FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 07.03.2012:

Wie sich die FDP im Emsland neu erfindet - Unternehmer verhilft Ortsverein zu 700 Prozent Zuwachs

NOZ - Einblicke vom 07.03.2012

dapd Apeldorn. Die Zukunft der FDP liegt im Emsland. Während den Liberalen fast überall in Deutschland die Mitglieder davonlaufen, verzeichnet der Ortsverein Emsland-Mitte einen Zuwachs von 700 Prozent. Keimzelle des Erfolgs ist die Ortschaft Apeldorn bei Meppen. Dahinter steht Jungunternehmer Tobias Kemper. Der 25-Jährige hat wieder Leben in das Dorf gebracht. Die Einwohner zahlen es ihm mit Wählerstimmen und Parteieintritten zurück. „In der letzten Woche hatte ich wieder sechs Anfragen“, sagt Kemper.
Das Emsland ist gesamtpolitisch betrachtet eine tiefschwarze Region. In manchen Gemeinderäten wie in Groß Berßen hält die CDU 100 Prozent der Sitze. Die FDP dümpelt ähnlich den Trends auf Bundes- und Landesebene zwischen zwei und drei Prozent vor sich hin.
Ausnahme Apeldorn: Bei der Kreistagswahl im September bekam FDP-Mann Kemper mehr als 50 Prozent der Stimmen und zog in das Regionalparlament ein. „Die Menschen merken, dass ich nur das Beste für den Ort will und dass man mit Eigeninitiative etwas bewegen kann“, begründet Kemper den politischen Höhenflug.
„Eigeninitiative“ ist ein Wort, das der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende gerne benutzt und auch umsetzt. Noch vor einem Jahr war die Infrastruktur in dem 800 Einwohner zählenden Dorf überschaubar. Selbst die Grundschule schloss nach drei geburtenschwachen Jahrgängen.
Dann machte sich der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann Kemper selbstständig und übernahm das leer stehende Gebäude an der Hauptstraße. Er machte daraus ein Dorfzentrum mit einem kleinen Supermarkt, Imbiss und Geldautomat. Drei Angestellte und vier Aushilfen arbeiten dort mittlerweile.
Kempers „shop & snack“ hat alles, was der Apeldorner begehrt. Senioren kaufen frische Brötchen und heben Geld ab, Jugendliche treffen sich abends bei Pommes und Currywurst, und Lkw-Fahrer holen sich einen Kaffee . „Das ist der neue Ortsmittelpunkt“, sagt der 39-jährige Matthias Overkamp und schleppt nach einem Schwätzchen mit dem Inhaber zwei Kisten Mineralwasser. Neben dem Geschäft floriert auch der FDP-Ortsverein. Binnen fünf Jahren ist die Mitgliederzahl von 5 auf 40 gestiegen, darunter viele Junge. Einer der Neuen ist der 20-jährige Johannes Lamping. Seit drei Wochen hat er das Parteibuch. „Früher hatten wir nicht wirklich etwas in Apeldorn. Die FDP hat mit Tobias Kemper alles aufgebaut und viel erreicht“, sagt der Schüler.
Von der Partei ist er begeistert, weil auch seine Meinung gefragt sei. „Trotz meines jungen Alters werde ich respektiert. Die Älteren kommen auf mich zu. So macht Politik Spaß“, sagt Lamping.
Nur auf die FDP-Spitze und die bundesweiten Geschicke der Partei will der überraschende regionale Aufschwung in Apeldorn bislang nicht abfärben. „Du hast meine Stimme bekommen, aber eure Leute in Berlin sind nicht wählbar. Solche Sätze höre ich oft“, sagt Kemper.
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