FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 20.12.2011:

Hausgewächs, das gut ins Team passt“ - Gerenkamp neuer Erster Kreisrat

Lingener Tagespost - Kreis Emsland

hh Meppen. Es ist die wichtigste Personalentscheidung, die ein Kreistag alle acht Jahre zu treffen hat – und wie fast immer, so gab es auch bei der Neubesetzung der Position des Ersten Kreisrates als Verwaltungsstellvertreter von Landrat Reinhard Winter im Kreistag am Montag keinen großen Diskussionsbedarf. Innerhalb weniger Minuten stand nach geheimer Abstimmung fest: Mit Dezernent Martin Gerenkamp rückt ein langjähriger Verwaltungsmitarbeiter und Dezernent in die Stellvertreter-Postion von Winter auf.

Das Votum der Kreistagsabgeordneten war ohne vorangegangene Diskussionen zur Person des 47-ährigen eindeutig: 53 der 61 Kreistagsabgeordneten waren für Gerenkamp, drei enthielten sich und fünf verweigerten die Zustimmung. Ob es sich bei den Nein-Stimmen um die Abgeordneten der Grünen handelte, blieb aufgrund der geheimen Wahl offen. Es war allerdings die Fraktion der Grünen, der bei der Gerenkamp-Wahl die Transparenz fehlte. Nikolaus Schütte zur Wick sah „kein richtiges Auswahlverfahren, wenn über 40 Bewerbungen eingehen und wir nun nur noch Ja oder Nein sagen dürfen“. Ihm fehle die Transparenz.

Landrat Winter hatte zuvor ausführlich seine Beweggründe aufgezeigt, warum er, gemäß seinem Vorschlagsrecht laut Niedersächsischem Kommunalverfassungsgesetz Gerenkamp dem Kreistag zur Wahl angeboten hatte. Der Christdemokrat: „Ich habe nach Sichtung der über 40 Bewerbungen mit neun Bewerbern vertiefende Gespräche geführt und dabei alle Interessenten gegen den Bewerber aus dem eigenen Haus abgewogen und abgeprüft, um sicher zu sein, wer der Beste ist.“

In die Bewertung seien neben der Fachkenntnis auch die Frage des Wohnortes, das Alter („Die Stelle soll nicht in wenigen Jahren wegen des Erreichens des Rentenalters schon wieder vakant sein“) und die Teamfähigkeit eingeflossen. Schell sei ihm klar geworden, dass mit Gerenkamp ein Bewerber seinen Hut in den Ring geworfen habe, bei dem „die Qualifikation stimmt, der das Emsland kennt und in fast allen Bereichen Erfahrungen gesammelt hat“.

Gerenkamp, so zeigte sich Winter überzeugt, werde „alle Vorstellungen erfüllen, die wir an ihn stellen werden.“ Der Lingener Familienvater sei „ein Hausgewächs, das gut ins Team passt, seit 17 Jahren mit guter Arbeit überzeugt hat und Land und Leute kennt“. Zudem genieße Gerenkamp bei Vereinen und Institutionen einen guten Ruf.

Der neue Erste Kreisrat machte deutlich, dass für ihn die Bewerbung für das Amt „ein konsequenter Schritt in meiner Biografie ist und ich mich den Emsländern auch verpflichtet fühle“. Es sei die beste Entscheidung seines Lebens gewesen, 1992 als Münsterländer ins Emsland zu ziehen. „Jetzt freue ich mich auf die neue Aufgabe“, so der Jurist.

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Kommentar der LT

Kommentar
Kontinuität garantiert
Aus Erfahrung gut“ – so hieß es viele Jahre in der Werbung. Und das passt auch gut zu der Wahl von Martin Gerenkamp zum Ersten Kreisrat. In mehrfacher Hinsicht. Der Kreis hat seit Jahren gute Erfahrungen gemacht mit Mitarbeitern, die im eigenen Hause aufgestiegen sind. Das gilt auch für Gerenkamp, der nach der Wahl zum Dezernenten in verantwortlicher Position überzeugt hat. Ebenso wichtig: Landrat Winter muss ebenfalls – zwischenmenschlich – gute Erfahrungen mit seinem zukünftigen Stellvertreter gemacht haben. Also passt die Wahl. Sie garantiert nicht zuletzt Kontinuität in der Arbeit. Für Winter und Gerenkamp wird die neue Konstellation eine Herausforderung. Sie müssen als Team funktionieren, wenn sie allen Herausforderungen gerecht werden wollen. Da sie sich kennen, dürfte das kein Problem werden.
Spannend wird zudem zu beobachten sein, welche Rolle die neue rechte Hand Winters in der Öffentlichkeit übernehmen darf. Bekanntlich wurde das Emsland in dieser Hinsicht zwei Jahrzehnte von einer medialen Alleinherrschaft regiert. Ein Duo mit Arbeitsteilung kann auch in diesem Bereich viele Vorteile bringen. Die nächsten acht Jahre werden es zeigen. Gutes Gelingen!
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