FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 15.10.2012:

Lässig-launige liberale Laberei mit dem Landtagskandidaten der FDP Dirk Meyer

Chrissis Kolumne unter www.waslosinlingen.de

D. Meyer stellt sich Fragen von C. Adam
D. Meyer stellt sich Fragen von C. Adam
In aufsteigendem Alter habe ich bis jetzt die Landtagskandidaten Andreas Kröger (30) und Jörg Großmann (31) interviewt. Nun stellt sich in korrekter Rangfolge Dirk Meyer (35) von der FDP meinen Fragen.

Lieber Dirk Meyer, was für ein Zeitpunkt, sich als liberaler Kandidat aufstellen zu lassen: Umfragewerte bescheiden, Witze über Rösler und Co. an der Tagesordnung, Zoff in der Koalition. Deshalb als Erstes: Hut ab! Ich finde es mutig, sich für eine – sagen wir mal – Partei, die gerade nicht im Aufschwung ist, in den öffentlichen Wind zu stellen. Was sind Ihre Beweggründe? Haben Sie auf der letzten Parteiversammlung das kürzere Streichholz gezogen, ist es Harakiri, oder bringen Sie so viel Schwung mit, dass Sie guten Mutes in den Wahlkampf schreiten?

Liebe Frau Adam, da das Streichholzmonopol schon 1983 während der CDU/FDP Koalition gefallen ist und neuerdings alle liberalen Würdenträger die Elektrozigarette rauchen, waren keine Streichhölzer zugegen und ich wurde in einer ordentlichen und geheimen Wahl gewählt.

Sie fragen, ob es Harakiri ist, für die FDP anzutreten. Frau Adam, demokratischer Wettbewerb ist die Grundidee unserer Gesellschaft. Ich stelle mich dieser Herausforderung aus meiner innersten liberalen Überzeugung. Bürgerrechte, Freiheit und ein fairer Wettbewerb sind kein Harakiri, sondern meine Grundwerte und die der FDP. Ich denke, dafür lohnt es sich, jederzeit zu kämpfen unabhängig davon, ob die Sonne scheint oder ob es stürmt.

Wer ist der größte Superheld des 20. Jahrhunderts? Ist es Superman? Ist es Batman? Ist es Spiderman? Nein, es ist Genschman! Ich oute mich hier jetzt mal: Hans-Dietrich Genscher ist für mich Mister Bundesrepublik! Die Worte „Ich bin zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise …“, die am 30. September 1989 auf dem Balkon der Prager Botschaft von ihm gesprochen wurden, haben für mich auch nach dem x-ten Mal hören immer noch mehr Gänsehaut-Faktor als der gesamte Titanic-Film mit Kate Winslet und Leonardo Di Caprio. Was ist mit der FDP heute? Kein Genschman in Sicht?

Frau Adam, mein größter Held war und ist Jean-Luc Picard, Captain der USS Enterprise. Am politischen und diplomatischen Geschick von Captain Picard kann auch die heutige Generation etwas lernen. Ohne Frage, Frau Adam, Herrn Genschers Bedeutung für die FDP und die BRD ist unumstritten. Ich gebe zu bedenken, Frau Adam, dass auch die Politikonen zu ihrer aktiven Zeit genauso in der täglichen Kritik standen wie unsere heutigen Politiker, bei Herrn Genscher ist z.B. der Koalitionswechsel 1982 zu nennen. Die historische Chance von Herrn Genscher im Rahmen der Wiedervereinigung wird wohl keinem in unserer Generation zu teil werden.

Da hat er Recht! Ich bleibe trotzdem Genschman-Fan! ;-)

Wir als FDP-Niedersachsen sind mit Herrn Stefan Birkner als Spitzenkandidat sehr gut aufgestellt. Herr Birkner hat als liberaler Umweltminister die Umweltpolitik in Niedersachsen wieder vom Kopf auf die Füße gestellt. Der Schutz von Natur und Landschaft kann für die FDP nur unter Einbeziehung der Menschen gelingen, nicht durch deren Ausschluss. Jeder, der Herr Birkner kennenlernt, ist von seiner Authentizität und seiner Bürgernähe begeistert. Ich lade alle Leser und auch Sie, Frau Adam, ein, lernen Sie Herrn Stefan Birkner kennen.

