FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 21.10.2011:

Bis zu 400 000 Besucher jährlich - Emslandhallen sind vor 20 Jahren eröffnet worden – Status Quo als Jubiläumsgast

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Die Emslandhallen in Lingen: Hier werden regelmäßig in Nachtschichten noch Stühle weggeräumt, Bühnen aufgebaut oder letzte Ausstellungsstände errichtet. Diese Flexibilität zeichnete das Team der am 7. September 1991 eingeweihten Halle von Beginn an aus. Am kommenden Samstag wird mit den Auftritten von „Status Quo“ und „The Hooters“ nun das 20-jährige Bestehen der als Markt- und Messehallen konzipierten Einrichtung gefeiert.
„Der Bau der Emslandhallen auf dem Grundstück des alten Wagenwerkes der Bundesbahn war für Lingen ein großer Fortschritt und erhöhte in beachtlicher Weise die Zentralität unserer Stadt“, erinnert sich der damalige Oberstadtdirektor Karl-Heinz Vehring heute aber auch noch an einen umfangreichen Planungswettbewerb, zu überwindende Finanzschwierigkeiten und viele intensive Beratungen. Grundlage für die Entscheidung zum Bau der Emslandhallen war, dass unter anderem der deutschlandweit größte und alle 14 Tage in Lingen stattfindende Nutz- und Zuchtviehmarkt in den alten Gebäuden an der Rheiner Straße nur noch unter unzumutbaren Bedingungen durchgeführt werden konnte. Am 7. September 1991 war es schließlich so weit: Die Emslandhallen wurden mit einer Emslandschau feierlich eröffnet, als Ehrengast kam der damalige Kanzleramtsminister Rudolf Seiters nach Lingen.
„Das Hallenkonzept sah zudem die Austragung von Messen, Ausstellungen und Konzerten vor“, erinnert sich der „Gründungs“-Leiter Alfred Storm an die Anfangszeit. Bis 2007 leitete er die sich immer mehr zur Veranstaltungs- und Konzerthalle wandelnden Halle. Vor dem Hintergrund stetig zurückgehender Tierauftriebszahlen ist der Viehmarkt 2005 schließlich eingestellt worden, nur zu den Lingener Kleintiertagen und bei den WEU-Auktionen bevölkern heute noch Tiere die Halle.
1997 wurde auch die Halle IV an der Kaiserstraße dem Eigenbetrieb Emslandhallen übertragen, und der direkt angrenzende traditionelle Kirmesplatz ist mit Eigenmitteln ausgebaut worden und bietet derzeit rund 1000 Pkw und 30 Bussen Platz zum Parken.
Bau der Emslandarena
Erste Bauzäune zeugen jetzt davon, dass der Fortschritt auch vor diesem Bereich nicht haltmacht: Die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen zur Errichtung der bis zu 5000 Besucher fassenden Emslandarena haben in diesem Monat begonnen. Im November kommenden Jahres soll diese offiziell eröffnet und das Angebot der Emslandhallen deutlich erweitert werden. Aber mit den Scorpions, Unheilig, Silbermond, dem stets vor ausverkauftem Haus auftretenden Atze Schröder, Sarah Connor, Udo Jürgens bis hin zu den Wildecker Herzbuben weist auch die Künstlerstatistik der Emslandhallen so einige Schwergewichte der Unterhaltungsbranche auf. Man darf gespannt sein, was das Team um den seit 1. Juli 2007 amtierenden Betriebsleiter Florian Krebs dann in beiden Hallen präsentieren wird.


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Die Emslandhallen in Lingen
Die Emslandhallen in Lingen sind als „Markt- und Messehallen“ 1989 bis 1991 gebaut und am 7. September 1991 mit einer Emslandschau eröffnet worden – der damalige Kanzleramtsminister und heutige Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters, aus Papenburg eröffnete seinerzeit die Regionalmesse.
Zum Eigenbetrieb Emslandhallen gehörte von Beginn an das angrenzende Ausstellungsgelände an der Lindenstraße sowie später die Halle IV an der Kaiserstraße. Als Werksleiter war Alfred Storm gemeinsam mit seinem Team bis 2007 für den Betrieb der Hallen verantwortlich. Seit dem 1. Juli 2007 ist Florian Krebs Betriebsleiter.
Die Emslandhallen gliedern sich in die große Messehalle mit einer Fläche von 7100 Quadratmetern, die kleinere Veranstaltungshalle mit 1765 Quadratmetern sowie den Gas-tronomiebereich mit dem später erfolgten Bau des neuen Foyers sowie dem Restaurant mit 200 Sitzplätzen im Obergeschoss der Halle.
Derzeit laufen die ersten vorbereitenden Maßnahmen zum Bau der Emslandarena: In direkter Nachbarschaft soll diese Arena ab Ende 2013 Kultur- und Sportveranstaltungen für bis zu 5000 Besucher ermöglichen.
Nähere Informationen auch unter www.emslandhallen.de. (vb)

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Messen, Ausstellungen, Konzerte, Comedy bis hin zu Betriebsversammlungen
Emslandhallen-Betriebsleiter Florian Krebs äußert sich im Gespräch zu Höhepunkten aus 20 Jahren und zur Zukunft nach dem Bau der Emslandarena

