FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 19.12.2013:

Ab jetzt heizen Linus und Emsauenpark mit Fernwärme - Lingener Kläranlage liefert drei Millionen Kilowattstunden

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Seit Mittwoch werden das Linus-Bad und der Emsauenpark in Lingen mit Fernwärme beheizt – mit überschüssiger Energie aus der Kläranlage der Stadt.

Und auch wenn der Geschäftsführer der Stadtwerke Lingen, Arno Ester, den Ball bei der Begrüßung der Gäste vor Ort ziemlich flach hielt, so muss man nach Angaben von Beobachtern schon lange suchen in Deutschland, um eine Stadt in der Größenordnung von Lingen zu finden, die über eine solch innovative Kläranlage wie in der Emsstadt verfügt.

Wie Ester mitteilte, verfügt die Stadt künftig über eine Kläranlage, die Energie im Überschuss produziert. Zur ökologischen und ökonomischen Nutzung der auf der Kläranlage nicht benötigten Wärme ist ein Fernwärmeverteilernetz aufgebaut worden. Daran seien insbesondere das Linus-Bad sowie die Stadtvillen und Stadthäuser im Emsauenpark angeschlossen. „Wir haben heute die Fernwärmeleitung in Betrieb genommen und haben damit gleich eine vierfache Win-win-Situation“, freute sich Ester zusammen mit Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone.

Erstens wurde eine zusätzliche Einnahmequelle durch das Beheizen des Emsauenparks mit „grüner Wärme“ geschaffen. Zweitens bleiben Esters Ausführungen zufolge durch die zusätzliche Einnahmequelle die Abwassergebühren für den Verbraucher stabil. Drittens könne das Linus als großer Energieverbraucher ganzjährig mit Wärme versorgt werden und viertens profitiere davon auch die Umwelt, weil die transportierten drei Millionen Kilowattstunden jährlich aus regenerativen und nicht fossilen Energien gewonnen würden. Ester: „Damit ist wirklich alles rund.“

„Novum für die Stadt“

Dank zollte der Geschäftsführer nicht nur den bauausführenden Unternehmen, sondern insbesondere den Mitarbeitern der Kläranlage, weil nur mit ihnen diese Leistung habe erbracht werden können.

Nachdem der Oberbürgermeister den Schieber für die Fernwärmeleitung offiziell geöffnet hatte, betonte dieser, dass eine solche Nutzung für die Abwärme der Kläranlage ein Novum für die Stadt sei. Krone: „Damit bricht für Lingen ein neues Zeitalter an, weil wir damit auf der einen Seite Geld verdienen und auf der anderen Seite etwas Gutes für unsere Umwelt leisten – und das nicht nur kurzfristig, sondern auf lange Sicht.“ Ein „tolles gemeinschaftliches Projekt“ der Stadtentwässerung und der Wirtschaftsbetriebe Lingen, so Krone.

Nach weiteren Informationen steht nicht nur die Leitung zum Linus, sondern auch im ganzen Neubaugebiet des Emsauenparks. Lediglich die einzelnen Hausanschlüsse müssen bei Bedarf noch gelegt werden. Die Wärme wird zu etwa zwei Dritteln vom Linus-Bad und zu einem Drittel vom Emsauenpark abgenommen. Gekostet hat alles rund 1,1 Millionen Euro.
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