FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 22.10.2011:

Gasturbinen liefern jetzt Energie - Kraftwerk in Lingen ging am Freitag ans Netz – RWE investierte 200 Millionen Euro

Lingener Tagespost - Kreis Emsland

Lingen. Vier neue hochmoderne Gasturbinen sind am Freitag am RWE-Gaskraftwerk in Lingen in Betrieb genommen worden. Gemeinsam drückten der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister, Landrat Hermann Bröring, Oberbürgermeister Dieter Krone, RWE Vorstand Dr. Ulrich Hartmann, Thomas Sacco, Rolls-Royce-Vorstand, und Betriebsratsvorsitzender Martin Merschel den grünen Startknopf, um das Kraftwerk anzufahren.

RWE Power investierte 200 Millionen Euro in die vier Gasturbinen von Rolls-Royce. Sie ersetzen die bisherigen Aggregate aus den 70er-Jahren und steigern die Leistung der beiden Kraftwerksblöcke um 130 MW auf insgesamt 950 MW.

„Sonne und Wind brauchen einen verlässlichen Partner, wenn den regenerativen Energien die Puste ausgeht. Der Standort Lingen ist für dieses Szenario wie geschaffen. Im Hintergrund unser Kernkraftwerk, gleich nebenan das flexible Gas- und Dampfturbinenkraftwerk und hier auf dem Areal des schon bestehenden Kraftwerks nehmen wir gleich vier neue Turbinen in Betrieb“, erläuterte Hartmann die verlässliche Ausnahmesituation dieses Energiestandortes.

Nehme man alles zusammen, erreiche der Standort Lingen eine Kapazität von 3200 Megawatt. Der RWE-Vorstand: „Sechs Millionen Haushalte können mit dieser Leistung zuverlässig mit Strom versorgt werden. Mit fast 20 Milliarden produzierten Kilowattstunden ist Lingen nicht nur einer der größten Energiestandorte in Deutschland, sondern europaweit“.

Ausdrücklich lobte Hartmann zudem, dass es in einer Zeit des „Nein-Sagens“ Spaß gemacht habe, in der Emsstadt zu arbeiten: „Lingen bringt die Dinge nach vorne, Lingen steht für Kontinuität und Zuverlässigkeit, und Lingen hat deshalb auch Erfolg.“

McAllister begrüßte „ausdrücklich“ die Investition der RWE in das Gaskraftwerk, weil es genau diese Maßnahmen seien, „die wir neben der Erweiterung der erneuerbaren Energien und der Stromnetze beim angestrebten Umbau unserer Energieversorgung benötigen“.

Dabei müsse auch zukünftig die Energieversorgung verlässlich, sozialverträglich, kostengünstig und umweltverträglich sein. „Die erneuerbaren Energien werden den Strombedarf in Deutschland mittelfristig nicht vollständig decken können. Das Land unterstützt daher die Gasnetzbetreiber bei der Realisierung geplanter neuer Leitungen“, versprach der Ministerpräsident.

„Wir sind das Herzstück der niedersächsischen Stromversorgung und ein wichtiger Wirtschaftsstandort in Deutschland“, betonte Krone unter anderem und ergänzte, dass man diese Kraftwerke brauche, um zum einen „verlässlich“ Energie zu liefern und zum anderen die regenerativen Energien weiter auszubauen. Mit einem „Augenzwinkern“ erklärte er zum Schluss: „Welche Kommune kann außerdem schon von sich sagen, gleich vier Rolls-Royce in ihrem Fuhrpark zu haben.“

Dass das Emsland „erst mit dem Ausbau der Energiewirtschaft tonangebend“ geworden sei, erläuterte der Landrat Bröring in einem kurzen Rückblick auf die 50er-Jahre. „Die Energie war und ist die Schubkraft, die eine Region erst nach vorne bringt“, erklärte der Chef der Kreisverwaltung.
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