FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 27.03.2012:

Leserbriefe zum Thema Ulanenstraße

Lingener Tagespost - Lokales

Umdenken muss erfolgen

„Verfolgt man in den letzten Monaten die Entscheidungen zur Ausgabenpolitik der Stadt Lingen, wird ein-mal mehr deutlich, was sich in den Vorjahren bereits abzeichnete: Es geht nicht ‚alles‘. Einnahmemöglichkeiten müssen gefunden, Ausgabepositionen überprüft werden. Scheinbar gelten auch Versprechen wie das zur zügigen Lkw-Verkehrsentlastung Damaschkes auf einmal nicht mehr?
Es muss ein Umdenken erfolgen: 1. Entscheidungsträger sind gut beraten, sich ehrlich und offen mit den Bürgerinnen und Bürgern abzu-stimmen, um bei anstehenden Projekten und Ausgaben sinnvolle Prioritäten festzulegen. Stichwort: Bürgerbeteiligung vor Ort!
2. Wichtiges Kriterium muss dabei die Notwendigkeit sein, chancengleiches Leben für die Menschen der Stadt zu ermöglichen: Bildung, Soziales, Integration und Sicherheit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene muss vorrangig vor allem anderen sein, was Verschönerungen oder nicht dringend Notwendiges in Stadt- und Ortsteilen darstellt. Also: Gesunder und besonnener Menschenverstand vor Nehmer- und Gebermentalitäten!
3. Verlässliche Aussagen und Versprechungen geben, die auch eingehalten werden! Nur dann ist ein akzeptierendes Mitgehen der Bürgerinnen und Bürgern zu erwarten. Die Stadt Lingen hat öffentlich bereits Ausgaben für 2013 versprochen. Wenn 2012 im Haushalt eingestellte Vorhaben weiter geschoben werden, was geschieht dann mit Investitionen, die für die Jahre 2013 versprochen wurden?
Es wird unüberschaubar für alle und fördert einmal mehr das Gefühl: ‚Die da oben machen ja doch, was sie wollen!‘
Deshalb sind auch wir Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen gefordert: 1. Informieren wir Entscheidungsträger über unsere Anliegen, deren Hintergründe, Notwendigkeiten und vor allem Details. Woher sollen sie diese erfahren, wenn nicht von uns selbst?
2. Nutzen wir alle Beteiligungsmöglichkeiten! Nur wer richtig informiert ist, kann fundiert entscheiden!
3. Lassen wir uns selbst mit Rat und Tat in die Verantwortung nehmen für unsere Nachbarn der gesamten Stadt, Einzelinteressen werden den Menschen selten gerecht!
Nur so werden wir nachvollziehbare Prioritäten finden und sie unseren Ratsfrauen und Ratsherren auf ihren {. . .} Entscheidungsweg mitgeben können.“

Anna Matern-Bandt, Lingen


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„1500 Unterschriften interessieren doch keinen“

„Mit großer Verwunderung habe ich den Bericht in der Lingener Tagespost vom Samstag ,Ulanenstraße erst 2013‘ gelesen. Ich wollte mir einfach nicht vorstellen, dass Verwaltung und Politik in Lingen so wankelmütig arbeiten.
Doch wenn ich dann die Vergangenheit mal Revue passieren lasse, komme ich schnell zu der Einsicht: Die Lingener Politiker interessiert es nicht, welches Gefahrenpotenzial für die Bürger in Damaschke besteht, wenn Kinder die unerträglich stark befahrene Bundesstraße 213 zum Kindergarten oder zur Schule überqueren müssen. Wenn Lkw (fünf bis sechs Fünfachser hintereinander) über die Kreuzung Haselünnerstraße/Von-Droste-Hülshoff-Straße donnern, empfindet man den Sog so stark, dass man glaubt, gleich liegt man auf der Straße.
Aber welchen Politiker interessiert das schon, sie wohnen ja nicht hier. In den Stadtteilen, wo sie zu Hause sind, wird um 30er-Zonen und Berliner Kissen geworben.
Den Bürgern in Damaschke wird jetzt schon über Jahre versprochen, die Situation mit dem Bau der Ulanenstraße zu entschärfen. Im letzten Jahr schien es so, als würden die Sorgen der Bewohner ernst genommen. Es gab Besprechungen und Entscheidungen, bei denen die Finanzierung und die Termine der einzelnen Bauabschnitte propagiert wurden.
Doch jetzt werden unter dem Motto, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, andere Prioritäten gesetzt, oder dem Motto ,Die Bürger haben ja doch keine Ahnung‘ oder: Die 1500 geleisteten und dem Oberbürgermeister übergebenen Unterschriften für den Ausbau der Ulanenstraße interessiert die Verwaltung doch einen Kehricht.
Ich denke, das jährliche Verschieben der Haushaltsmittel wird auch in den nächsten Jahren nicht aufhören, und die Ulanenstraße wird nur dann weitergebaut, wenn für die anliegenden Firmen Notwendigkeit besteht.
Ich finde es sehr bedauerlich, dass die Politiker in der Stadt Lingen nicht in der Lage sind, Versprochenes auch zu halten und somit vielleicht ein wenig die Politikverdrossenheit der Wähler zu mildern.“

Doris Kühn, Lingen
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