Lingen. 20 Jahre Emslandhallen: Was ist in dieser Zeit passiert, und was wird aus den Markt- und Messehallen, wenn wie geplant 2013 die neue Emslandarena ihren Betrieb aufnimmt? Zu diesen und weiteren Fragen äußerte sich der Betriebsleiter Florian Krebs in einem Interview mit unserer Zeitung:
Vor 20 Jahren sind die Emslandhallen eingeweiht worden, in Kürze soll zusätzlich die Emslandarena gebaut werden: Was waren Höhepunkte in dieser Zeit, und wie läuft derzeit das Geschäft? Kurz: Gibt es Grund zum Feiern?
Natürlich gibt es Grund zum Feiern! Die Emslandhallen haben sich dank des ganzen Teams zu einer sehr erfolgreichen Eventlocation entwickelt. Der Auftritt von Status Quo und „The Hooters“ im Rahmen unserer Jubiläumsfeier trägt sicherlich zur Abrundung eines tollen Konzertprogramms bei. Auch Comedians wie Dieter Nuhr, Atze Schröder und Otto sorgten für gute Stimmung. Den Erfolg aber nur auf den Konzert- und Entertainmentsektor zu beschränken hieße jedoch, das Licht der Emslandhallen unter den Scheffel zu stellen. Auch im Messe- und Ausstellungssektor erfreuen sich die Hallen wachsender Beliebtheit. Für Betriebsfeiern und Betriebsversammlungen schätzt man ebenfalls den Rahmen der Emslandhallen. Der Erfolg lässt sich natürlich mit Zahlen belegen: Die Besucherzahlen stiegen seit den Anfängen fast kontinuierlich.
Welche Nutzungsänderungen gab es in den vergangenen 20 Jahren, und was ist heute wirtschaftlich besonders bedeutsam?
Die Emslandhallen sind ursprünglich als Ersatz des alten Viehmarktes als Markt- und Messehallen geplant worden. Schon während der Blütezeit eines der größten Viehmärkte Deutschlands gelang es, diese parallel zu einem anerkannten Veranstaltungsort in und für die Region zu entwickeln. Durch Umstrukturierungs- und Umbaumaßnahmen reagierte das Team flexibel auf neue Anforderungen. So konnte die Aufgabe des Viehmarkts durch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm aufgefangen werden. Wesentliche Einnahmequellen sind heute Messen und Ausstellungen, Konzerte und Comedy sowie Betriebsversammlungen und -feiern. Äußerst wichtig für den Erfolg von Veranstaltungsorten unserer Größe und mit unserem Einzugsgebiet ist die Multifunktionalität. Diese hoffe ich, durch den Neubau der Emslandarena in Zusammenspiel mit den bestehenden Emslandhallen noch zu steigern. So wird das Veranstaltungsportfolio „Entertainment“ in noch besserer Qualität für Besucher und Akteure durchgeführt werden können. Zusätzlich wird die Arena Raum für Sportveranstaltungen und Tagungen bieten.
Und wie laufen die Planungen für die Emslandarena?
Die Entwurfsplanung ist abgeschlossen. Im Oktober haben wir mit bauvorbereitenden Maßnahmen begonnen, sodass wir voraussichtlich Ende Juni 2012 mit dem Bau beginnen können. Im Oktober 2013 soll die Emslandarena fertig sein, sodass sie im November 2013 feierlich eröffnet werden kann.
Welche Bedeutung werden die Emslandhallen haben, wenn die Arena in Betrieb ist?
Befürchtungen, dass mit dem Bau der Arena der Verwendungszweck für die Emslandhallen wegfallen wird, sind unbegründet. Die Emslandhallen bieten im nordwestdeutschen Raum mit rund 10 000 Quadratmetern eine der größten zusammenhängenden Ausstellungsflächen. Sie eignen sich dadurch nach wie vor hervorragend für viele Messen und Ausstellungen. Ergänzend dazu werden in der Emslandarena Rock/Popkonzerte, Volksmusik, Comedyveranstaltungen und auch Sportevents in sehr guter Qualität für 900 und bis zu 5000 Besuchern stattfinden.
Als Nachfolger vom langjährigen Leiter Atze Storm sind Sie seit Mitte 2007 Betriebsleiter: An was erinnern Sie sich besonders gerne?
Es ist immer wieder schön zu erleben, dass viele Künstler trotz ihres Erfolges bodenständig geblieben sind. So klopfte mir im Foyer jemand auf die Schulter und stellte sich bei mir als „Karl-Heinz von den Amigos“ vor und fragte mich, ob ich auch gleich beim Konzert dabei wäre. Besonders imponiert haben mir die Organisatoren der lokalen Benefizkonzerte 2007, 2009 und 2011. Durch sehr viel Idealismus und ehrenamtliches Engagement haben sie aus dem Nichts heraus ein tolles Event auf die Beine gestellt. Und viele Künstler versichern uns immer wieder, nicht zuletzt durch Gästebucheinträge, dass sie sich in den Emslandhallen sehr wohl gefühlt haben und gerne wiederkommen werden.
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