FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 26.04.2013:

Beeck: Kritik der BN ist blanker Hohn - Rat lehnt Antrag auf städtebaulichen Wettbewerb ab

Lingener Tagespost - Lokales vom 26.04.2013

pe Lingen. Mit den Stimmen von CDU, SPD und der Liberalen Fraktion hat der Lingener Stadtrat einen Antrag der Bürgernahen abgelehnt, einen städtebaulichen Ideenwettbewerb durchzuführen. Die Fraktion von Bündnis 90/Grünen unterstützte den Antrag.
Die BN hatten diesen vor dem Hintergrund des bevorstehenden Abrisses des Gebäudes der ehemaligen Hauptschule Am Wall gestellt, das in den letzten Jahren von der Hochschule genutzt worden war. Seit der Eröffnung des Campus an der Kaiserstraße steht das Gebäude leer. Es soll abgerissen werden und das Areal vorläufig als Parkraum zur Verfügung stehen.
BN-Fraktionsvorsitzender Robert Koop verwies darauf, dass es allerhöchste Zeit sei, eine städtebauliche Neuordnung des Areals auf den Weg zu bringen. „Man reißt doch keine Schneisen ins Stadtbild, wenn man nicht weiß, wie sich die Dinge entwickeln sollen“, kritisierte Koop den Abriss des Gebäudekomplexes zwischen Konrad-Adenauer-Ring und Am Wall Süd. Der Verwaltung und besonders dem Stadtbaurat warf Koop Ideen- und Tatenlosigkeit vor. Die Mehrheitsfraktion sah er beim Thema Innenstadtentwicklung mehr auf der Zuschauertribüne, obwohl sie doch „auf den Platz gehört“.
„Freihalten sinnvoll“
Den Vorwurf ließ CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling nicht auf sich sitzen. „Wir haben eine gute Mannschaft und brauchen keine Ersatzspieler“, meinte der Christdemokrat in Richtung Bürgernahe. Dass der Bereich neu entwickelt werden müsse, sei unstrittig. Darüber aber heute schon zu entscheiden sei nicht sinnvoll. Es handele sich um die letzte große Innenstadtfläche in Lingen. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass es durchaus Sinn machen könne, ein solches Grundstück auch über einen längeren Zeitraum freizuhalten, um sich alle Optionen offenzuhalten. Die Vorwürfe Koops Richtung Verwaltung wies Hilling „entschieden zurück“.
Ähnlich äußerte sich auch Jens Beeck für die Liberale Fraktion. Es sei „blanker Hohn“, zu behaupten, dass in der Innenstadt in den vergangenen Jahren nichts passiert sei. „Wir müssen uns mit dem Thema befassen, aber nicht heute, die Kritik an der Verwaltung ist falsch“, sagte Beeck. Es bringe nichts, hier etwas „übers Knie zu brechen“, meinte auch die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Edeltraut Graeßner. Zunächst einmal gelte es, die aktuellen Bauvorhaben abzuarbeiten.
Als neues Ratsmitglied verpflichtet wurde Georg Lohmann. Der Baccumer CDU-Politiker tritt die Nachfolge von Lutz Klaas an, der aus gesundheitlichen Gründen auf sein Ratsmandat verzichtet hatte. Hilling verlas zuvor eine Erklärung von Klaas, in der er sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Rat bedankte.

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Ergänzend zu dem Bericht stellen wir klar, dass es nicht darum ging die Idee eines Wettbewerbs dauerhaft abzulehnen. Wohl aber darum die gegenüber der Planungsverwaltung geäusserte Kritik der BN zurückzuweisen "in der Lingener Innenstadt passiere seit Jahren nichts". Allein in den zurück liegenden zwei Ratsperioden sind, fährt man den innerstädtischen Ring einmal gedanklich ab,
- der gesamte Bahnhofsbereich mit Unterführung, neuem zentralen Busbahnhof, Tanzgalerie und Radstation
- auf der anderen Seite der Bahn der neue Hochschulcampus
- das Medicus-Wesken Ärztehaus
- erhebliche Neugestaltungen, Erweiterung und Sanierung im Bereich des St. Bonifatius Hospitals inkl. neuer Tiefgarage
- im Bereich der Fußgängerzonen und des Marktplatzes eine vollständige Umgestaltung mit Bürgerbeteiligung geplant und zu einem überwiegenden Teil bereits umgesetzt worden.
Auf das Lookentor und die Volksbank-Umgestaltung sowie viele weitere Einzelmaßnahmen Privater in der Kernstadt Lingens sei ergänzend hingewiesen.

Dass daneben die Emslandarena fertig gestellt wird, die Planungen für die Grundsanierung des Theaters an der Wilhelmshöhe weit fortgeschritten sind, der Emsauenpark entwickelt und baureif gemacht wurde, der Alte Hafen im Wege eines städtebaulichen Wettbewerbs zur Vermarktung vorbereitet ist und in der gesamten Stadt diverse Wohnbaugebiete und Flächen für Gewerbe und Industrie entwickelt wurden bedarf für den Lingener kaum der Erinnerung. Dabei gab es nicht nur Entwicklungen, die von den Liberalen zu 100 Prozent begrüßt werden.
Aber Untätigkeit in der Planungsverwaltung und Stillstand in einer Stadt sehen sicher anders aus.

Jens Beeck
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