FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 05.03.2012:

FDP Emsland: E 233 stimuliert die wirtschaftliche Entwicklung

Aber es werden mehr als sieben Anbindungen fürs Emsland gefordert

Der Ausbau der E 233 (B 402/B213/B 72/B 69) zu einer vierstreifigen Straße sei eine alte Forderung der Liberalen, betonte der FDP-Kreisvorstand Emsland auf seiner jüngsten Sitzung in Meppen. Er sei aber auch heute noch wichtig für das Wachstum der Region. Kritisch wurde angemerkt, dass es im Emsland zu wenige Anbindungen an diese Strecke gebe.

Die FDP lobte die Initiativen und das zuletzt gezeigte Engagement bei der Umsetzung der Planungen, die jetzt schon zur Auftragsvergabe der Vermessungsarbeiten führte.

Man müsse nicht müde werden bei der Begründung der Straßenbaumaßnahme. Die E 233 stelle immerhin die kürzeste Verbindung zwischen Rotterdam/Amsterdam und Bremen/Hamburg und weiter nach Nord- und Osteuropa dar. Bis zur deutschen Einheit seien die Straßen zumeist lediglich in Nord-Süd-Richtung ausgebaut worden. Eine West-Ost-Trassierung fehle oft.

Die E 233 sei zudem von großer Bedeutung für die gegenseitige Erreichbarkeit der Kommunen innerhalb des Emslandes und des prosperierenden Oldenburger Münsterlandes. Dort floriere mit beispielhaften vor- und nachgelagerten industriellen Bereiches die Agrarwirtschaft auch durch den frühen Ausbau der Hansa-Linie. Auch die E 233 werde, so der neue FDP-Kreisvorstand in seiner ersten Sitzung, dazu beitragen, die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu stimulieren. Außerdem erleichtere eine gute Anbindung des Wirtschaftsraums den Zugang zu Absatz- und Beschaffungsmärkten, fördere die interregionale Arbeitsteilung und verbessere die Standortgunst der Region im interregionalen Wettbewerb.

Die B 402 westlich der Autobahn 31 ist bereits vierspurig ausgebaut und geht in den Niederlanden in den ebenfalls vierspurigen Autosnelweg A 37 über. Der vierspurige Ausbau der Bundesstraßen 402 und 213 von der A 31 bis westlich Cloppenburg wurde im aktuellen Bundesverkehrswegeplan in den "weiteren Bedarf mit Planungsrecht" aufgenommen. Ende 2008 haben das Land Niedersachsen, die Landkreise Cloppenburg und Emsland sowie der Städtering Zwolle - Emsland eine Vereinbarung zur Durchführung und Finanzierung der Planung abgeschlossen.

Das Verkehrsbedürfnis sei nachgewiesen, das Nutzen-Kosten-Verhältnis günstig.

Die FDP der Region und auch die FDP-Kreistagsfraktion habe sich mehrfach engagiert mit den Wirtschafts- und Verkehrsministern Hirche, Rösler und Bode für den Ausbau der Strecke eingesetzt. Für die endgültige Umsetzung der Pläne gebe es aber einige Details, die zu überprüfen seien. Da sei zuerst einmal die Prüfung weiterer Anschlussstellen. Gewiss sei bei der überörtlichen Bedeutung dieser Strecke und bei der höhenungleichen Anbindung jede Anschlussstelle kritisch zu überprüfen. Aber ein Verhältnis von 14:7 zwischen den Kreisen Cloppenburg und Emsland sei doch zu hinterfragen. Die E 233 hat in beiden Kreisen den gleich langen Streckenverlauf.
Während im Cloppenburgischen zuletzt weitere Anbindungen zugelassen worden seien – Kneheimer Weg in Richtung Molbergen oder Molberger Straße an die Nordumgebung Cloppenburg -, sei im Emsland im Zweifelsfall von einer Anbindung abgesehen worden. Das gelte vor allem für die Anbindung von Flechum, die mit der K 209 (von Werlte kommend) verbunden werden könne. Die FDP war sich einig, dass drei Anbindungen für den Raum Versen/Meppen zu wenig sind. Auch sei anfangs zu wenig an den periphären Raum Hümmling (Sögel/Werlte) gedacht worden. Mittlerweile sei der veränderte Anschluss in Haselünne-West (Sautmannshausen) als Ersatz für den Wegfall der Anschlussstelle Sögel zu akzeptieren.
Im Kreis Cloppenburg erhielte Löningen zwar „nur“ zwei Anschlussstellen, aber durch den Bau der „Nordumgehung der Nordumgehung“ indirekt zwei weitere Anbindungen. Lastrup komme auf vier Anschlüsse und die Nordumgehung Cloppenburg, die eines Tages sogar durch die Südumgehung ersetzt werden solle, werde gleich fünfmal angeschlossen. Zu guter Letzt kämen für Emstek drei Anschlussstellen hinzu. FDP-Kreistagsabgeordneter Tobias Kemper: „Das müssen wir kritisch hinterfragen, denn die Räume haben die gleichen Ansprüche auf eine gute Verkehrsinfrastruktur“.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


FREI-BRIEF

Mitglied werden