FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 07.12.2011:

Sportausschuss: Golfclub soll 70 000 Euro Zuschuss erhalten - Für Ausbau der Driving Range und für Parkplätze – SPD, Grüne, Bürgernahe und Liberale Fraktion stimmten dagegen

Lingener Tagespost - Lokales

mir Lingen. Die CDU-Mehrheit im Lingener Sportausschuss hat sich für einen Zuschuss in Höhe von 70 000 Euro zugunsten des Golfclubs Emstal ausgesprochen. Auf dem in Beversundern an der Ems gelegenen Golfplatz soll die Driving Range erweitert sowie ein Abschlaghaus, ein Ballhäuschen und 34 neue Parkplätze entstehen.
Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen liegen laut Antrag bei 295 000 Euro. Der Golfclub kalkuliert mit weiteren Zuschüssen vom Landkreis Emsland (30 000 Euro), der Emsländischen Sparkassenstiftung (20 000 Euro) und des Kreissportbundes/
Landessportbundes (53 000 Euro). Als Eigenleistung sollen 122 000 Euro einfließen.
Gegen den städtischen Zuschuss votierten die Grünen, die Bürgernahen und die SPD. Hintergrund der Ablehnung: Für die Erweiterung der Driving Range und der Parkplätze müssten 35 Stileichen weichen. Zudem äußerten die Grünen in der letzten Ratssitzung, als die CDU die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans durchsetzte, ihre Sorgen um die Population des Hirschkäfers (wir berichteten).
Im Rat enthalten hatte sich die Liberale Fraktion. Im Sportausschuss stimmte Dr. Godula Süßmann gegen den Zuschuss für den Golfclub. Angesichts der Mitglieder, die dort aktiv seien, könne man davon ausgehen, dass der Golfclub die 70 000 Euro selbst aufbringen könne, begründete Süßmann.
4,13 Millionen Euro
Um Fairness gegenüber dem Golfclub bat daraufhin der Ausschussvorsitzende Stefan Heskamp (CDU). Er verwies darauf, dass der Golfclub seit 1978 Investitionen von 4,13 Millionen Euro getätigt hat. Die Stadt förderte den Golfplatz bislang mit 151 000 Euro. Laut Sportförderrichtlinien könnten bis zu 25 Prozent der Maßnahmen bezuschusst werden, der aktuelle Antrag decke 23,73 Prozent ab.
Der Golfclub, der zurzeit 14 Voll- und Teilzeitarbeitskräfte beschäftigt sowie 809 Mitglieder hat, darunter 100 Jugendliche und Junioren, begründet die Baumaßnahmen damit, dass die Attraktivität des Platzes gewahrt werden und mit der Verlängerung der Bahnen den Entwicklungen im Golfsport Rechnung getragen werden müsse.
Der städtische Zuschuss soll auf die Haushalte 2012 und 2013 aufgeteilt werden. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die bauplanungs- sowie bauordnungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, der Finanzausschuss die Mittel bereitstellt und die Gesamt-Finanzierung gesichert ist.


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Weitere 600 000 Euro für neue Turnhalle
Gesetzesänderung erhöht die Kosten

mir Lingen. Was lange in Beratung ist, soll nun endlich gut werden: Der Lingener Sportausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln für den Bau einer neuen Zweifeld-Turnhalle an der Matthias-Claudius-Grundschule im Ortsteil Heukamps Tannen empfohlen. 600 000 Euro sollen demnach zusätzlich in den Haushalt 2012 eingebracht werden, wenn der Finanzausschuss zustimmt. Insgesamt soll der Neubau nun 2,7 Millionen Euro kosten.
„Mehrfach mussten wir die Maßnahme verschieben“, erinnerte Ausschussvorsitzender Stefan Heskamp (CDU). Bereits 2009 hatten unter anderem Planungs- und Bauausschuss sowie Sportausschuss in gemeinsamer Sitzung für den Bau plädiert, nachdem offensichtlich geworden war, dass sich die alte Halle in einem schlechten Zustand befindet. Im November vergangenen Jahres wurde der Baubeginn der neuen Halle verschoben, weil 17 Millionen Euro im städtischen Haushalt 2010 fehlten. Im Vermögenshaushalt 2011 waren schließlich 1,1 Millionen Euro für das Vorhaben eingebracht worden, ebenso eine Verpflichtungsermächtigung für das Jahr 2012 über eine weitere Million Euro.
Die Verzögerungen brachten allerdings Kostensteigerungen mit sich, wie die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage ausführte. Der Grund: die weitergehenden gesetzlichen Anforderungen im energetischen Bereich durch die Änderung des „Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz“ vom 28. Juli 2011. Demnach muss die Energie von Neubauten der öffentlichen Hand zu 15 Prozent regenerativ erzeugt werden.
Heimat für den ESV
Konsens herrschte im Sportausschuss über die Notwendigkeit des Neubaus. So erinnerte Werner Hartke (CDU) an den Besuch von Innenminister Uwe Schünemann, der sich im Januar 2011 vom schlechten Zustand der bisherigen Halle überzeugt hatte. Er hoffe, so Hartke, dass im Frühjahr 2012 mit dem Neubau der Halle begonnen werden könne, und verwies darauf, dass man so dem ESV Lingen eine neue Heimat geben könne.
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