FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 26.09.2011:

Stadt-Choreografie am Alten Hafen - Peter Wilson stellte Planungen bei einer Bürgerversammlung vor

Lingener Tagespost - Lokales
Lingen. Aus dem Dornröschenschlaf scheint jetzt endgültig das Quartier rund um den Alten Hafen in Lingen zu erwachen (wir berichteten). Das wurde bei einer Bürgerversammlung im IT-Zentrum an der Kaiserstraße deutlich. Über 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger wollten aus erster Hand wissen, wie es um das zukünftige Baugebiet bestellt ist und was insbesondere das Architekturbüro Bolles + Wilson aus Münster mit seinen Planungen beabsichtigt hat. Eigens dafür war Peter Wilson in die Emsstadt gekommen, um diesen Erwartungen Rechnung zu tragen.
Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Dieter Krone erinnerte im Anschluss Lingens Stadtbaurat Georg Lisiecki an die Geschichte des alten Hafens. Besonderes Augenmerk legte der Stadtbaurat dabei auf einen hohen Speicher und ein Packhaus (früher auch Zegeno), die seit 1933 das Bild am Alten Hafen prägten. In den 1970er-Jahren seien diese Häuser der Abrissbirne zum Opfer gefallen, und 1994 habe die Stadt das Areal gekauft, wohl mit dem Gedanken spielend, dass sich in späteren Jahren hier mal etwas städtebaulich ganz Besonderes entwickeln könnte.
Vor diesem Hintergrund erklärte der Stadtbaurat weiter, dass man den Alten Hafen nicht isoliert betrachten dürfe. Der Bereich stünde im engen räumlichen Zusammenhang mit der Innenstadt, der geplanten Emslandarena auf der anderen Seite der Lindenstraße und natürlich in unmittelbarem Kontakt mit der Halbinsel, auf der zurzeit der Baustoffhandel Mayrose seinen Standort habe.
Genau dieses Arrangement habe auch Wilson in seinen Plänen berücksichtigt. Zwei andere Büros, die sich ebenfalls mit diesem Quartier auseinandergesetzt haben, hätten weder in der Politik noch in der Bevölkerung so viel Anklang gefunden wie die Arbeiten der Münsteraner Architekten.
Eine „Stadt-Choreografie“ nannte so auch Wilson seine Entwürfe, die sich um die herausragenden „Lofthäuser“ in Anlehnung an das abgerissene Speicherhaus („Da sollen Erinnerungen geweckt werden“) rankten. „Sichtachsen“ verbänden die einzelnen Häuser optisch mit dem Wasser, was den besonderen Charme dieses geplanten Wohnviertels ausmache.
Neben kleinen Plätzen (Pocketparks) zwischen und vor den Gebäuden mit unterschiedlichen Nutzungen dominiere auch ein Hotel in Richtung Lindenstraße dieses Quartier. Das Haus solle mit seinen angedachten 100 Zimmern nicht nur die Gäste der Stadt beherbergen, sondern auch eine Funktion als Lärmschutz wahrnehmen.
Die Planungen, nur skizziert, weil noch nicht abgeschlossen, stießen bei den Anwesenden auf eine positive Resonanz. Aus dem Plenum heraus wurde an die Adresse der Stadt der Wunsch herangetragen, doch noch einmal über eine Brückenverbindung von der Halbinsel in Richtung „Linus“ nachzudenken.
Maritimes Flair
Außerdem wurde die Frage gestellt, wie man den Wassersport im Alten Hafen etablieren könne, um dem ganzen Areal ein wenig maritimes Flair zu verleihen.
Darauf konnte der Stadtbaurat antworten, dass genau diese Anregungen mit in die zukünftigen Planungen einbezogen würden. Lisiecki: „Wir haben mit dem Alten Hafen die Möglichkeit, das Wasser für die ganze Stadt erlebbar zu machen.“
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