FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 15.11.2011:

Zwei Kandidaten für SPD-Vorsitz in Lingen Mitgliederversammlung am Freitagabend – Bendick und Beranek ziehen positive Bilanz

Lingener Tagespost - Lokales
Lingen. An diesem Freitag werden sich zwei Lingener Sozialdemokraten um den Vorsitz im SPD-Ortsverein Lingen bewerben. Dies teilten Dr. Bernhard Bendick und Jürgen Beranek, die den Ortsverein seit März kommissarisch leiten, in einem Gespräch mit unserer Zeitung mit. Namen nannten die beiden allerdings nicht.

Die beiden Vorstandsmitglieder hatten seit dem Rücktritt des SPD-Vorsitzenden Jürgen Schonhoff und seiner Stellvertreter Heike Berth und Peter Supritz im März den Ortsverein geleitet. Supritz wechselte wenige Zeit später zu Bündnis 90/Die Grünen.

Am Freitag treffen sich die SPD-Mitglieder um 19 Uhr im Bürgerzentrum Gauerbach, um eine neue Führungsspitze zu wählen. Die Versammlung ist nicht öffentlich. Er hoffe, dass der neue Vorstand über einen längeren Zeitraum hinweg Politik in Lingen gestalten könne, meinte Bendick.

Der Schepsdorfer ist im neuen Stadtrat Fraktionsvorsitzender der SPD. Gemeinsam mit Beranek hatte er in der schwierigen Zeit nach dem Rücktritt der alten Führungsspitze das Ruder im Ortsverein übernommen. Hauptaufgabe war es, die Kommunalwahl am 11. September inhaltlich und personell vorzubereiten und wieder zu einer neuen Geschlossenheit zu finden.

Trotz aller – auch öffentlich– ausgetragenen Kontroversen um die Besetzung der Listenplätze zogen die beiden Sozialdemokraten ein positives Fazit der vergangenen acht Monate. „Es hat mir sehr gut gefallen, wie im Wahlkampf alle mitgezogen haben, ob es bei der Verteilung der Flyer war oder bei der personellen Besetzung der Infostände“, sagte Beranek. Das neu entstandene Interesse an der Parteiarbeit werde auch daran deutlich, dass zwei Personen um das Amt des neuen SPD-Vorsitzenden kandidieren.

Wie Bendick ergänzte, wird auf den neuen Vorstand viel Arbeit zukommen. Die Revitalisierung der Partei müsse weiter vorangetrieben werden. „Die Mitgliederwerbung bleibt eine wichtige Aufgabe“, unterstrich auch Beranek. Der auf zwei Jahre gewählte Vorstand müsse seine Arbeit auf mehr Schultern verteilen.

Und vor allen Dingen müsse er Ruhe in den Ortsverein
hineinbringen, wie die beiden SPD-Politiker hervorhoben. Die Zahl der Fraktionsmitglieder sei von 14 auf neun geschrumpft. In einer Stadt mit so vielen gewerblichen Betrieben und entsprechender Arbeitnehmerschaft müsse die SPD als Volkspartei eine größere Repräsentanz erreichen.

Dass dies bislang nicht so ist, führten Bendick und Beranek auch auf die vielen öffentlichen Streitereien innerhalb der Lingener Sozialdemokraten zurück. Das habe die CDU in den letzten Jahren besser hinbekommen, indem sie kontroverse Debatten hinter verschlossenen Türen gehalten und auch Parteiaustritte vermieden habe. „Die letzte Person, die aus der CDU ausgetreten ist, war Leni Johannsen“, erinnerte Bendick an deren Wechsel zur Unabhängigen Wählergemeinschaft vor über 20 Jahren. Wenn so viele in der Vergangenheit aus der Lingener SPD ausgetreten seien, habe diese etwas falsch gemacht.

Der neue Vorstand soll es nun richten. Welche Personen es sein werden, entscheidet sich am Ende dieser
Woche.
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