verbunden sei die Hoffnung, dass es in der Zwischenzeit zu weiteren Gesprächen zwischen dem Investor und der Verwaltung komme. „Wir wollen eine bauliche Verdichtung. Wichtig ist aber auch das Einvernehmen mit der Nachbarschaft“, erklärte der Christdemokrat.

Michael Fuest (Grüne) und Atze Storm (Bürgernahe) befürworteten die Linie der CDU in dieser Frage ebenso wie Edeltraut Graeßner für die SPD. Diese hatte noch einmal deutlich gemacht, dass eine Nachverdichtung dort unstrittig sei, wohl aber das Ausmaß. Jens Beeck erinnerte für die Liberale Fraktion daran, dass es „deutlich grenzwertigere“ Bauvorhaben in der Stadt geben würde. Auch Beeck sprach aber die Hoffnung aus, dass noch ein Kompromiss gefunden werde.

Ausdrücklich begrüßt wurden vom Ausschuss die Pläne zur Errichtung eines Stadthotels in der Burgstraße. Dieses würde die Straße eindeutig aufwerten.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


Mitglied werden