FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 01.12.2011:

Arena kostet 400 000 Euro mehr - Für Altlasten und neuen Zaun

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Um rund 400 000 Euro teurer als bisher geplant wird voraussichtlich der Bau der zukünftigen Emslandarena an der Lindenstraße in Lingen.

Die Gründe: Zum einen müssen auf dem zukünftigen Arenagelände für prognostizierte 460 000 Euro belastete Bodenabfälle entsorgt werden. Und zum anderen schlägt eine aus Sicherheitsgründen erweiterte Zaunanlage rund um die neue Arena mit etwa 50 000 Euro zu Buche. Dagegen konnten durch Einsparungen im Parkplatzbereich Süd die Kosten um etwa 90 000 Euro minimiert werden, sodass die Nettokosten insgesamt von 19 auf rund 19,4 Millionen Euro angestiegen sind.

Das wurde im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung des baubegleitenden Ausschusses Emslandarena sowie des Betriebsausschusses Emslandhallen von Stadtbaurat Georg Lisiecki bekannt gegeben.

In einer Presseerklärung kritisierten die Bürgernahen (BN), dass die Kosten inzwischen die 23-Millionen-Euro-Grenze überschritten hätten. Die Nettokosten lägen bei 19,41 Millionen Euro. Hinzu kämen 19 Prozent Umsatzsteuer. Die Kostensteigerungen würden mit dem Aufwand für die Altlastenbeseitigung und für einen Zaun um die geplante Halle mit mehr als 50 000 Euro begründet.

Die BN-Ratsmitglieder Atze Storm und Robert Koop kritisierten, dass es sich bei den Steigerungen keineswegs um einen Mehraufwand, sondern um vergessene Kosten für die Arena handele. Bei dem abgelehnten Meyerhoff-Modell (Ausbau der jetzigen Emslandhallen) seien rund eine halbe Million Euro für Altlasten eingeplant gewesen, bei der beschlossenen Alternative kein Cent. Auch ein vernünftiger Zaun um eine Arena sei schon aus Sicherheitsgründen immer erforderlich gewesen, heißt es abschließend von den Bürgernahen.

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte dazu gestern Lisiecki, dass man zwar gewusst habe, dass in diesem Bereich Bodenkontaminationen zu erwarten gewesen seien. Man habe damals aber noch keine gesicherten Zahlen nennen können. „Wir mussten erst die Planung der Halle abschließen, bevor wir uns daranmachen konnten, den Boden näher zu untersuchen. Hätten wir im Vorfeld Bohrungen durchgeführt und es wäre zu keinem Hallenneubau gekommen, wäre uns wohl vorgeworfen worden, Geld vergraben zu haben“, betonte Lisiecki.

In Sachen Zaunanlage erklärte der Stadtbaurat, dass es BN-Ratsherr Storm gewesen sei, der sich gegen ein direktes Herantreten an die Arena ausgesprochen habe. Während vorher nur die Einzäunung des Betriebshofs geplant gewesen sei, habe man nun eine Planung entworfen, die die ganze Arena, mit Ausnahme des Foyer-Bereichs, umzäune. „Diesem Wunsch aus der Politik haben wir uns angenommen. Wir haben den Zaun verlängert sowie sechs weitere Sicherheitstore eingeplant. Was es nun seitens der BN zu kritisieren gibt, ist mir nicht erklärlich.“ Der Stadtbaurat bezog auch zu den von den BN in den Raum gestellten 23 Millionen Euro Gesamtkosten für die Arena Stellung. „Es ist steuerrechtlich geprüft, dass in diesem Bereich keine Mehrkosten auf uns zukommen.“
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