FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 21.12.2013:

Kulturpreis für Schepers und Radermacher - Stadt Lingen vergibt Auszeichnung erstmals

Lingener Tagespost - Lokales vom 21.12.2013

Lingen. „Sie haben die Kulturszene in unserer Stadt geprägt wie kein anderer.“ Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone bringt es auf den Punkt, warum für die erstmalige Vergabe des Kulturpreises der Stadt die Wahl auf Norbert Radermacher und Heiner Schepers gefallen ist.

Ein Kulturpreis habe bisher in Lingen gefehlt. „Wenn man bedenkt, dass Lingen die Kulturmetropole des Emslandes ist, ist es wichtig, dass wir unsere Kunstschaffenden sowie die Menschen, die sich mit größtem Engagement für die Kultur einsetzen, auch für ihr Engagement ehren“, begründete Krone auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates die Vergabe des Preises.

Radermacher und Schepers hätten sich durch ihre herausragenden Leistungen über viele Jahrzehnte hinweg um das kulturelle Leben in Lingen verdient gemacht und das Leben der Bürger mit ihren vielfältigen Schöpfungen bereichert.

Radermacher habe seit 1979 das kulturelle Leben in Lingen entscheidend mitgestaltet. Krone hob drei „herausragende Projekte“ seines Wirkens hervor. „1980 warst du maßgeblich am Aufbau des Theaterpädagogischen Zentrums der emsländischen Landschaft (TPZ) beteiligt, der deutschlandweit größten Einrichtung ihrer Art.“ Mehr als 20 000 Lingener würden heute jährlich die Angebote des TPZ wahrnehmen. Bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2006 habe Radermacher immer wieder neue Impulse, künstlerische Ideen und Konzepte gegeben.

Von weltweiter Bedeutung sei das von Radermacher 1990 initiierte Welt-Kindertheater-Festival (WKT), das alle vier Jahre, so auch 2014, nach Lingen zurückkehre. Fünf WKT habe Radermacher als künstlerischer Leiter begleitet, dem Festival ein Gesicht gegeben.

Darüber hinaus habe Radermacher erfolgreich am Aufbau des heutigen Hochschulstandortes Lingen mitgewirkt. „Das Konzept für den Standort Lingen enthielt von Anfang an die Einrichtung eines grundständigen Studienganges Theaterpädagogik. Nicht unerwähnt ließ Krone eine Vielzahl weiterer Projekte und Tätigkeiten von Radermacher.

Auch der Name Heiner Schepers sei untrennbar mit der Stadt Lingen und ihrer Kunstszene, die er national und international bekannt gemacht habe, verbunden. 1978 habe Schepers die Lingener Malschule mitgegründet. Die älteste Kunstschule Niedersachsens sei Vorbild für viele Neugründungen.

1983 sei „das Jahr des Heiner Schepers“ gewesen. „Sie haben das erste internationale Fest der Puppen initiiert. Sie waren maßgeblich an der Gründung des Kunstvereins Lingen beteiligt und haben den Verein bis Ende 2008 als Geschäftsführer geleitet.“ Auch sei Schepers an der Gründung des Lingener Kunstpreises beteiligt gewesen, der aktuelle Kunst in Lingen präsentiere und junge Künstler fördere. Zudem habe Schepers 1983 damit begonnen, Einzel- und Gruppenausstellungen im Foyer des Theaters an der Wilhelmshöhe zu organisieren. „Sie merken an dieser Aufzählung, dass genau vor 30 Jahren ein Ruck durch die Lingener Kunstszene ging und die Initiativen, die Heiner Schepers angestoßen hat, bis heute nachwirken.“

1997 sei die Lingener Kunsthalle im Gebäude der Halle IV eröffnet worden. Erster Direktor war Heiner Schepers. Krone betonte: „Unter Ihrer Leitung hat sich die Kunsthalle als wichtiger Standort zeitgenössischer Kunst und Kunstvermittlung etabliert.

Radermacher und Schepers legten in ihren Dankesworten Wert darauf, dass sie vieles allein nicht geschafft hätten. Radermacher: „Ich danke den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, ohne die die Arbeit nicht möglich wäre. Das geht nur im Rahmen der Gemeinschaft.“ Schepers: „Eigentlich hätten die vielen, die Bestandteil und Basis meiner Arbeit waren, diesen Preis verdient.“
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