FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 17.11.2013:

110 Bürger in Lingen von Lärm stark geplagt

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Die Zahl der durch den Straßenverkehr in Lingen ganztägig und in der Nacht von sehr hohen Lärmbelastungen betroffenen Anwohner liegt nach aktuellen Berechnungen bei jeweils circa 110 Personen. Darauf hat der Leiter des Fachbereiches Bauen und Umwelt, Hans-Josef Lis hingewiesen. Im Umweltausschuss erläuterte er den Abschlussbericht über „das Ergebnis der Überprüfungen im Rahmen der zweiten Stufe der EU-Umgebungslärmrichtlinie für das Gebiet der Stadt Lingen“.

Der Fachbereichsleiter: „Die Gesamtzahl der in Lingen durch den Straßenverkehr auf den Hauptverkehrsstraßen gemäß der EU-Umgebungslärmrichtlinie sehr hohen Lärmbelastungen ausgesetzten Anwohner ist mit circa 0,2 Prozent der Gesamteinwohner der Stadt Lingen vergleichbar sehr gering.“ Selbst unter Einbeziehung aller Hauptverkehrsstraßen in Lingen, die nicht der EU-Umgebungslärmrichtlinie unterlägen, könne von einer Gesamtbetroffenheit von circa 0,3 Prozent der Gesamteinwohner in Lingen ausgegangen werden.

Lis zufolge sieht die Verwaltung daher derzeit keine Veranlassung, zur Reduzierung des Verkehrslärms einen umfassenden Lärmminderungsplan gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz zu erstellen. Er betonte, dass in Sachen Lärmschutz schon viel gewonnen sei, wenn sich die Straßen in einem ordentlichen Zustand ohne Schlaglöcher befänden.
Stadtbaurat Lothar Schreinemacher stellte zur Diskussion, im Rahmen eines Verkehrsentwicklungsplanes durch eine Verlagerung des Verkehrs von den besonders belasteten Straßen und eine Verringerung der Höchstgeschwindigkeit auf 40 km/h den lärmgeplagten Anwohnern zu helfen.

Jens Beeck (FDP) bewertete die vollzogenen verkehrsberuhigenden Maßnahmen in der Rheiner Straße und in der Kaiserstraße kritisch. „Die Flüssigkeit des Verkehrs hat durch die Maßnahmen sehr gelitten.“ Es beeinträchtige die Lebensqualität der Anwohner, wenn sich die Autos auf den genannten Straßen stauten und die Abgase in die geöffneten Fenster der Häuser zögen.

Eine Beurteilung der Lärmbelastungen durch den Schienenverkehr in Lingen ist laut Lis derzeit nicht möglich, weil das Eisenbahn-Bundesamt bislang keine Lärmkarten zur Verfügung gestellt hat.
Lis teilte mit, dass es mit dem Konzernbevollmächtigten der Bahn für Niedersachsen und Bremen wegen der Lärmbelästigung durch Güterzüge der Deutschen Bahn ein Treffen vor Ort in Lingen geben werde. Derzeit sei man dabei, einen Termin abzustimmen. Unterdessen bereitet die Verwaltung die erneute Prüfung des Verkehrslärms nach EU-Recht vor. Diese muss bis zum 18. Juli 2018 fertig sein.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


FREI-BRIEF

Mitglied werden