FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 23.01.2014:

Wirtschaftlicher Strukturwandel soll länderübergreifend bewältigt werden - Stadt Lingen soll neuer Kooperation beitreten

Lingener Tagespost - Lokales

vb Lingen. Die Stadt Lingen beteiligt sich an dem regionalen Netzwerk des Grenzgebietes nördliches Münsterland und südwestliches Niedersachsen. Dies haben die Mitglieder des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses des Lingener Stadtrates auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Das Netzwerk ist von der Stadt Rheine gegründet worden und wird von dieser auch bis zum Frühjahr 2014 finanziert. Die Projektleitung liegt derzeit bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Rheine sowie der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) für Rheine.
Minus 6000 Arbeitsplätze
Der EWG-Geschäftsführer Manfred Janssen stellte den Lingener Ausschussmitgliedern zunächst Ziele der Kooperation vor: „Dieser zunächst lose Zusammenschluss aller Gemeinden, Städte und Landkreise soll vor dem Hintergrund der Schließung von Karmann in Rheine 2009 (-1000 Arbeitsplätze), dem Abzug der Heeresflieger in Rheine (-2000), der Schließung der Zeche in Ibbenbüren 2018 (-2300) sowie 2022 der Stilllegung des Kernkraftwerkes Emsland in Lingen mit derzeit 750 Mitarbeitern helfen, den dadurch anstehenden wirtschaftlichen Strukturwandel in der Region besser zu meistern.“
Aufgrund der intensiven Wirtschafts- und Arbeitsmarktverflechtungen würden sich die damit verbundenen Folgen nicht nur auf einzelne Standorte beschränken, sondern die gesamte Region betreffen. „Ziel des Netzwerkes ist unter anderem, die ganze Region im Wettbewerb um Investitionen, Fachkräfte und Fördermittel zu stärken“, ergänzte der zuständige EWG-Regionalmanager Jan Stockhorst.
„Es ist richtig, gemeinsam aufzutreten. Diese Kooperation ist aber zu groß, um ganz unmittelbar etwas tun zu können“, warnte FDP-Ratsherr Jens Beeck zudem vor zu festen Strukturen der neuen Kooperation: „Denn ob es ein Erfolg wird, können wir heute noch nicht sagen.“
Einen respektvollen Umgang der Partner untereinander mahnten zudem Edeltraud Graeßner (SPD) sowie Robert Koop von den „Bürgernahen“ an. „Oder werden einige Partner diese Kooperation nur nutzen, um wirtschaftlich relevante Informationen über konkurrierende Kommunen zu sammeln? Ich will ja hier keine Namen nennen ...“, bemerkte Koop – schließlich doch auf Lingens Nachbargemeinde Wietmarschen-Lohne verweisend.
„Größere Verbünde haben bei Fördermitteln bessere Chancen. Die Konkurrenz der Gemeinden untereinander wird dabei sicher nicht aufgehoben, gemeinsame Projekte können aber sinnvoll sein“, erklärte der Lingener Wirtschaftsförderer Helmut Höke schließlich auf die Frage von Heinz Tellmann (CDU) nach der Ausgestaltung der Kooperation.
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