FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 30.01.2014:

Brögbernerin: Wir ziehen hier weg - Protest im Lingener Stadtrat

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Mit Trillerpfeifen, Sprechchören („Brögbern bleibt sauber“) und Plakaten haben Gegner eines geplanten Krematoriums in Brögbern die Mitglieder des Lingener Stadtrates in der Sitzung am Mittwochnachmittag empfangen.
Wie schon in der Sitzung des Rates Ende Dezember letzten Jahres nutzten die Mitglieder der Bürgerinitiative gegen eine solche Einrichtung die Einwohnerfragestunde, um ihre Kritik vorzubringen.

Aktuell werden zur Vorbereitung der Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines Bebauungsplanes Vermessungsarbeiten auf dem Grundstück in der Nähe der Kapelle an der Duisenburger Straße durchgeführt. Wie Stadtbaurat Lothar Schreinemacher auf eine entsprechende Frage betonte, würden die Kosten der Vermessungsarbeiten vom Investor getragen, nicht vom Steuerzahler.

Von mehreren Bürgern wurde erneut die Notwendigkeit eines Krematoriums in Lingen in Zweifel gezogen. Sie habe mit der Leiterin des Krematoriums in Osnabrück gesprochen, sagte eine Brögbernerin. Diese habe erklärt, dass die Anlage dort nicht ausgelastet sei. Dass es in Osnabrück keine Proteste von Bürgern gegen das Krematorium mitten in der Stadt gebe, liege daran, dass die Anlage dort bereits seit 1936 in Betrieb sei. Die Bürgerin verwies auch darauf, dass sie in der Hauptwindrichtung des geplanten Krematoriums in Brögbern wohnen würde. „Den Biogarten vor dem Haus können wir vergessen. Wir ziehen weg.“

Ob es politisch korrekt sei, dass in dieser Angelegenheit mit zweierlei Maß gemessen werde, fragte eine weitere Bürgerin unter Hinweis auf die gescheiterten Pläne in Darme. Oberbürgermeister Dieter Krone entgegnete, dass man dies nicht miteinander vergleichen könne. In Darme sei noch von 3000 Einäscherungen die Rede gewesen, in Brögbern werde es die Hälfte sein. Die Frage der Brögbernerin, warum denn nicht in Darme „runterverhandelt“ worden sei, blieb unbeantwortet.

Krone erklärte, dass die Bürger in alle weiteren Verfahrensschritte mit einbezogen würden und sicherte nochmals Transparenz zu.
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