FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 08.03.2012:

SKM will Dienstgebäude erweitern - Stadt unterstützt Baumaßnahme

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Die Stadt Lingen wird vorbehaltlich der Beratungen zum Haushalt
2012 dem SKM in Lingen einen Zuschuss in Höhe von maximal 200 000 Euro für die Erweiterung des Beratungs- und Betreuungsgebäudes an der Lindenstraße gewähren. Das hat der Ausschuss für Familie, Soziales und Integration in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.
Der Ausschuss folgte der von Ausschussmitglied Monika Heinen (CDU) vorgetragenen Empfehlung der CDU-Fraktion, in Anbetracht der schwierigen Haushaltslage der Stadt den Zuschuss mit jeweils 100 000 Euro in die Haushalte für 2012 und 2013 zu verteilen. Der SKM hofft zudem auf eine Förderung durch den Landkreis in Höhe von ebenfalls 200 000 Euro. Vom Deutschen Hilfswerk werden knapp 273 000 Euro erwartet. Als Eigenmittel des SKM sind 208 000 Euro veranschlagt.
Nach Angaben der Verwaltung hält der SKM in enger und guter Zusammenarbeit mit der Stadt eine große Zahl von Beratungsdiensten in den unterschiedlichsten Sparten vor. „Um diese Beratungsdienste auch in Zukunft effizient und effektiv durchführen zu können, ist die Verbesserung der räumlichen Situation durch die Erweiterung des Beratungsgebäudes sinnvoll“, heißt es in der Sitzungsvorlage.
Gegenüber unserer Zeitung kündigte SKM-Geschäftsführer Günter Rohoff an, im August mit der Erweiterung beginnen zu wollen. Fertigstellung solle Mitte nächsten Jahres sein. In das Gebäude werde die Flüchtlingsarbeit integriert. Vorgesehen sei auch der Einbau eines neuen Aufzuges. Die Zahl der Parkplätze werde sich von gegenwärtig 18 auf 22 erhöhen.
Gute Arbeit
Michael Fuest (Grüne) forderte die Verwaltung dazu auf, bei der Wahrnehmung von sozialen Aufgaben nicht nur den SKM und den SkF, sondern auch andere Organisationen wie das Diakonische Werk und die Arbeiterwohlfahrt zu berücksichtigen. „Wir sollten uns in diesem Bereich breiter aufstellen“, sagte Fuest. Gleichwohl bescheinigte er SKM und SkF, gute Arbeit zu leisten.
Günter Schnieders, Fachbereichsleiter Jugend, Arbeit und Soziales, verwies darauf, dass SKM und SkF seit vielen Jahren verlässliche Partner der Stadt im sozialen Bereich seien. Während einer Sitzungsunterbrechung betonte der stellvertretende Geschäftsführer des SKM, Hermann-Josef Schmeinck, dass der SKM seit seiner Gründung im Jahr 1956 durch gute Arbeit kontinuierlich gewachsen sei. Schmeinck gehört dem Ausschuss als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an.
Ausschussmitglied Marc Riße (Bürgernahe) appellierte an den SKM, nicht nur am Haupteingang, sondern auch zur Parkplatzseite einen behindertengerechten Zugang zu ermöglichen. Schmeinck sicherte zu, die Pläne diesbezüglich zu überprüfen.

***

Kommentar der LT:

Ein siegreiches Team nicht wechseln

Never change a winning team – auf Deutsch: „Wechsele niemals eine siegreiche Mannschaft aus“ könnte als Überschrift über die seit Jahren praktizierte enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt auf der einen und dem SKM Lingen sowie dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) auf der anderen Seite stehen. Natürlich ist Grünen-Ratsherr Michael Fuest beizupflichten, dass es prinzipiell wünschenswert wäre, wenn weitere soziale Organisationen bei der Übernahme wichtiger Aufgaben berücksichtigt würden.

Dann müssten sie allerdings auch die Kompetenz dazu haben und ihren Anteil am „Kuchen“ einfordern.

Solange dies nicht der Fall ist, gibt es keinen Grund für die Stadt, von der engen Zusammenarbeit mit SKM und SkF abzurücken. In beiden katholischen Einrichtungen spielt übrigens die Konfession der Ratsuchenden überhaupt keine Rolle. Nur der Mensch zählt.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


FREI-BRIEF

Mitglied werden