FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 25.04.2014:

Über 230 Pflegeplätze nicht belegt

Lingener Tagespost - Kreis Emsland

pm Meppen. Von den im Landkreis Emsland insgesamt zur Verfügung stehenden 2323 stationären Pflegeplätzen waren im Februar 232 nicht belegt. Damit setzt sich der Trend fort, dass im Landkreis rund zehn Prozent der zur Verfügung stehenden Plätze frei sind. Das geht aus einer Umfrage in den Pflegeheimen hervor, die der Landkreis jährlich durchführt.
Die Zahl der Menschen, die stationär gepflegt werden, ist in der Vergangenheit jährlich um etwa 100 Personen gestiegen. Im gleichen Maß sind die Platzzahlen erhöht worden. Zu den freien Pflegeplätzen kommen weitere 100 neue Plätze hinzu, die kurz vor der Fertigstellung sind. Weitere Einrichtungen sind geplant. „Wir sind entgegen der Auffassung verschiedener Investoren der Meinung, dass der Bau von Pflegeplätzen im Augenblick nicht forciert werden muss“, sagt Landrat Reinhard Winter. Denn es gebe auch zunehmend alternative Wohnformen, beispielsweise in ambulant betreuten Wohngemeinschaften.
Von den derzeit 2091 Heimbewohnern sind 1366 (65,3 Prozent) den Pflegestufen 2 und 3 zugeordnet. 1739 Bewohner sind 75 Jahre und älter; 452 Personen sind über 90 Jahre alt. Hier werde der hohe Stellenwert der häuslichen Pflege im Emsland deutlich, sagt Winter. „Stationäre Pflege kommt erst dann in Betracht, wenn die Pflege in der häuslichen Umgebung nicht mehr optimal gewährleistet werden kann“, betont er.
Die Pflegesätze der stationären Einrichtungen sind deutlich gestiegen. Zwar sind im Emsland rund zwei Drittel der Heimbewohner Selbstzahler, aber bei weiter steigenden Pflegesätzen stehe zu erwarten, dass ältere Menschen vor dem Gang zum Sozialamt kaum bewahrt werden könnten. „Damit wird das ursprüngliche Ziel der Pflegeversicherung mehr und mehr infrage gestellt“, so Winter. Dies dürfe bei der Forderung nach noch höheren Pflegesätzen nicht außer Acht gelassen werden. Im Emsland sei die Zahl der Sozialhilfeempfänger in Heimen um 14,7 Prozent auf 712 gestiegen (2012: 621).
Die Beratung und Unterstützung der Pflegebedürftigen und der pflegenden Angehörigen im Landkreis Emsland hat der Pflegestützpunkt Emsland - Beratungsagentur übernommen, Tel. 0 59 31/44-22 11, E-Mail: pflegestuetzpunkt@emsland.de.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


FREI-BRIEF

Mitglied werden