Sehr gern! Geben Sie Bescheid, wenn sich Herr Birkner hier in Lingen aufhält! :-)

Guido Westerwelle ist 2002 mit dem Guidomobil durch Deutschland gefahren, um 18% der Stimmen für den Bundestag zu bekommen. In Hamburg ist er aus seinem Guidomobil gestiegen, ich stand direkt davor und wollte ihm die Hand schütteln. Er hat mich ignoriert. :-( Danach bin ich zum Stand der Jungen Liberalen gegangen und habe mich bei ihnen nach dem Thema Umweltschutz erkundigen wollen. Die Jungs haben mir gesagt: „Umweltschutz ist nicht so das Thema der FDP.“ Dann hat’s mir auch gereicht mit den Burschen. Und Guido hat seine 18% ja auch nicht bekommen. Pöh! Aber das können Sie doch eigentlich nicht so stehenlassen. Ich habe die Autobiographie „Erinnerungen“ von Hans-Dietrich Genscher gelesen (immerhin 1030 Seiten ohne Glossar und handsigniert ;-) , so ziemlich das Härteste, das ich je gelesen habe). Dort erfuhr ich, dass die erste Partei der Bundesrepublik, die den Schutz der Umwelt in ihrem Programm verankert hat, die FDP war. Herr Meyer, sollte ich im Januar 2013 Ihnen meine Stimme geben, kann ich meinem Dackel dann noch guten Gewissens in die Augen schauen?

Frau Adam, da muss ich Ihnen Recht geben. Wir als FDP waren über Jahre unbestritten zu stark auf das Thema Steuern ausgerichtet. Wir als Liberale im südlichen Emsland, insbesondere federführend durch Jens Beeck, wirkten maßgeblich am Tierschutzprogramm der FDP mit. Die FDP Niedersachsen stellt seit Jahren erfolgreich die Umweltminister in Niedersachsen. Unsere Umwelt und Landschaft ist eine Ressource, welche wir nicht gedankenlos einzelwirtschaftlichen Interessen unterwerfen sollten. Umwelt und Naturschutz ist eine Pflicht für jeden, der ressourcenorientiert denkt, wir als FDP wollen daher, dass Fracking erst nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden kann und dass Fracking in Trink- und Mineralwassergewinnungsgebieten ausgeschlossen ist.

Wir als FDP sehen Umwelt und Energie als einheitliches Themenfeld an. Wer den Ausbau von erneuerbaren Energien fordert, sollte dafür sorgen, dass die Förderung dieser mit der Nachfrage nach Energie gekoppelt wird und nicht wie bisher den reinen Aufbau von Kapazitäten. Wer nur den Aufbau von Kapazitäten fördert, der gefährdet die Arbeitsplätze im Bereich erneuerbare Energie. Ziel der FDP ist es, Angebot und Nachfrage nach Energie zusammenzuführen. Dies ist bislang durch EEG-Umlage und Befreiungsvorschriften zur Stromsteuer nicht gewährleistet.

A pro pos Dackel: Sie arbeiten in einer Steuerkanzlei. Was sagen Sie zum Thema Hundesteuer?

Richtiger Ansprechpartner ist hier der Rat der Stadt Lingen, denn die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer. Mein Steuerspartipp ist, kaufen Sie sich eine Katze.

Also, das kann ich meinem Dackel nicht verkaufen. Ich verschweige es ihm daher lieber! o_O

Die meiste Zeit seit Begründung der Bundesrepublik war ein Liberaler als Außenminister für uns in der Weltgeschichte unterwegs. Lingen unterhält Städtepartnerschaften zu diesen fünf Städten:

Vereinigtes Königreich: Burton-upon-Trent
Polen: Bielawa (Langenbielau)
Deutschland (Sachsen): Marienberg
Spanien: Salt
Frankreich: Elbeuf

Hier ein paar kleine Aufgaben:

Ordnen Sie folgende Gerichte den jeweiligen Städten zu:
Quarkkeulchen, Tapas, Fish&Chips, Piroggen, Crêpe Suzette

Vereinigtes Königreich: Burton-upon-Trent: Fish&Chips
Polen: Bielawa (Langenbielau) : Piroggen
Deutschland (Sachsen): Marienberg : Quarkkeulchen
Spanien: Salt : Tapas
Frankreich: Elbeuf : Crêpe Suzette

Herr Meyer: korrekt soweit!
Suchen Sie sich eines dieser Gerichte aus.
Piroggen
Aha, polnische Teigtaschen also!
Verabschieden Sie sich von unseren Lesern in der dazugehörigen Sprache.
Ich bin Dirk Meyer von der FDP, 35 Jahre alt, Steuerberater von Beruf und ich bitte am 20. Januar 2013 um Ihre Stimme.
Das ist jetzt zwar kein Polnisch, aber das kann ich nun auch wirklich nicht von Ihnen erwarten. Ich lasse es trotzdem gelten, weil Sie auch die Aufgabe Nummer 4 richtig beantworteten:
Laden Sie mich zu diesem Essen ein! :-)
Sie sagen wo und wann. Die Rechnung ist meine. Rufen Sie an! Sehr schön, Herr Meyer! Da wir in Lingen kein polnisches Restaurant haben und ich Sie nicht zu Kochen nötigen möchte, schlage ich vor, wir weichen auf italienische Teigtaschen aus. (Piroggen = gefüllte Teigtaschen). Das italienische Restaurant Da Sandro gegenüber dem Bahnhof serviert ganz schmackhafte Ravioli, Tortellini oder Panzerotti. Den Termin machen wir unter uns aus.
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