FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 21.12.2012:

Tiefgarage und Parkhaus bis 22 Uhr geöffnet - Einstimmiger Beschluss im Ausschuss

Lingener Tagespost - Lokales

bm Lingen. Auch wenn das Öffnen der Tiefgarage unter dem Marktplatz und im Garagenhaus neben dem Rathaus bis 22 Uhr die Stadt Lingen rund 11 000 Euro kostet, soll dieser Service auch weiterhin Bestand haben. Das entschied jetzt einstimmig der Wirtschafts- und Grundstücksausschuss der Stadt Lingen. Begründet wurden die Kosten mit einem erhöhten Personalaufwand, weil die Garagen einer Videokontrolle unterlägen, die ständig beobachtet würde.
Auf die Frage von SPD-Ratsfrau Edeltraut Graeßner, warum es überhaupt einer Überwachung bedürfe und man die Garagen nicht über das Magnetband an der Parkkarte betreten könne, antwortete Ulli Boss, Geschäftsführer der Stadtwerke Lingen: „Natürlich ist es technisch möglich, eine normalerweise verschlossene Garage, über ein an der Karte integriertes Signal zu betreten. Allerdings kommt uns dann der Sicherheitsgedanke zu kurz. Sollte dieser nicht mehr gewährleistet sein, werden wir auch diese Garagen nicht mehr bewirtschaften“, betonte Boss.
Zudem betonte der Geschäftsführer, dass der Kosten-Nutzen-Vergleich in keinerlei Verhältnis stünde. Es werde sehr viel Geld für nur wenige Ein- und Ausfahrten zwischen 21 und 22 Uhr ausgegeben.
Das wollte Jens Beeck, Liberale Fraktion, allerdings so nicht stehen lassen. Seinen Erfahrungen zufolge seien die Garagen nicht flächendeckend videoüberwacht. Zwar verstehe er die Argumentation der Stadtwerke, die diese Garagen bewirtschafteten, doch seien die überirdischen Parkplätze knapp bemessen, weshalb er für seine Fraktion auch längere Öffnungszeiten fordere. Auch die 22-Uhr-Regelung sei für ihn „provinziell“ und für eine Stadt wie Lingen, die ja auch eine entsprechende Gastronomie vorweise, in keinster Weise angemessen.
Perfekt ausgeleuchtet
Auch SPD-Mann Stefan Wittler kritisierte die zu kurzen Öffnungszeiten der Garagen: „Lieber lässt man eine Frau in stockdunkler Nacht zum Pulverturm laufen, als die Garagen länger zu öffnen?“
Letztendlich machte Boss noch einmal deutlich, dass man auch am Krankenhaus oberirdische Parkplätze, die perfekt ausgeleuchtet seien, vorhalte. Zudem befänden sich diese in unmittelbarer Nachbarschaft zum Marktplatz. „Brauchen wir wirklich noch mehr Parkplätze?“
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