FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 12.09.2011:

CDU verliert, verteidigt aber die Mehrheit Deutliche Zugewinne von Grünen und Bürgernahen – Verluste bei SPD und FDP

Lingener Tagespost - Lokales vom 12.09.2011
Lingen. Die Lingener CDU hat bei der Kommunalwahl am Sonntag ihre absolute Mehrheit verteidigt, aber Stimmenverluste hinnehmen müssen. Auch die SPD verlor, während Bündnis 90/Die Grünen ihren Stimmenanteil fast verdoppelte. Aus dem Stand fast neun Prozent holten die Bürgernahen bei ihrer Wahlpremiere. Bitteres Ergebnis für die FDP: Sie schrumpfte fast um die Hälfte und erhält nur noch einen Sitz im Rat.
Kurz nach 23 Uhr stand das vorläufige Endergebnis fest. Die CDU lag bei 57,21 Prozent (2006: 64,6 Prozent), die SPD kam auf 20,29 (24,2), die FDP holte 2,98 (5,47), Bündnis 90/Die Grünen 9,98 (5,41) und die Wählervereinigung Die Bürgernahen, die erstmals kandidierte, erzielte 8,83 Prozent.
„Der Bürger hat entschieden, dass die CDU die für Lingen in den vergangenen Jahren gute Politik weiter mit einer absoluten Mehrheit gestalten kann“, dankte die Lingener CDU-Stadtverbandsvorsitzende Irene Vehring Sonntagabend den Wählern. Viele der rund 80 zur Wahlparty ins Konrad-Adenauer-Haus gekommenen Christdemokraten hatten vor dem Hintergrund der verlorenen Oberbürgermeisterwahl, der Diskussionen um den Altenlingener Forst, der Emslandarena sowie der Eintrittspreise im Lingener Erlebnisbad Linus mit einem schlechteren Abschneiden ihrer Partei gerechnet.
„Wo gibt es gegen einen negativen Bundestrend noch solche Mehrheiten?“, war auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Hilling mit dem Ergebnis „super zufrieden“ und sah dies als Bestätigung der guten Politik im Stadtrat. „Nur kritische Fragen stellen reicht halt nicht“, kritisierte er zumindest einen politischen Mitbewerber. Fortführen will die CDU laut beider Aussagen die stärkere Einbeziehung der Wähler – regelmäßige Newsletter per E-Mail und bei aktuellen Themen die Bürgerveranstaltungen „Marktplatz Meinung“ sollen auf jeden Fall fortgeführt werden.
Bei Bündnis90/Grünen und den Bürgernahen herrschte nach den ersten Zwischenergebnissen der Stimmenauszählung Jubelstimmung. Die absolute Mehrheit der CDU schien gekippt. Auch wenn dies am Ende nicht der Fall war, sind beide Lager glücklich über das Wahlergebnis. Entsprechend äußerte sich Sabine Stüting, Vorsitzende der Bürgernahen. „Wir sind mehr als zufrieden. Der einzige Punkt, der etwas wehtut, ist die absolute Mehrheit der CDU.“ Dadurch werde es mit dem Gestalten jetzt schwieriger, als die Bürgernahen gesagt hätten. „Wir werden uns notgedrungen in der Oppositionsrolle wiederfinden. Selber antworten zu müssen, anstatt nur die richtigen Fragen zu stellen wäre sicherlich der größere Schritt gewesen“, so Stüting unter Anspielung auf den Wahlkampfslogan der Wählervereinigung. Sie selbst habe mit Darme/Schepsdorf einen schwierigen Wahlbezirk gehabt, zeigte sich Stüting enttäuscht, nicht selber ein Stadtratsmandat errungen zu haben. „Darme ist sehr schwarz und wir haben unsere Themen in anderen bezirken gehabt“, erklärte sich Stüting ihr Scheitern.
Die Vorsitzende von Bündnis90/Die Grünen, Birgit Kemmer, freute sich nicht nur über das Abschneiden ihrer Partei, die ihren Stimmenanteil im Vergleich zur letzten Wahl quasi verdoppeln konnte. „Ich freue mich, dass Stimmen von der CDU zu den Bürgernahen gewandert sind.“ Als Grund für den Erfolg ihrer Partei nannte sie „die ehrliche und nachhaltige Arbeit“. „Der Bundestrend ist uns entgegengekommen“, gab Kemmer zu. Die künftige Arbeit im Rat stellt sie sich interessant vor. „Ich glaube, durch die neuen Mitglieder aus allen Parteien im Rat wird das eine spannende Geschichte.“ Auch die CDU habe sich erneuert.
SPD-Stadtverbandsvorsitzender Andreas Kröger beurteilte den Wahlausgang mit gemischten Gefühlen. Generell sei es gut, dass die CDU Stimmen verloren habe und die Opposition größer geworden sei. „Es gab im Vorfeld Querelen innerhalb der SPD. Trotzdem haben wir eine gute Liste hingekriegt. Dadurch ist es nicht zum Schlimmsten gekommen“, meinte Kröger. Im Rat liege die SPD eher mit Bündnis90/Grünen als den Bürgernahen auf einer Linie, erklärte Kröger.
Die FDP war am späten Abend für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Bei dem Ergebnis verständlich.
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