FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 11.10.2012:

Lingener Parkhügel völlig verwahrlost: Kritik am Stadtbaurat - Politik fühlt sich nicht ernst genommen

Lingener Tagespost - Lokales

In einem völlig verwahrlosten Zustand befindet sich der Parkhügel in Lingen. Der einst „ausgezeichnete“ Spielplatz ist zugewachsen und in Teilen abgängig. Foto: Burkhard Müller (LT)
In einem völlig verwahrlosten Zustand befindet sich der Parkhügel in Lingen. Der einst „ausgezeichnete“ Spielplatz ist zugewachsen und in Teilen abgängig. Foto: Burkhard Müller (LT)
Lingen. Massive Kritik vonseiten der Politik hat sich während der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses (PBA) der Stadt Lingen am Dienstagabend Stadtbaurat Georg Lisiecki eingehandelt. Insbesondere Jens Beeck, Liberale Fraktion, warf dem Stadtbaurat vor, sich nur ungenügend oder gar nicht um die Situation rund um den Parkhügel am Lookentor gekümmert zu haben.

Die Liberale Fraktion hatte beantragt, das Thema Parkhügel mit Spielplatz und die Erweiterung des Lookentors im Ausschuss zu beraten (wir berichteten).

Keine lange Sache für den Stadtbaurat, der erklärte, dass aus dem Parkhügel „kein Rosengarten“ zu machen sei und man an dieser Stelle auch „keine Steuergelder verschwenden“ sollte. Zudem machte Lisiecki darauf aufmerksam, dass bei einem möglichen Ausbau der Einkaufspassage der Parkhügel durch eine Erweiterung der Tiefgarage ersetzt werde.

Das allerdings war Jens Beeck und den anderen Ausschussmitgliedern zu wenig. „Seit Jahren präsentiert sich hier ein unschönes Bild. Eine Anfrage bei dem Investor des Lookentors hätte genügt, eine mögliche Perspektive aufzuzeigen“, wetterte Beeck. Die Liberale Fraktion habe unter anderem eine Bestandsaufnahme und Vorschläge erwartet, wie man kostengünstig dieses Areal wieder der Öffentlichkeit zuführen könne. „Überall leisten wir uns neue und teure Bauwerke, und hier, an zen-traler Stelle mitten in der Stadt ?“, fragte Beeck kopfschüttelnd. Auch Margitta Hüsken (SPD) fiel die Antwort des Stadtbaurates zu dünn aus. Sie erinnerte daran, dass dieser Spielplatz einmal sehr schön gewesen sei.

Christdemokrat Uwe Hilling betonte ebenfalls, dass dieses Thema zeitnah aufgearbeitet werden müsse. Sollte sich aus den Gesprächen mit dem Investor ergeben, dass hier in den nächsten zwei Jahren nichts passieren werde, sei die Stadt aufgerufen, hier tätig zu werden. „Die Verwaltung soll sich Gedanken machen, was wir hier tun können“, unterstrich Hilling mit aller Deutlichkeit.

Selbst den Einwand von Lisiecki, dass Gespräche mit dem Investor aufgenommen worden seien, aber man noch nicht wisse, wann sie zu einem Abschluss gebracht werden können, ließ der Liberale Beeck nicht gelten: „Wir können dort Bänke aufstellen, vielleicht eines der alten Spielgeräte montieren
und uns überlegen, ob wir hier nicht auch noch ein Wasserspiel einrichten können. So aber kann dieser Spielplatz ganz bestimmt nicht bleiben.“

Unsere Zeitung hat sich am Mittwoch selbst ein Bild von dem ehemaligen Spielplatz gemacht. Seit Jahr und Tag scheint hier keine helfende Hand mehr tätig gewesen zu sein. Das ganze Areal ist über die Zeit hin zugewachsen, in Teilen vermüllt und Holzbrücken und -stufen verwittert oder schon vermorscht. Dennoch lässt sich unschwer erkennen, dass es sich hier einmal um einen sehr schönen Spielplatz gehandelt hat. Fazit: Hier hilft kein „grüner Daumen“ mehr, sondern nur noch Spaten und Hacke.
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