FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 05.10.2011:

Erneute Explosion bei der BP in Lingen - Feuer in der Rohöl-Destillation – Ein Schwer- und ein Leichtverletzter – Erneut Kritik an Geschäftsführung

Lingener Tagespost - Lokales
Lingen. Zu einer Explosion kam es am Dienstagmorgen gegen 7.15 Uhr in der Rohöldestillation 1 auf dem Gelände der BP Raffinerie in Lingen-Holthausen. Ein Arbeiter wurde schwer, ein anderer leicht verletzt. Zur Unfallursache und zur Höhe des Sachschadens konnten gestern noch keine weiteren Angaben gemacht werden.
Gegenüber der Presse erklärte Andreas Mohr, kaufmännischer Geschäftsführer der BP Lingen, dass die Werkfeuerwehr der Raffinerie umgehend am Einsatzort gewesen sei und das Feuer nach etwa 20 Minuten mit Schaum gelöscht war. Bei den beiden verletzten Mitarbeitern handele es sich um eigene Leute und keine Fremdfirmenmitarbeiter. Während der eine Verletzte mit schweren Brandwunden in eine Spezialklinik nach Bochum gebracht wurde, konnte der leicht verletzte Mitarbeiter ambulant versorgt werden.
Die unmittelbar betroffene Anlage und die im Verbund stehenden Anlagenteile wurden außer Betrieb genommen, obwohl die Revisionsarbeiten gerade abgeschlossen waren und die Anlage sich wieder im Normalbetrieb befunden hatte. Die regionale Produktversorgung der lokalen Tankstellen und Partner sei dennoch sichergestellt, hieß es aus dem Unternehmen.
Neben dem Stadtbrandmeister Günter Reppien und Brandabschnittsleiter, Alfons Acker, waren auch Erster Stadtrat Dr. Ralf Büring und Katrin Möllenkamp, Fachbereichsleiterin „Bürgerservice, Recht und Ordnung“, vor Ort.
„Laut unseren Informationen bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Anwohner“, erläuterte der Erste Stadtrat gegenüber der Presse. „Die Situation ist unter Kontrolle. Jetzt gilt es, die Ursachen und Folgen des Feuers sauber abzuarbeiten.“
Die Ortsfeuerwehren Holthausen und Altenlingen seien lediglich noch unterstützend tätig geworden.
Um den Brand zu löschen, habe die Werkfeuerwehr Löschmittelschaum einge-setzt. „Wir gehen davon aus, dass die Gewässer nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden – aber Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde kontrollieren diese noch einmal, um jegliche Belastung auszuschließen“, so Büring abschließend.
Ganz und gar nicht zufrieden mit der Informationspolitik der BP Lingen zeigte sich gestern Karl-Heinz Brüggemann, Leitender Polizeidirektor und Chef der Polizeiinspektion (PI) Emsland/Grafschaft Bentheim. „Aus unserer Sicht ist die Zusammenarbeit mit der BP eher suboptimal gelaufen, kritisierte Brüggemann und ergänzte: „Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit hat es nicht gegeben.“
Brüggemann weiter: „Eine solche Raffinerie birgt natürlich auch ein gewisses Gefahrenpotenzial. Und wenn ich denn solch ein Unternehmen betreibe, dann bemühe ich mich doch auch, eine transparente Informationspolitik zu betreiben. Das ist die Raffinerie nicht nur der Po lizei und anderen involvierten Behörden schuldig, sondern in erster Linie den Menschen, die dort im näheren Umfeld wohnen. Es mangelt an Transparenz, und deshalb bringen wir der BP Lingen eine gehörige Portion Skepsis gegenüber mit“, betonte der PI-Chef Brüggemann abschließend.
Die Polizei sei jetzt vor Ort, um die Ursache des Brandes aufzuklären.
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