FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 09.09.2011:

Energie aus Wasserkraft hat neuen Auftrieb - Durchlässigkeit der Ems: Mit geplanter Wasserkraftanlage würde auch ein neuer Fischaufstieg gebaut

„Grünen Strom“ soll die geplante Wasserkraftanlage am Hanekenfähr produzieren. Hinter der Wehranlage der Kühlturm des Kernkraftwerkes Emsland (KKE) mit einer elektrischen Kraftwerk-Bruttoleistung von 1400 Megawatt. Foto: Burkhard Müller
„Grünen Strom“ soll die geplante Wasserkraftanlage am Hanekenfähr produzieren. Hinter der Wehranlage der Kühlturm des Kernkraftwerkes Emsland (KKE) mit einer elektrischen Kraftwerk-Bruttoleistung von 1400 Megawatt. Foto: Burkhard Müller
Lingener Tagespost - Lokales vom 09.09.2011
Lingen. Die größte Hürde scheint genommen: Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander ist von der geplanten Wasserkraftanlage am Hanekenfähr in Lingen und Elbergen schier begeistert. Wirtschaftlich noch gerade so zu vertreten, die Durchlässigkeit der Ems nach Jahrzehnten wieder gesichert und, in der Hauptsache, ohne tote Fische zu betreiben – kontinuierlich und ganzjährig.
Nicht zu toppende Argumente, die im Rahmen eines Besuchs des Umweltministers am Donnerstag im Landgasthof „Elberger Schlipse“ in der Elberger Schlipse zwischen Sander, dem Geschäftsführer der Stadtwerke, Ulli Boss, dem Projektleiter, Joachim Adams, und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Lingener Stadtwerke, Jens Beeck, diskutiert wurden.
Fünf Millionen Kilowatt jährlich – Energie für rund 1500 Haushalte – soll die geplante und rund sechs Millionen Euro teure Anlage liefern können. So ist es errechnet, und so steht es schwarz auf weiß.
Obwohl das Thema „Wasserkraft“ in Lingen nicht neu ist, sondern bereits seit 1997 in der Diskussion steht, scheint, auch nur ganz vorsichtig ausgedrückt, die Planung von Erfolg gekrönt zu sein. Eine mühsame, aber fortwährend geführte Planung, die nicht nur von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland positiv beschieden wurde, sondern auch beim Umweltminister nicht nur Zustimmung, sondern unverhohlene Anerkennung fand.
Vier Wasserkraftschnecken mit einem jeweiligen Durchmesser von vier und einer Länge von rund 20 Metern liefern durch ihr Drehen um die eigene Achse nicht nur Energie, sondern verletzen keine Fische. Das Letztgenannte ist ein Hauptkriterium, an dem sich bis dato die Geister schieden.
Dass mit der geplanten Wasserkraftanlage nicht nur Energie gewonnen werden kann, sondern auch der Fisch erstmalig seit vielen Jahrzehnten wieder die Möglichkeit hätte, in die Obere Ems aufzusteigen, machte Beeck deutlich: „Die bisherige Lachstreppe funktioniert zwar als Restaurant (Schepergerdes), aber nicht als Fischaufstieg. Erst durch ein Wasserkraftwerk mit seinem geplanten 225 Meter langen Fischaufstieg wird gewährleistet, dass der Fischbesatz von der mittleren dann auch in die obere Ems schwimmen kann.“

Nach Angaben von Adams ist die Energiegewinnung aus Wasserkraft planbar und wechselt nicht wie Wind und Sonne unvorhergesehen in Sekunden. Adams: „Das ist für einen kontinuierlichen Netzbetrieb wichtig.“
Für Boss als Stadtwerke-Geschäftsführer war es wichtig, nicht nur regenerative Energie aus Wind, Wasser oder Biomasse auszuschöpfen, sondern alle Ressourcen zu nutzen, die das Umfeld ermögliche.
Unterm Strich: Das Thema Energie aus Wasserkraft scheint in Lingen neuen Auftrieb gewonnen zu haben.
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