FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 26.06.2013:

100 Prozent für Schreinemacher - Neuer Stadtbaurat in Lingen

Lingener Tagespost - Lokales vom 26.06.2013

Lingen. Lothar Schreinemacher ist neuer Stadtbaurat in Lingen. Der Stadtrat wählte den 52-Jährigen am Dienstag in geheimer Wahl mit 38 Jastimmen. Es gab keine Gegenstimmen oder Enthaltungen.
Schreinemacher tritt damit die Nachfolge von Georg Lisiecki an, dessen Amtszeit am 14. Oktober nach acht Jahren ausläuft. Der gebürtige Lingener hatte die letzten zehn Jahre als Stadtbaurat in Nordhorn gearbeitet (siehe auch das Interview auf dieser Seite).
In der Vechtestadt war er vor knapp zwei Jahren auch für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. In Lingen ist Schreinemacher kein Unbekannter. Von 1991 bis 2003 leitete er das Stadtplanungs- und Hochbauamt der Stadt, seit 1998 zudem den Eigenbetrieb Zentrale Gebäudewirtschaft. In diesen Funktionen wirkte er beispielsweise bei der Umgestaltung der Halle IV mit.
Lingens Stadtbaurat Georg Lisiecki gehörte mit zu den Gratulanten. Er hatte sich auch vor Beginn der Sitzung länger mit ihm unterhalten.
Der neue Stadtbaurat freute sich sehr über das herausragende Abstimmungsergebnis. Diese „Vorschusslorbeeren“ seien gleichzeitig eine Verpflichtung für ihn, sich für seine Heimatstadt Lingen einzusetzen. Schreinemacher bot allen Fraktionen eine faire Zusammenarbeit an und nahm anschließend viele Gratulationen entgegen.
Zuvor hatte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone erklärt, dass nach der öffentlichen Ausschreibung der Stelle 15 Bewerber, neun Männer und sechs Frauen, in die engere Auswahl gekommen seien. Daraufhin seien dann fünf ausgewählt und zu Vorstellungsgesprächen eingeladen worden, sagte Krone. Er hat in seiner Funktion als Oberbürgermeister das Vorschlagsrecht. „Ich habe mich dann für Lothar Schreinemacher ausgesprochen, weil er nach meiner Einschätzung der geeignetste Bewerber ist.“
Der 52-Jährige hatte anschließend Gelegenheit, sich den Ratsmitgliedern vorzustellen. Schreinemacher, der an der Technischen Universität Hannover Architektur studiert hat, nannte drei Gründe für seine Entscheidung, sich auf die Stelle zu bewerben: Lingen sei eine dynamische Stadt mit einer ebenso dynamischen Wirtschaft, die außerdem durch Hochschule und Emslandhallen herausrage. Als zweiten Grund nannte er die Möglichkeit, seine Heimatstadt mitgestalten zu können. Außerdem wolle er eine weitere Entwicklungsstufe in seinem beruflichen Werdegang nehmen.
Schreinemacher nahm anschließend die Glückwünsche der Fraktionen entgegen. Von Birgit Kemmer, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, bekam er ein kleines Bäumchen als Geschenk. Welchen Wunsch die Partei damit verbinde, sei wohl klar, meinte Kemmer schmunzelnd.

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Kommentar von Thomas Pertz
Ein Traumstart

Das ist ein Traumstart für den neuen Lingener Stadtbaurat. Alle Ratsmitglieder haben Lothar Schreinemacher zum Nachfolger von Georg Lisiecki gewählt. Damit wird Schreinemacher von einer breiten Basis im Lingener Stadtrat getragen. 100 Prozent Zustimmung – mehr geht nicht.

Der 52-Jährige hat sich nicht nur durch seine zehnjährige Arbeit in gleicher Position in Nordhorn fachlich qualifiziert. Schreinemachers Tätigkeit in der Lingener Bauverwaltung in den Jahren zuvor ist vielen Bürgern in der Stadt und den Ortsteilen ebenfalls noch in guter Erinnerung.

Dies alles mag ihm den Start als Baudezernent in seiner Heimatstadt erleichtern. Einfacher wird die Arbeit hier gleichwohl nicht für ihn. Zwar hat es Schreinemacher in Lingen nicht mehr mit der Umwandlung von Industriebrachen wie die der früheren Nordhorner Textilgrößen Nino und Rawe zu tun. Aber mit dem früheren Hochschulgebäude am Wall zum Beispiel wartet ein städtebaulich hochinteressantes Grundstück auf die gestalterische Handschrift des neuen Stadtbaurates. Notwendig sind auch weitere Impulse im Bereich des Marktplatzes.

Hinzu kommt eine höchst interessierte Öffentlichkeit in Lingen mit einer Vielzahl selbst ernannter Experten in allen Bau- und Gestaltungsfragen. So manche Tage an der Vechte könnten da ruhiger gewesen sein als die kommenden an der Ems. Wenn Schreinemacher die Gelassenheit und jene Prise Humor behalten hat, die ihn in seinen letzten Lingener Amtsjahren ausgezeichnet haben, sollte ihn das aber nicht stören.
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